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Umbau des deutschen Gesundheitssystems
Im Wissenschaftsteil der Berliner Zeitung vom Mittwoch, 20. Sept. 2006 war auf Seite 12 zu lesen:
Für ein stablies Gesundheitssystem
BERLIN. Nur durch eine wirklich grundlegende Reform bleibt das deutsche Gesundheitssystem auf Dauer stabil. So heißt es im “Manifest Gesundheitssystem”, das ein interdisziplinäres Forscherteam an der Berlin-Brandenburgischen Akademie gestern vorstellte. Die Experten fordern eine Mindestversicherungspflicht für alle Bürger bei freier Wahl des Versicherers, die Privatisierung der gesetlichen Krankenkassen und einen Rückzug des Staates auf elementare Kontrollfunktionen. Für die Umgestaltung des Systems veranschlagen die Forscher dreißig Jahre. (lb)
Wenn man das so liest, denkt man automatisch, daß es Murks sein muß, wenn die Politiker einen Umbau binnen zehn oder weniger Jahre propagieren. Schaut man sich den Artikel genauer an, bedeute eine Befolgung der Ratschläge den Ausstieg aus dem Solidarsystem. Die Frage, die sich mir hierbei stellt, ist die, ob das Solidarsystem wirklich unrettbar in eine Schieflage geraten ist oder ob da nur neo-liberale Kräfte ordentlich die Werbetrommel für ihre Ideen rühren.
Laut Berliner Zeitung kann man das Manifest anfordern unter:
Pressestelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin
e-mail: glerch@bbaw.de
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