Orthographie oder wie bei der KMK der letzte Sinn von Verstand flöten geht

Da soll sie also nun kommen: am 1. August 2006 soll die reformierte Reform der Reform der deutschen Rechtschreibung voraussichtlich in Kraft treten. Was dort aber verabschiedet wurde, ist alles andere als eine vernünftige Sache, es ist mehr ein weiterer Akt im sinnlosen Possenspiel um Machtmißbrauch und gezielte Verunsicherung der Bevölkerung aller deutschsprachigen Länder.

Ein genialer Literaturtipp: “fom winde ferfeelt” von Zé do rock (vermutlich ein Künstlername), August 1997 bei Piper in München erschienen, ist das Werk zur Zeit leider - wenn überhaupt nur antiquarisch (⇒ zvab.com oder sfb.at) erhältlich.

Die Rechtschreibreform ist von Anbeginn ein Unding gewesen, sie ist nicht nur von langer Hand geplant (im Prinzip seit 1933, und in den 1960ern neu aufgegriffen), sondern auch vollkommen überflüssig - wie der sprichwörtliche Kropf. Seit nun mehr zehn Jahren verunsichert die KMK mit immer neuen Erlassen die deutsche Bevölkerung. Als sei diese nicht schon verunsichert genug, dadurch daß die negativen Folgen der Globalisierung sie gelähmt halten und sozial verunsichern. So raubten die Kultusminister der Länder vor zehn Jahren den Deutschen auch noch ihr geliebtes Schrifttum. Statt endlich dem Ganzen ein Ende mit Schrecken zu bereiten (die komplette Rücknahme aller Reformen und die Rückkehr zur Rechtschreibung vor der ersten Reform), popelt man herum und stümpert und stochert in den Eingeweiden, daß es einem schier den Verstand rauben mag.

Tand, Tand, das Gebilde von Menschenhand!

Nebenbei bemerkt: Eure alten Duden werden Geld wert! Bis zum 31.12.06 werden beim Erwerb eines neuen Duden, alte in Zahlung genommen und können so den Preis des neuen um bis zu 4,00 € drücken.

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