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Empfehlung
persönlich
Archive für November 2006
faker
2.11.2006 von Wolf.
In diesen Kontaktbörsen gibt es Leute, die sich dort mit “gestohlenen” Bildern bzw. Bildern präsentieren, die nicht diese Personen selbst zeigen, von denen die Personen aber behaupten, sie seien es, bzw. die total verkehrte Angaben zu ihrer Person machen. Man nennt sie faker, sie gehen mit gefaketen Angaben ins Netz und versuchen gezielt, Leute zu verwirren, zu verarschen oder auch schlecht zu machen. to fake = fälschen, imitieren; frisieren, verfälschen. Diese Leute sind meist nur lästig, können aber auch zu hartnäckigen Verfolgern werden. Ggf. kann es sein, daß sie auf Angaben zu fremden Person kommen, die unter den Datenschutz fallen und dann wird es extrem schwierig. Man kann diesen Leuten nur schwer auf die Schliche kommen, sie sind kaum zu fassen, wiegen sich teilweise aber auch in einer falschen Sicherheit und glauben oft, sie wären so anonym, daß ihnen keiner nachspüren könne.
Geschrieben in Internet, Schwul | Drucken | 1 Kommentar »
Trolle
2.11.2006 von Wolf.
Bei Wikipedia fand ich nach einem Hinweis eines anderen Users in einem Diskussionsforum folgenden Artikel: Troll (internet / Netzwerk). Der Artikel führt aus, daß es in Diskussionsforen auch immer mal wieder Einträge gibt, die von der Netzgemeinschaft bzw. einigen selbiger als Troll bezeichnet werden. Trolle sind ähnlich den Fakern: d.h. teilweise ist das Ziel identisch: das Forum soll durch gezielte Beiträge zerstört werden. Die Beiträge werden dabei in einer Manier eingefügt, die den Verfasser immer so hinstellen, als sei er im Recht. Dieses erreicht er durch Diskussions- und Rhetoriktricks, die mitunter von Alfred Schopenhauer zumindest angewandt und gelehrt wurden, wenn nicht gar entwickelt. Man verdreht dabei dem Gegenüber das Wort im Mund, deutet Begriffe und Wörter um, dreht im Prinzip die Diskussion immer so, daß man einfach Recht behält … und das nur um des Rechtbehaltenwollens. D.h. das Diskussionsthema ist wurscht, man macht nur die Diskutanten mürbe und bringt sie dazu, einzuknicken. Angesichts dieser Entdeckung meiner Einer vom gestrigen 16.03.06 frage zumindest ich mich, ob nicht zumindest ein hoher Prozentsatz derer, die durch das Aufgreifen von nazistischen Parolen oder anderer Extreme, auch nur Trolle sind, die provozieren wollen, weil sie daran Spaß haben (ADS-Patienten vielleicht?), oder echte Nazis. Das Problem für ernsthafte Diskutanten ist natürlich: wie erkennt man Trolle? Was macht sie aus? Inwiefern lohnt sich noch das eigene Engagement in jenem Diskussionsforum? Ganz einfach: Don’t feed the Troll!
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Man muß ja nicht gleich so weit gehen, wie Gandalf es auf der Mauer über den Toren Minas Tiriths tat (Zur Erinnerung: er rief: “Tötet die Trolle! […]”).
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internetportale
2.11.2006 von Wolf.
Es gibt im Netz diverse internetportale, wo man Leute kennenlernen kann und sich auch für Treffen außerhalb des cyberspace verabreden kann. Es ist dabei nicht immer ganz einfach mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Viele geben sich dabei besonders cool, andere sind unkompliziert, wie in der restlichen Szene auch gibt es Diven, besonders verlogene Typen, die ihre Profilseite wie eine Anklage gegen die Schickimicki-Szene gestalten, im Grunde aber exemplarische Vertreter dieser Spezies von Schwulen sind. Es gibt zum Glück aber auch dort, ehrliche und unverkrampfte, liebe Leute, mit denen man gern zumindest mal ein Bier trinken gehen kann.
Manchmal habe ich allerdings das Gefühl, ich bin zu alt für sowas …
Geschrieben in Internet, Schwul | Drucken | 1 Kommentar »
coming-out
2.11.2006 von Wolf.
Sprung zu mir und in die Gegenwart bzw. jüngere und persönliche Vergangenheit: Meine Eltern haben heute noch damit zu kämpfen, daß ich schwul bin - glaube ich. So ganz akzeptieren möchten sie es nicht. Ist sicherlich auch nicht leicht, wenn man selbst in der Überzeugung groß geworden ist, daß so etwas pervers oder abartig sei, unnatürlich, krank und/oder eine Sünde. Nicht daß meine Eltern sonderlich religiös wären. Es ist vermutlich eher die Frage: Was wird bloß aus dem Jungen? Was denken/sagen die Nachbarn, die Verwandtschaft, die Freunde?
Zu meinem coming-out kann ich eigentlich irgendwie nicht viel sagen: gegenüber meinen Eltern fand es eigentlich eher in meiner Abwesenheit statt. Wie das?
Meine Mutter hatte mich seinerzeit zusammen mit meiner kleinen Schwester in Hannover besucht. Damals war ich gerade mal ein paar Wochen von zu Hause weg - glaube ich, hatte kurz zuvor meinen Zivildienst an der MHH angetreten. Und die zwei hatten mir noch ein paar Sachen mitgebracht, damit ich es mir wohnlicher einrichten konnte in meiner kleinen Dienstwohnung. Wir hatten ein wenig geklönt und Kaffee getrunken. Dabei erwähnte ich das HOME - ohne zu erklären, was dieses war, nämlich ein bzw. das hannöversche schwul-lesbische Begegnungszentrum, ähnlich dem Magnus-Hirschfeld-Centrum in Hamburg oder dem Mann-O-Meter in Berlin, denke ich. Ich meinte vielmehr, es sei ein Begegnungszentrum für “Leute wie mich”. Wie umständlich, wie nichtssagend - doch es weckte die Neugier meiner Mutter.
Als meine Mutter dann für kleine Mädchen war, sagte ich zu Gabi, daß sie bei Fragen diesbezüglich ruhig sagen könne, was Sache sei. Wie feige von mir … ich fand einfach nicht den richtigen Ansatz, fand nicht den rechten Mut - ich delegierte mein coming-out an meine Schwester.
Ich weiß aber, daß meine Mutter eigentlich schon weitaus länger Bescheid wußte oder wissen müsste - zumindest aber ahnte bzw. befürchtete sie etwas in der Richtung, seit sie beim Bettenmachen mal eine meiner Wichsvorlagen unterm Kopfkissen fand und etwas in der Richtung mir gegenüber mit einem verschwörerischen Grinsen andeutete. Zu der Zeit muß ich um die 15 gewesen sein. Ich glaube, mir war damals die Kinnlade heruntergeklappt. (⇒ sh. auch)
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hanky-codes
2.11.2006 von Wolf.
Vor Jahrzehnten entwickelte man in der schwulen Szene den sogenannten hanky-code. Das ist ein Taschentuch-code, der dem cruisenden Mann anzeigen soll, welche Vorlieben der Gegenüber hat. Es handelt sich dabei um farbige Taschentücher, die in den Gesäßtaschen getragen werden oder um Halstücher: links aktiv, rechts passiv. Ob der hanky-code noch wirklich so aktuell ist also noch verwendet wird, weiß ich nicht (Ich habe selten diese Tücher im Einsatz gesehen). Vermutlich eher in der hardcore-Szene, wo in den heiligen Hallen der cruising areas nicht gesprochen wird. Wie auch immer: die folgende .pdf-Datei gibt es zum runterladen. Bei den Halstüchern verhält es sich dann so, daß nur die Farbe verrät, welche Spielchen gespielt werden. Die Rollenverteilung ist dann egal.
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