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- 26.12.2008: Der Wahnsinn ist vorbei ...
- 5.12.2008: Menoas Horden stehen vor der Tür
- 5.12.2008: Mit Volldampf in die Apokalypse
- 20.11.2008: Ich bin draußen!
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Der Wahnsinn ist vorbei …
26.12.2008 von Wolf.
… für dieses Jahr. Weihnachten ist so gut wie vorüber. Das Fernsehprogramm war wie üblich langweilig. Der Streß in den letzten Tagen vorm Fest gewohnt hoch - zumindest für Einzelhändler und deren Kunden *lol*.
Ich frage mich jedes Jahr auf’s Neue, wieso die Leute sich einen derartigen Streß machen? Jedes Jahr dasselbe. Vernünftige Leute haben spätestens um Nikolaus herum alles beisammen. D.h. es gibt zum Glück für den Einzelhandel immer wieder ausreichend unvernünftige Leute. Dieser Schlag von Menschen ist aber Segen und Fluch zugleich, denn nicht unter Ihnen ist auch viel unhöfliches Pack - zum Glück sind die Unhöflichen nicht unbedingt in der Überzahl, sonst hätten die Arbeitgeber mit jedem Jahr mehr, Probleme ausreichend motiviertes Personal zu finden.
Wer heutzutage im Einzelhandel arbeitet muß ja selbst einen gehörig an der Waffel haben: sich diesen Streß jedes Jahr auf’s Neue anzutun. Ich nehme mich da nicht aus. Ich habe eine gewaltige Klatsche, das sollte jedem bewußt sein, der sich mit mir abgibt. Einzelhandel - die pure Hölle!
Und doch - wenn es keinen Spaß machte und der Streß mich nicht zur Hochform auflaufen ließe … wäre es erst ein Grund, diesen Job an den Nagel zu hängen.
Es macht ja auch gerade deshalb Spaß, weil man sonst diesen Wahnsinn gar nicht mehr mitbekäme. Der Spaß liegt im Wahnsinn, in der Idiotie des Konsumrausches, dem ja fast alle verfallen sind. Wo uns sonst nichts mehr bleibt, bleibt der Konsumrausch zur Weihnacht - das Fest - sowieso längst pervertiert und seinem Sinn und Zweck entfremdet, gibt uns nochmal kräftig Schub, uns auszutoben, mit Geld zu prahlen, das vielleicht auch nur geborgt ist. Teilhaben an den Futterkrippen des Wahnsinns.
Bunte Konsumwelt: das ist das Richtige.
Und selbst wenn ich in diesem Wahnsinn mein Geld verdiene. Mein Traum bleibt doch, diesem ganzen irgendwann entrinnen zu können, Ferien machen zu können, Ferien ohne Widerkehr zum Alltag. Ich nenne dieses das Bilbo-Phänomen: man kommt sich dünn und ausgemergelt vor - so wie Bilbo Beutlin am Anfang vom “Herrn der Ringe”.
Es bleibt immer die Sinnfrage am Schluß … : wofür mache ich diesen ganzen Sch…?
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Menoas Horden stehen vor der Tür
5.12.2008 von Wolf.
Vor gut einer Woche erschien der zweite Band der Kettenwelt-Chroniken Alan Campbells bei Goldmann: Dark Fantasy vom Feinsten. Die Apokalypse steht bevor.
Nachdem Dill zunächst mit Hilfe der Assasinin Rachel Hael und des narbigen Engels Carnival der Hölle entkommen konnte, wird er in Sandport von den Assasinen Des Ulcis-Tempels geschnappt und nach Deepgate zurückgebracht. Der alte Tempel hängt noch an den Ketten der halbzerstörten Stadt über dem Abgrund, auf dessen Boden das Tor zur Hölle offen steht.
Doch während Rachel Hael, die mit ihm zusammen geschnappt wurde, sich befreien kann, kehrt Dills Seele zurück in die Hölle. Rachel erkennt dieses erst, als es für Dill zu spät ist.
Während der erste Band fast ausschließlich in Deepgate selbst spielt und Dill und Rachel als Hauptpersonen führt, reist der Leser im zweiten Band der Saga durch die Hölle und auf die andere Seite der Erde, um dort den Beginn des Endkampfes eingeleutet zu finden. ….
Wie viele Fantasy-Reihen zuvor, behandelt auch diese den Kampf zwischen Gut und Böse. Immer wieder variieren die Fantasy-Autoren dieses Thema, mal düsterer mal heller, mal geschickter, mal platter. Die Kettenwelt-Chroniken sind eine gelungene Version des Themas. Die Charaktere nicht einseitig, tiefer und getrieben von persönlichen Motiven positionieren sie sich unterschiedlich, wechseln sie auch mal die Seiten, wanken … absolut empfehlenswert!
Geschrieben in Literatur | Drucken | Keine Kommentare »
Mit Volldampf in die Apokalypse
5.12.2008 von Wolf.
Wenn man die Nachrichten der letzten Tage so verfolgt, bekommt man den Eindruck, die politischer Kaste handle plan- und kopflos. Man beschließt ein Konjunkturpaket, um den Autoherstellern den Absatz ihrer veralteten und an den Bedürfnissen der Kundschaft vorbei konzipierten Modelle zu erleichtern und sie darin zu bestätigen, daß die von Ihnen gefertigten Spritsparer nicht zu vollkommen überteuerten Preisen seinerzeit angeboten wurden. Den Konsumenten verweigert man eine vorübergehende Steuererleichterung, während den Verursachern der Krise Milliarden hinterher geworfen werden. Kindern von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern verweigert man zusätzliche finanzielle Unterstützung ab Klasse 11, den Arbeitslosenkindern wird das Kindergeld auf HartzIV angerechnet und der entsprechende Regelsatz um jene Beträge gekürzt: Nehmt den Armen und gebt den Reichen.
Auf der Konferenz zur Ächtung von Streumunition lässt man verlauten, Deutschland solle eine Vorreiterrolle einnehmen - sieht die etwa so aus, wie beim Klimaschutz? Wenn man in einer Krise steckt, werden die hehren Ziele hinten angestellt, statt mutig Kapital daraus zu schlagen? Gerade jetzt wäre es sinnvoll, den Autobauern nur dann Geld zu geben, wenn sie im Gegenzug günstige und erschwingliche Spritsparer auf wirklich neuestem technologischen Stand auf den Markt brächten, sonst werden die Leute weiterhin bevorzugt französische, koreanische oder japanische Autos kaufen. Nur Idioten kaufen sich deutsche Spritfresser und die Superintelligenzia fährt sowieso mit Bus und Bahn! Kauft Abos des ÖPNV! Verschrottet Eure Autos! Geht lieber mal wieder ein Stück zu Fuß, wenn Ihr nur zum Briefkasten müsst. Kramt das Fahrrad aus dem Keller! Das kostet vor allem nichts und bedarf gegenwärtig nur guter bequemer und warmer Kleidung. Gibt es nicht auch für Fahrräder Winterreifen?
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Ich bin draußen!
20.11.2008 von Wolf.
… ich weiß nicht, der wievielte Berliner Bürger ich bin, der dieses Jahr der römisch-katholischen Amtskirche den Rücken kehrte, aber seit heute bin ich offiziell konfessionslos.
2000 Jahre Kirchengeschichte bieten viele platte Gründe zum Kirchenaustritt, meiner begründet sich einfach in meinem Leben, meinem Denken, meinem Handeln. Dieses von mir geführte Leben hat seit Jahren schon keine Berührungspunkte mit der Amtskirche mehr - der Austritt war der letzte konsequente Schritt in dieser längst toten Beziehung.
Die Kirche hat mir ja auch nichts zu bieten: Heiraten? Will ich nicht - oder nicht so, wie die Kirche es gut heißt! Kinder taufen? - Welche? Eine kirchliche Bestattung? - Gottes Erde endet nicht am Kirchenportal oder der Friedhofsmauer. Eine kirchlich betreute Heimstatt im Alter? - Gott bewahre mich! Da meines Wissens das Personal in staatlichen Senioren- und Pflegeheimen gegenwärtig noch besser bezahlt wird, als in kirchlichen, dürfte ich in einem staatlichen Heim dereinst vermutlich besser aufgehoben sein. Zeitgleich hoffe ich natürlich, daß dieser Tag noch fern sein möge - oder vielleicht nie kommen mag.
Geiler Nebeneffekt ist natürlich: von meinem Bruttogehalt gehen keine 230,- €/Jahr mehr an die Kirche als Steuer.
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Von Enten und anderem Sprach-Geflügel
15.11.2008 von Wolf.
Ich habe unter der Rubrik nonsense auf meiner homepage eine Geflügelsammlung angelegt: Entenstall. Dort sind verschiedene Enten versammelt - Sprachenten. Einige sprachliche Scherze dieser Art sind nicht von der Schreibweise sondern über die Aussprache zu verstehen. Sollten jemandem weitere Enten in den Sinn kommen, kann er/sie/es sich bei mir melden.
Mitunter sind das Einfälle, die mir unter der Dusche kommen - unter der Dusche oder auf dem Klo hat man manchmal die genialsten Ideen - finde ich.
Mitunter nicht ganz zusammenhängend zu diesem Thema gibt es aber eine komische Episode in der Weltgeschichte: Enten auf den Weltmeeren. Eine andere entige Sache ist folgender Eintrag in der Kamelopedia. Auch Herr Busch hat sich mit Enten befaßt. Andere Enten findet Ihr hier. Mitunter kann man dort Duck Vader finden … *lol*
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