Archive für November 2006

Penisgrößen und was man von solchen Angaben halten kann

In diversen internetforen liest man in Kontaktanzeigen vieles über angebliche Penisgrößen und / oder Tabellen / Listen zur Einstufung selbiger. Ich habe hierzu ein kleines Wörtchen zu sagen und auch eine kleine Recherche betrieben, die sich zugegebener Maßen bis jetzt nur auf eine Quelle stützt. Das sei quellenkritisch angemerkt.

Die Quelle, auf die ich mich hier Stütze, ist die condomi AG, auf deren homepage man(n) etwas über Kondomgrößen lesen kann. Aus der EU-Norm für normalgroße Kondome kann man wiederum auf durchschnittliche Schwanzlängen schließen. Meine Einteilung, basierend auf der Angabe von condomi und der EU-Norm, sieht wie folgt aus:

  • 0 - 14,5 cm = S (Small)
  • 14,5 cm - 18 cm = M (Medium)
  • 18 cm - 23,5 cm = L (Large)
  • 23,5 cm - 27 cm = XL (eXtraLarge)
  • 27 cm und größer / länger ist “WOW!” oder “Autsch!”

Diese Angaben beruhen auf einer mail, die ich auf eine Anfrage bzgl. Schwanzgrößen von condomi erhielt:

“Hi zurück, dein Penis hat einfach “normale” Größe. Normal heißt in Deutschland zwischen 14,5 und 18cm. Da wahrscheinlich sowieso jeder in solchen Foren übertreibt, würde ich L angeben. Messen tut man an der Oberseite. Auch wenn manche auch hier bestimmt schwindeln. Viele Grüße, Thorsten W. | Editor in Chief vabelle GmbH | Venloerstr. 231b | 50823 Köln +49 (0)221 8888 xxxx | fax +49 (0)221 8888 xxxx”

Bei GayRomeo z.Bsp. ist allerdings eine andere Einteilung verbreiteter. Das macht aber nichts. Eine neue Methode, die Größe des Schwanzes zu bestimmen, ist der sog. Schwanzfaktor (nachzulesen bei www.schwanzfaktor.de). Ich habe bisher meinen Schwanzfaktor noch nicht bestimmt, muß ich eingestehen. Aber das werde ich vielleicht noch machen. Doch wenn ich das bisher richtig gelesen habe, ist das eine eher relative Methode, die Größe des männlichen Gliedes zu bestimmen, da auch die Körpergröße berücksichtigt wird. Hierbei bin ich aber nicht ganz sicher. Ich habe das nur überflogen.

Schwule, Lesben, Politik

Es soll ja tatsächlich noch Schwule, Lesben und andere Menschen mit politischem Interesse geben … habe ich gehört *ggg*. Diese zerfetzen sich gerne gegenseitig in der Luft, nicht anders, als man es von den “Großen” aus Funk, Fernsehen und Presse gewohnt ist. Heute (27.03.2005) erst meldete ich mich bei GayRomeo für den dortigen Club “GayIntelligence” (merkwürdiger Name) an. Dieses ist ein Club, der über Politik, Geschichte und derartiges diskutieren will, bzw. jenen, die es wollen, eine Heimat zu bieten versucht. Ich weiß noch nicht, ob dieser Club mir viel bringen wird, oder ob man da letztlich auch nur wieder Zickenterror erlebt. Ich habe in das einsehbare Forum mal einen Blick geworfen. Zumindest ist dieses Forum gut besucht und die Diskussionen scheinen doch recht solide und im Prinzip in geordneten Bahnen zu laufen, was mich bei dem Gegenstand doch sehr wundert, da in politischen Diskussionen oder solchen, die dafür gehalten werden (sollen) nicht selten die Manieren als erstes über Bord gehen.

Zwar bin ich in einem der Themenbereiche auch schon über einen Eintrag des ClubAdministrators gestolpert, demzufolge “erste Beschwerden” über “persönliche Angriffe” vulgo Schläge unter die Gürtellinie kamen, doch was ich gelesen oder teils auch nur überflogen hatte, war interessant, anregend, aber doch fair. Allerdings muß man sagen, daß ich bei zehn Seiten Forumsinhalt zu ein- und demselben Thema nicht wirklich jeden Beitrag genau gelesen habe. Ist ja auch unmöglich binnen zehn Minuten. Na mal sehen. Ich werde vermutlich später noch mehr dazu schreiben. Wie aber schon oben erwähnt, gibt es eben doch Menschen mit homo-/bi-/multi-/wie-auch-immer-sexuellem Hintergrund, die sich gezielt für Politik interessieren und engagieren.

Und es sind nicht nur linke, sozialdemokratische oder liberale Interessen, die da vertreten werden. Es gibt auch monarchistische und antidemokratische (was man nicht miteinander verwechseln darf) Interessengruppen. Wie es in der Vergangenheit auch unter den Schwulen vor allem Nazis gab, so gibt es auch heute nach wie vor Braune “Kameraden”. Woher das rührt, ist unklar. (Das lasse ich hier bewußt so stehen, denn darüber ist sich keiner einig.) So wie es in der deutschen Gesamtbevölkerung eine offene Tendenz zu rechtsradikalem Gedankengut gibt, gibt es auch diese unter Schwulen (von Lesben kann ich hier nicht sprechen, da fehlt es mir an entsprechenden Aussagen und Erfahrungen). Ob es nun am Körperkult, der unter den Nazis ja auch so hochgehalten wurde (obwohl Adolf H. eher klein und mickrig von Gestalt war), liegt, an irgendwelchen Minderwertigkeitskomplexen (”ein Schwuler ist kein ganzer Mann”) oder welchen Dingen und Ursachen auch immer liegt, vermag ich nicht zu sagen. Ich denke mal, es ist eine Melange aus vielen Dingen, die eher individuell denn gruppenspezifisch zu untersuchen wäre und dabei zum Ziel führte. Beunruhigend ist es allemal. Doch nicht nur der Hang zum schwulen Skinheaddasein, zum martialischen Auftreten allgemein (auch ohne politische Relevanz) ist besorgniserregend. Das Antidemokratische an sich hat seit der Wende in Deutschland an Zulauf gewonnen.

Es gibt Marxisten, die den Tod der DDR nicht verwanden, Braune Horden, die nach dem Mauerfall den Weg zum Vierten Reich geebnet sehen, Snobs, die den Bundespräsidenten durch einen Monarchen ersetzen wollen (, ohne dabei den Parlamentarismus zu beseitigen). So wie die 1990er Jahre es fertigbrachten in den C-Parteien Lesbisch-Schwule Unterorganisationen entstehen zu lassen (ich frage mich bis heute, was Homosexuelle und die C-Parteien gemeinsam haben könnten), haben sie auch eine Verbreiterung der radikalen Ränder bzw. eine Renaissance von Rassismus, Antisemitismus und antidemokratischen Auswüchsen in den Köpfen der Menschen gebracht, die man bis dato eher der demokratischen Mitte zugeordnet hatte. Sollte die politische Karriere eines bestimmten Mannes beispielhaft sein für die Wandlungsfähigkeit von leidlichen Demokraten zu Menschen, die binnen weniger Jahre ein Grundrecht nach dem anderen bereitwillig aufgeben - hin zu einer Law-and-Order-Politik, die nur allzu leichtfertig Grundfreiheiten und Menschenrechte mit Stammtischparolen in den Dreck zieht und schleichend die Demokratie abschafft?

In dem obig genannten Forum kam die Frage auf, ob sich die Geschichte wiederholt, angesichts des Zustroms antidemokratischer Zusammenschlüsse.
Kann sich die Geschichte denn wiederholen? Wenn ja, wie?

Wenn man sich die Menschheitsgeschichte anschaut, ist sie stehts ein wechselvolles Spiel zwischen verschiedenen Mächten, Völkern, Gruppierungen. Parallelen sind dabei nicht ausgeschlossen. Doch bisher zeigte sich wohl sehr selten, daß es eins zu eins übersetzt zweimal geschah. Irgendetwas war immer anders und so bleiben, bei verschiedenen Ähnlichkeiten die einzelnen Ereignisse doch singulär. Ist das nicht tröstlich, wenn man an Adolf Hitler denkt?

Natürlich wird man nie ausschließen können, daß erneut Rauch über Europa aufsteigt und wir zurückstürzen in ein Zeitalter von Krieg und unermeßlichem Leid. Es ist denkbar - z. Zt. zum Glück innerhalb der Europäischen Union aber doch eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, daß der Leviathan EU ein undemokratisches Monstrum wird - trotz oder gerade mit der und durch die vor einiger Zeit erarbeiteten Verfassung.

Wie Ihr allein schon an diesem hastig verfassten Artikel seht, ist Politik ein weites Feld, man verhaspelt sich leicht, kommt vom einen Thema zum anderen, vermengt die Themen, obwohl sie nur wenige Berührungspunkte haben - vielleicht auch gar keine - ich habe den Überblick auf jedenfall verloren. Das, was ich hier aufzählte, sind verschiedene Themen, unausgegoren und wirr aneinander gehangen, verbunden nur mit Kommata und Punkten, zusammenhanglos. Dieses ist im Prinzip Stammtischniveau! Man vermengt, verknüpft, verkürzt und läßt es halb gar über die Lippen kommen - bzw. in diesem Fall durch Handarbeit ins “freie” WWW.

Ich glaube, ich sollte mir das nochmal genau überlegen, ob ich diesem Club beitreten sollte …( ⇒ sh. auch; und hier; wie auch hier)

Was ist Schwul-sein?

Gibt es da wirklich noch fragen? Schwul-sein kann man eigentlich nur selbstbewußt als Mann, Frauen bevorzugen es doch meist, sich von den Männern auch nochmal ein wenig abzusetzen, nennen sich lesbisch, wenn sie homosexuell sind (oder werden so genannt?). Ich mag das Wort “homosexuell” nicht. Es klingt pathologisch, steril, als betrachte man die Sache von oben herab, wie ein Versuchstier. Versteht Ihr?

Seit Beginn der 90er des 20sten Jahrhunderts finden einige es besonders toll, sich als gay oder queer zu bezeichnen, oder ähnlich merkwürdige dem anglo-amerikanischen Sprachgebrauch entlehnte Wörter zu benutzen, dem Allgemeinen seit Jahrzehnten anhaltenden tick folgend, für alles anglo-amerikanische oder derartig klingende Bezeichnungen zu nutzen. (⇑ sh. auch)

Ist das alles? Ist da sonst gar nichts?

Schaut man sich in der Szene um bzw. eigentlich in den verschiedentlichen sich teils berührenden, teils überschneidenen Szenen, dann kann man(n)/frau sagen: “Ja und nein und beides nicht!” Schwul- oder Lesbisch-sein geht (mittlerweile) über das Rein-Sexuelle (weit) hinaus. Das beginnt beim Partyleben, geht über den Sonntags-Tanz-Tee und Bühnenshows von drag-kings ‘n’ -queens, Travestie-shows, Kabarett bis hin zum Film mit eigenem Festival bspw. auf der Berlinale (Stichwort: Teddy-Award). Dabei muß ich sagen, daß auch unter den Leuten vom anderen Ufer die Männer mal wieder ziemlich dominant sind, die Frauen oftmals an den Rand drängen, sich selbst in den Vordergrund schieben und dennoch oft die Dreistigkeit besitzen political correct (mein Gott, wie ich diese Wortkreation hasse), für Schwule und Lesben zu sprechen, meist ohne die Lesben/Frauen vorher überhaupt gefragt zu haben. Das ist auch Schwul-sein. Das ist auch ein Grund, weshalb sich viele lesbische Frauen lieber in Frauenvereinigungen engagieren, da die Solidarität oder das Zusammenstehen und -arbeiten mit Männern ihnen von denen nicht immer leicht bzw. überhaupt möglich gemacht wird. Es ist kein Scherz und kein Mythos, wenn Euch gegenüber behauptet wird, das (manche!!!) Schwule durchaus frauenfeindlich sind.

Ich hatte hier einst für Euch eine exemplarische Diskussion über das Normalsein von Homosexualität. Da sie doch recht persönliche Aspekte enthielt, habe ich sie heute dann gelöscht (vernünftiger Weise, ich weiß im Nachhinein nicht, wieso ich sie überhaupt eingestellt habe). Aber generell gesagt: ich finde den Verweis auf die generelle Annahme und teilweise bestätigten Zahlen von 5 bis 7% pro Volk und ihre vermutlich über Jahrtausende der Menschheitsgeschichte konstante Größe wesentlich eindringlicher, als Verweise auf das Vorkommen von Homosexualität auch im Tierreich wie bspw. bei den Bonobos (einer Schimpansenunterart, wenn ich nicht irre) oder den Delphinen, wenngleich auch dieses zeigt, daß Homosexualität nichts widernatürliches ist. Allerdings behaupten andere, daß der Mensch sich nicht nur in diversen sondern auch diesen Dingen von den Tieren unterscheiden müsse. Ich frage mich zwar wieso - schließlich ist er auch nur ein dummer Säuger, aber naja. Es ist aber am besten, sich auf solche Diskussionen gar nicht erst einzulassen, denn dort ist der Beginn der Negierung UNSERER Existenzrechte.

Berlin schafft de facto Schulbibliotheken ab

Der Senat von Berlin hat beschlossen, daß Oberstufenzentren (OSZ) in Berlin ab 2004 auf ihr Bibliothekspersonal bzw. auf ihre Bibliotheken verzichten sollen. In Kombination mit der Abschaffung der Lehrmittelfreiheit ist das eine Katastrophe in Hinblick auf den Zugriff ergänzender Literatur im Unterricht, da gerade die Fachbibliotheken dieser OSZs nicht durch den Gang zur Stadtbibliothek, die einen ganz anderen allgemeineren Ansatz und Bildungsauftrag hat, ersetzt werden können. Doch nicht nur an den Schulen soll der Ruin der Bankgesellschaft Berlin wettgemacht werden, sondern auch an den Universitäten und anderen vom Land finanzierten Bildungs- und Forschungseinrichtungen … es wird zusammengestrichen, was das Zeug hält. Dabei geht Thilo Sarrazin (Finanzsenator, SPD) von hinkenden Vergleichen mit Flächenländern wie Bayern und Baden-Württemberg aus, deren Schulen angeblich günstiger wirtschaften. Daß dort weniger Schulen mehr Schüler auch von weit außerhalb der Großstädte annehmen und die Finanzierung auf breiteren Schultern und mehreren zudem verteilt ist, verschweigt er geflissentlich. Man kann also nicht behaupten, daß Herr Sarrazin aus PISA auch nur eine Konsequenz gezogen hätte.

Daß die Stadtbibliotheken, sofern sie nicht kompetente Frauen und Männer an den Stellen für die Öffentlichkeitsarbeit sitzen haben, die Drittmittel und Sponsoren akquirieren können, ebenfalls mit dem institutionellen Tod zu ringen haben, macht sie auch nicht gerade zum idealen Ersatz für eventuelle Bibliotheksschließungen an den Schulen. Hinzu kommt, daß die Schulbibliotheken noch in der ersten Hälfte des Jahres teuer mit neuer software und Computern für Verbuchungssysteme und OPACs ausgestattet, das Personal für viel Geld geschult worden ist - und nun soll das Aus kommen? Wer versteht diese hirnrissige Logik der öffentlichen Verwaltung? In solchen Fällen mag man es bisweilen bedauern, daß standrechtliche Erschießungen abgeschafft worden sind.

Studiengebühren

Seit Jahren dreht sich die Diskussion schon um Studiengebühren. Das Schwachsinnigste was in dieser Diskussion immer wieder auftaucht, sind die Verweise auf die privaten Universitäten in den USA, die so richtig abkassieren. Gern übersieht man bei dieser Diskussion, daß die deutschen staatlichen Universitäten mit jenen gar nicht in einer Liga spielen.

D.h. unsere chronisch unterfinanzierten, vergleichsweise erbärmlich ausgestatteten Universitäten sind ein Witz gegen die privaten Unis in den USA. Zudem gibt es ein großes Stipendiensystem in den Vereinigten Staaten und selbst die Unis schreiben Studienplätze aus und vergeben sie teils an Hochbegabte KOSTENLOS.

Den Politiker will ich in Deutschland mal sehen, der das möglich machen will.

Für weitere Infos, weiterführende links zum Thema, die Ihr kennt, könnt Ihr mich gerne kontaktieren. Den link zum mailformular findet Ihr im Impressum.

Wie stehe ich zu Studiengebühren? - Nun, ich lehne sie insofern ab, als daß sie mir zu hoch sind und im derzeitigen staatlichen Wissenschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland eine rein finanzielle Auslese unter den Studierenden und Studienbewerbern tätigen. Das Talent, die Intelligenz, die eigentliche Eignung zum Studium wird hier nicht abgefragt. Bei der gegenwärtigen und vergangenen Diskussion zu Studiengebühren an deutschen Hochschulen, die sich staatlich finanzieren, geht es allein um die Entlastung der Länderhaushalte zu Lasten der Studierenden. Eine Qualitätsverbesserung der Studien kann darüber nicht erreicht werden. Hier stiehlt sich die Politik nur aus der Verantwortung.

Das Beispiel Studiengebühren ist nur ein Schauplatz für das verantwortungslose Handeln der Politik im Allgemeinen. Die Privatisierungswellen der vergangenen Jahrzehnte sind eine schamlose und falsche Verneinung der staatlichen Verantwortlichkeit - keine echte und vor allem haushaltspolitisch sinnvole Tätigkeit. Privatwirtschaftliche Prinzipien hätte man mit entsprechendem Führungsanspruch und Handlungswillen durchaus auch in staatlichen Betrieben organisieren können. Was fehlte war der Wille dazu. Man behauptet schlichtweg, man könne niemals gut nach privatwirtschaftlichen Prinzipien in einem Staatsbetrieb agieren. Mit dem Verweis auf selbstgeschaffene Gesetze und Verordnungen hat man zudem sichergestellt, daß ein solches Handeln nicht erlaubt wäre. Verordnungen auf EU-Ebene, die ähnliche Aussagen treffen, binden die nationalen Regierungen an ihre Inkompetenz und ihren Unwillen.