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Was ist Schwul-sein?

Dieser Eintrag stammt von Wolf Am 2.11.2006 @ 16:25 In Schwul, Politik un' so'n Kram | Keine Kommentare

Gibt es da wirklich noch fragen? Schwul-sein kann man eigentlich nur selbstbewußt als Mann, Frauen bevorzugen es doch meist, sich von den Männern auch nochmal ein wenig abzusetzen, nennen sich lesbisch, wenn sie homosexuell sind (oder werden so genannt?). Ich mag das Wort “homosexuell” nicht. Es klingt pathologisch, steril, als betrachte man die Sache von oben herab, wie ein Versuchstier. Versteht Ihr?

[1] ⇑ sh. auch)

Ist das alles? Ist da sonst gar nichts?

Schaut man sich in der Szene um bzw. eigentlich in den verschiedentlichen sich teils berührenden, teils überschneidenen Szenen, dann kann man(n)/frau sagen: “Ja und nein und beides nicht!” Schwul- oder Lesbisch-sein geht (mittlerweile) über das Rein-Sexuelle (weit) hinaus. Das beginnt beim Partyleben, geht über den Sonntags-Tanz-Tee und Bühnenshows von drag-kings ‘n’ -queens, Travestie-shows, Kabarett bis hin zum Film mit eigenem Festival bspw. auf der Berlinale (Stichwort: Teddy-Award). Dabei muß ich sagen, daß auch unter den Leuten vom anderen Ufer die Männer mal wieder ziemlich dominant sind, die Frauen oftmals an den Rand drängen, sich selbst in den Vordergrund schieben und dennoch oft die Dreistigkeit besitzen political correct (mein Gott, wie ich diese Wortkreation hasse), für Schwule und Lesben zu sprechen, meist ohne die Lesben/Frauen vorher überhaupt gefragt zu haben. Das ist auch Schwul-sein. Das ist auch ein Grund, weshalb sich viele lesbische Frauen lieber in Frauenvereinigungen engagieren, da die Solidarität oder das Zusammenstehen und -arbeiten mit Männern ihnen von denen nicht immer leicht bzw. überhaupt möglich gemacht wird. Es ist kein Scherz und kein Mythos, wenn Euch gegenüber behauptet wird, das (manche!!!) Schwule durchaus frauenfeindlich sind.

Ich hatte hier einst für Euch eine exemplarische Diskussion über das Normalsein von Homosexualität. Da sie doch recht persönliche Aspekte enthielt, habe ich sie heute dann gelöscht (vernünftiger Weise, ich weiß im Nachhinein nicht, wieso ich sie überhaupt eingestellt habe). Aber generell gesagt: ich finde den Verweis auf die generelle Annahme und teilweise bestätigten Zahlen von 5 bis 7% pro Volk und ihre vermutlich über Jahrtausende der Menschheitsgeschichte konstante Größe wesentlich eindringlicher, als Verweise auf das Vorkommen von Homosexualität auch im Tierreich wie bspw. bei den Bonobos (einer Schimpansenunterart, wenn ich nicht irre) oder den Delphinen, wenngleich auch dieses zeigt, daß Homosexualität nichts widernatürliches ist. Allerdings behaupten andere, daß der Mensch sich nicht nur in diversen sondern auch diesen Dingen von den Tieren unterscheiden müsse. Ich frage mich zwar wieso - schließlich ist er auch nur ein dummer Säuger, aber naja. Es ist aber am besten, sich auf solche Diskussionen gar nicht erst einzulassen, denn dort ist der Beginn der Negierung UNSERER Existenzrechte.


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[1] ⇑ sh. auch: http://ygerne.net/?p=4

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