Archive für November 2006

Bildungssysteme in Deutschland und Erklärung zum Lebenslauf

In Deutschland liegt die Verantwortung für die Schulausbildung bei den Bundesländern. Durch die jeweils regierenden Parteien und ihre jeweilige Schul- und Bildungspolitik kommt es zu Unterschieden zwischen den Ländern und bisweilen zu Änderungen in den jeweiligen Schulsystemen nach erfolgtem Machtwechsel.

Als ich die Grundschule verließ, wechselte ich an die OST Vienenburg. OST stand hierbei für Orientierungsstufe. Sie umfasste die Klassen 5 und 6 und sollte dafür sorgen, daß die Schüler eine Zeit der Orientierung haben, welche spätere Schule sie im Anschluß besuchen wollten / sollten. Die weiterführenden Schulen in Deutschland gliedern sich wie folgt: Hauptschule (bis zur neunten einschließlich; bisweilen auch plus Klasse zehn) für ein leichteres/ das leichteste Lernniveau; Realschule (bis zur zehnten Klasse einschließlich) für ein mittleres Lernniveau (mittlere Reife ist dann der Abschluß); Gymnasium für das angeblich schwerste / höchste Lernniveau (i.d.R. mit erweitertem Realschulabschluß nach Klasse zehn; außer in Thüringen; Oberstufe wird nach drei weiteren Schuljahren mit Abitur abgeschlossen [oder auch nicht]).

Ich hatte also die OST Vienenburg besucht und im Anschluß eine Empfehlung zum Gymnasium bekommen. Nach dem Machtwechsel in Niedersachsen im März 2003 wurde diese Zwischenstufe von der Unions-Regierung abgeschafft und man kehrte wieder zurück zur früher beginnenden Selektion der Schüler, die nun wieder bereits nach Klasse 4 beginnt.

Im Rahmen der PISA-Studie wurde deutlich, daß Deutschland mit das schlechteste Bildungssystem der Welt hatte, und zunehmend mehr Pädagogen bzw. Bildungsforscher verlangen die Abschaffung des oben beschriebenen Dreigliedrigen Systems hin zur Gesamtschule.

Es ist aber nicht nur das Bildungssystem an sich, das für das schlechte Abschneiden Deutschlands bei der ersten PISA-Studie verantwortlich war. Es sind auch die Lerninhalte gewesen, die mangelnde Betreuung und das soziale Umfeld, das oft nicht abgefedert werden kann. Vor allem wurde bemängelt, daß in kaum einem anderen Land die Bildungschancen für Kinder aus den unteren Schichten schlechter sind als die der Oberschicht. Die Selektion nach Geldbeutel der Eltern hat eine lange und verruchte Tradition in Deutschland. Sie ist schimpflich.

Ich halte es ferner für ein großes Manko, daß sekundäre und tertiäre Bildungseinrichtungen (hier gemeint sind vor allem Bibliotheken, Museen und Theater, sowie die Volkshochschulen) schlecht bis gar nicht in das primäre Bildungssystem eingebunden sind.

Nachtrag vom 01.09.06: Die fünf neuen Bundesländer bzw. die Bürger selbiger haben nach Ihrer Rekonstruktion / Neuschaffung erlebt, wie dieses neue Schulsystem sich auswirkte auf Ihre früheren DDR-Lebensläufe. Man hatte die Chance verpasst, die Erfahrungen aus dem DDR-Schulsystem, das meines Wissens nach dem amerikanischen nicht mal so unähnlich war, aber überhaupt internationalen Standards teils eher entsprach (soweit ich weiß, was nicht wirklich viel ist), als das herkömmliche BRD-Schulsystem.

Was da noch alles auf uns zukommt, werden wir ja erleben (fürchte ich).

Ende der Bibliothekswissenschaft in Deutschland?

Im Zuge der Universiätsreformen und der Sparvorgaben des Senats durch den Universitäts-/Hochschulvertrag aus dem Sommer 2003 an der Humboldt-Universität beschloß das Präsidium neben der Schließung der Landwirtschaftlich-gärtnerischen Fakultät - ihrerseits einzigartig in der Region Berlin-Brandenburg - auch die Schließung des Institus für Bibliothekswissenschaften (IB) - seinerseits einzigartig in Deutschland - zum Jahre 2009. Der akademische Senat muß - wenn nicht schon geschehen - dem noch zustimmen. Ist die Bibliothekswissenschaft nun noch zu retten?

Es hat ja den Anschein, daß viele außerhalb des Institutes den Eindruck haben - vielleicht ohne auch nur einen Schimmer zu haben, wovon sie sprechen - die Bibliothekswissenschaft als solche sei entbehrlich. Wenn nicht, wie käme man sonst auf einen Beschluß, sie den Sparvorgaben der Politik zu opfern? Sinn und Verstand scheinen angesichts der Problematik um die Landwirtschaflich-gärtnerische Fakultät ohnehin nicht am Werk gewesen zu sein, bei dieser gibt es aber noch die - wenn auch kleine Möglichkeit - daß das Land Brandenburg in Form der Uni-Potsdam die Fakultät der HU-Berlin abkauft, wenn manche sicherlich auch dabei Federn lassen müssen.

Doch wer nimmt sich der Bibliothekswissenschaft an?

Vor Jahren entzog noch die Regierung Kohl einer bundesdeutschen, für das öffentliche Bibliothekswesen immens wichtigen Institution das Vertrauen: dem Deutschen BibliotheksInstitut (DBI). Seinerzeit gab es Spekulationen an der HU im IB, dessen Aufgaben nach und nach zu übernehmen. Es ist wohl nicht geschehen. Ein Fehler? Hätte die damalige Übernahme jener Aufgaben des DBI durch das IB an der HU das erneute Vorhaben der Uni-Leitung, das IB zu schließen, verhindert?

Vielleicht - vielleicht auch nicht. Entscheidend wäre vermutlich die Wirtschaftlichkeit eines derartigen Unterfangens gewesen. Hätte man gewinnbringend oder kostendeckend gearbeitet, hätte man das IB mit solchen Argumenten retten können. Verluste wären eindeutig inakzeptabel gewesen. Sinnlose Gedankenspiele - könnte man nun meinen.

In Potsdam steht eine FH - dort wird der Diplom-Studiengang Bibliothekswesen angeboten. Er ist Hauptargument der Gegner des IB gegen die Fortführung des Studienganges bzw. des Institutes (Die Schließung des Institutes ist nicht automatisch gleichbedeutend mit der Einstellung des Studienganges). Was sind die Unterschiede zwischen Bibliothekswesen und Bibliothekswissenschaft?

Die Bibliothekswissenschaft schlägt immer wieder Brücken zwischen Bibliotheks-, Dokumentations- und Archivwesen, die gleichartig aber nicht identisch sind. Man sucht und errichtet einen theoretischen Überbau für diese drei Fachhochschuldisziplinen, zeigt Probleme auf. Mit der Kombinationsmöglichkeit mit mindestens einem weiteren Studienfach, hat das IB sich das ehrgeizige Ziel gesetzt auch Absolventen für den höheren, leitenden Dienst in Bibliotheken, Archiven und Dokumentationsstellen, sowie wissenschaftliches Fachpersonal zur wissenschaftlichen Dokumentation, die im Zeitalter der Globalisierung und des internationalen (zumindest gewünschten) Informations- und Datenaustausches gebraucht werden, auszubilden. Dieses geschulte Personal also, das die schiere Flut an Publikationen allgemeinzugänglicher aber auch instituionsinterner Natur bändigen, erfassen und recherchierbar machen soll, ist eigentlich Mangelware. Jeder hält sich für einen Profi in fachgerechter Literaturauswertung und -bereitstellung, meist überläßt man derart wichtige Dinge aber eher bspw. Informatikern oder EDV-Spezialisten ohne dokumentarisches und/oder bibliothekarisches Fachwissen. Erst wenn die Wirtschaft wieder laut aufjault, daß dieses Fachpersonal fehlt, wird die Politik zögerlich und linkisch handeln. Doch könnte es dann für das IB zu spät sein.

Die Kurzsichtigkeit der Politiker greift auch unter Universitätsleitungen um sich, scheint ansteckend. Wir sollten es nicht wagen, so der Politik allzu willfährig entgegenzukommen und unsere schönsten Blüten und Kakteen opfern. Es gibt andere Einsparungspotenziale, die blind von den Uni-Leitungen Berlins ignoriert werden: in der Verwaltung, den Rechenzentren, den Jedermannsfächern (Jura, Medizin, Mathematik, Wirtschaftswissenschaften, Geschichte). Dort kann man durch Fusionen und/oder engere Kooperationen effektiv sparen, ohne reizvolle regional oder landesweit einzigartigen Blumen mit der Wurzel auszureißen. Wieso kommt nie ein Mensch darauf?

Ohnehin ist es meiner persönlichen Meinung nach, eine Katastrophe, daß man die Gelegenheit zur Fusion der großen Universitäten Anfang der 90er Jahr nicht genutzt hat. Universitäre Grabenkämpfe dürften dafür wohl ausschlaggebend gewesen sein.

Juristerei

Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemüh’n.

Goethe: Faust, Teil I, Szene 1

… und selbst, wenn man es nicht tat, die Juristerei berührt uns alle. Wir leben in einem Rechtsstaat.

Ist Euch bewußt, was das heißt? Ja? Wirklich? - Ich wette, Ihr liegt falsch!

In einem Rechtsstaat zu leben, heißt nicht beliebig viele Rechte zu haben und immer Recht zu bekommen. Sondern das heißt, es gibt Gesetzesbücher und Rechtsvorschriften, sinnige und unsinnige, die das Zusammenleben der Individuen und das Verhältnis Individuum - Staat bestimmen. Das heißt nicht, daß dieses immer zum Wohle beider Seiten geschieht. Aus leidiger eigener Erfahrung im Ärger mit Vermietern, Telekom, Versicherungen etc. habe ich hier für Euch etwas zusammengestellt.

Es ist besonders in Sachen internetrecht sehr spannend und wichtig, alles nur Erdenkliche zu tun, sich abzusichern. Nicht selten habe ich den Eindruck, daß die Beweislast in Sachen internet oft umgekehrt wird. Man wird abgemahnt und dann steht man da und ist verpflichtet seine Unschuld selbst zu beweisen, statt daß die Anklage bzw. das Gericht einem eine Schuld nachweisen kann bzw. dieses tut. Es mag natürlich auch sein, daß schlichtweg die Berichterstattung über solche Fälle eben diesen Eindruck erweckt.

Beziehung, Partnerschaft, Treue

Es ist ein altes Thema: ein Mensch mag auf die Dauer nicht alleine leben - ohne einen anderen Menschen an seiner Seite, meine ich hier.

Also macht man sich auf die Suche. Kontaktmöglichkeiten gibt es dieser Tage ja zahlreiche: sei es, daß man Kontaktanzeigen in Stadtmagazinen wie SIEGESSÄULE oder dergl. schaltet, sich in Clubs und Cafés der Szene umtut, oder hier im WWW es über internetportale versucht.

Ganz Verzweifelte versuchen es vielleicht auch mit Partnerschaftsvermittlungen oder widersinniger Weise gar an Orten, wo man eher den schnellen und anonymen Sex sucht.

Soviel zur Partnersuche an sich.

Hat man ihn (oder sie) dann erstmal gefunden, beginnt das eigentliche Drama, denn man kann auf die Dauer nicht ohne, aber viele können auch nicht mit.
Wieso?
Eine Möglichkeit mag sein, daß man schlichtweg den falschen Partner gewählt hat. Einige Gemeinsamkeiten sollten schon vorhanden sein (sehr empfehlenswert für Beziehungsgeschädigte ist die Komödie “Therapie zwecklos” von Robert Altman mit Jeff Goldblum u.a.; Originaltitel “Beyond therapy”).

Man muß ja nicht vollends deckungsgleich in Ansichten, Hobbys, Interessen und Ambitionen sein, denn - zumindest meiner bescheidenen Meinung nach - liegt der Reiz der Partnerschaft (und in zwischenmenschlichen Beziehungen überhaupt) darin, Neues mit dem Partner kennenzulernen, seinen Horizont in Erfahrungen zu erweitern. Selbst wenn die Beziehung mal scheitern sollte, kann man so davon etwas für sich gewinnen, wenn man offen dafür ist. Es mag zwar für manche ausreichend sein, im Prinzip ein Abziehbild seiner selbst neben sich auf der Couch sitzen zu haben - aber ich denke, das wird auf die Dauer langweilig. Neues kennen lernen ist für mich wichtig. Ich habe eine Beziehung, die mich bereichert - auch noch nach mittlerweile fast acht Jahren. Man muß sich die Ansichten und Standpunkte des Gegenübers ja nicht zu eigen machen, aber sie vermitteln dennoch neue Perspektiven und man kann lernen.

Was viele offenbar nicht bedenken, ist, daß man in einer Partnerschaft auf seinen gegenüber eingehen muß. Eine Partnerschaft heißt für alle Beteiligten, Kompromisse schließen. Es ist in einer Partnerschaft mehr als nur Händchenhalten, Küßchen und Sex miteinander.

Es gibt einige Punkte in einer Partnerschaft, die ungefähr gleichgewichtet, vorhanden sein müssen, damit eine Partnerschaft funktionieren kann.

  • Kompromissbereitschaft
  • Respekt
  • Vertrauen
  • Fürsorge und Verantwortung
  • Ehrlichkeit
  • Vergebungsbereitschaft
  • Treue

Die Kompromissbereitschaft geht, denke ich, allen voran, zieht die Vergebungsbereitschaft nach sich, sollte es mal zu einem Krach kommen. Vergeben hat wieder andere Bedingungen, nämlich Vertrauen, Respekt und Ehrlichkeit. Fürsorge und Verantwortung sind auch wichtig. Ich widme mich jetzt erstmal den Begriffen Treue und Ehrlichkeit, die von einander abhängig sind. Treue setzt Ehrlichkeit voraus, aber auch immer die Kompromiss- und Vergebungsbereitschaft. Treue ist nicht gleichzusetzen mit Monogamie. Treue ist ein umfassenderer Begriff, als die reine sexuelle Treue, die es auch in Beziehungen geben mag, weit seltener als vorgegaukelt, weit seltener ehrlich gelebt, als behauptet und missbraucht.

Zunächst muß man sich selbst treu sein können, um anderen gegenüber Treue erweisen zu können. So wie man andere nur lieben kann, wenn man sich selbst ausreichend liebt.

Weswegen ich das anspreche: Ich erlebe immer wieder in diversen Kontakten und Gesprächen in cruising-areas Personen, die mit mir darüber ins Gespräch kommen, daß man in der Beziehung doch eigentlich keinen auswärtigen Sex haben sollte. Ich kann mit dieser Einstellung leben, wenn sie auch gelebt wird, d.h. wenn jemand, der gebunden ist und diesen Standpunkt auch vertritt eben nicht rumhurt. Nur viele tun es nicht, sagen aber, sie würden ihren “Freund” sofort verlassen, wenn sie erführen, daß dieser mal fremde Früchte nascht.

Ich frage mich dann: “Von welchem Freund spricht der?” Er kann nämlich keinen Freund haben. Mit Freunden geht man so nämlich nicht um. Da fehlt der Respekt, da fehlt die Bereitschaft zur Vergebung, da fehlt die Bereitschaft zum Kompromiss. Das ist schlichtweg gelebte Bigotterie.

Ihr denkt, nur weil Ihr schwul seid, wäret Ihr automatisch tolerant? Was ist das denn für eine verlogene Annahme? Auch Schwule sind bigott, falsch, verlogen, engstirnig etc. oder können es sein.

Ein Mann, der sowas wie das obengenannte, erwähnt, hat in meinen Augen keinen Freund, sondern einen bevorzugten Beischlafpartner, vielleicht auch einen Mitbewohner, wenn man zusammen lebt, aber eben mangels Respekt, Vergebungs- und Kompromissbereischaft, mangels Treue keinen Freund. In meinen Augen verleugnet er seinen Partner auch, da er ihn gering schätzt, nicht als ebenbürtig und gleichberechtigt sieht. Wer sich die Freiheit nimmt, mit Dritten rumzuficken, muß auch den Kompromiss eingehen, dieses seinem Partner zuzugestehen. Ob der es dann tut, sei ihm überlassen.

Einem Freund zollt man auf jedem Fall Respekt, man vertraut ihm, verzeiht (nicht alles, da hat jeder seine individuellen Grenzen), schließt eben Kompromisse. Man macht seinen Freund nicht nieder, verleugnet ihn nicht, macht ihn nicht zur Schnecke - wenn er ’s nicht verdient hat!

Polygamie ist für mich auf jeden Fall kein Grund, meinen Freund zur Schnecke zu machen - so lange er mich nicht verleugnet oder mein Vertrauen missbraucht. Dazu gehört auch die Verantwortung und Fürsorge in der Partnerschaft in puncto Geschlechtskrankheiten.

Ich wäre nicht bereit, eine Beziehung zu nichte zu machen, die ich mir seit November 1996 mühsam aufgebaut habe, wg. einer Lapalie. Da braucht es schwerwiegende Gründe, die unverzeihlich sind und das Band des Vertrauens unwiderruflich zerstört haben.

Eine Partnerschaft ist ein Bündnis, ein Vertrag, den man miteinander schließt, ohne ihn aussprechen zu müssen. Dieses Bündnis hat Regeln und die Basis jener Eigenschaften, die ich oben gelistet habe.

Noch ein Rat an die youngsters und Bubis: Sagt nicht so leichtfertig: “Niemals nie würde ich meinen Freund betrügen und fremd gehen!” Seid lieber vorsichtig mit solchen Aussagen, macht Eure Erfahrungen, lebt. Aber seid um Gottes Willen nicht so vorlaut und -eilig mit Behauptungen und Eiden bei der Hand, die Ihr später vielleicht nicht bewahrheiten und dann in Folge bereuen könntet. Denn das müsst Ihr tun: Euch finden im Leben, Euren Platz, Euch behaupten und bewahrheiten. Das nennt man dann Treue zu sich selbst!

Pädophilie & Kinderpornographie

Ein immer heikles und besonders mit dem Schwul-sein assoziiertes Thema ist die Pädophilie. Sie ist trotz Schutzalters und verschiedener Strafgesetze nicht zu beseitigen, sondern scheint ein tief in uns Menschen bzw. vor allem in uns Männern verankertes (Fehl-)Verhalten sexueller Natur zu sein. Warum nun vor allem Schwule immer wieder mit Kinderschändern in einem Atemzug genannt werden, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Wenn ein Fall publik wird, so sind es nicht selten verheiratete Männer, meist sogar die eigenen Väter, die ihre Kinder (nicht nur die Söhne, was eindeutig unschwul ist) vergewaltigen (Mißbrauch klingt mir irgendwie zu harmlos: als würde man ein Küchengerät zweckentfremdet verwenden, was dieses Verbrechen banalisiert bzw. die Opfer auch noch verdinglicht!).

Der Brockhaus sagt folgendes dazu:

Pädophilie,
Bezeichnung für das sexuelle Interesse erwachsener Männer oder Frauen, das sich auf Kinder und Jugendliche richtet. Gesellschaft und Recht schützen Kinder und Jugendliche vor Pädophilie, weil Erwachsene ihnen körperlich, finanziell und in ihrer Überzeugungskraft meist stark überlegen sind und weil viele Kinder und Jugendliche aus Angst, Unsicherheit oder Hilflosigkeit zu sexuellen Handlungen gedrängt werden können, die sie nicht wollen und die ihnen schaden (Schutzalter, Sextourismus, sexueller Missbrauch). Menschen mit pädophiler Sexualität dürfen diese nur in Rollenspielen mit anderen Erwachsenen straffrei ausleben. “

© 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG

… und verweist auf die in Klammern genannten Einträge.

Schutzalter.
Sexuelle Handlungen an und mit Kindern unter 14 Jahren sind in Deutschland grundsätzlich verboten und nach § 176 Strafgesetzbuch (StGB; Anmerk. des Zitierenden) strafbar. Die Grenze von 14 Jahren nennt man absolutes Schutzalter. Für Personen, die Jugendliche erziehen, ausbilden, beaufsichtigen oder betreuen, ist deren Schutzalter auf 16 Jahre, für Eltern und Adoptiveltern auf 18 Jahre heraufgesetzt. Ansonsten machen sich Erwachsene strafbar, wenn sie die Unerfahrenheit oder eine Zwangslage von Jugendlichen für sexuelle Handlungen ausnutzen oder den Jugendlichen Geld für sexuelle Handlungen anbieten (§ 182 Strafgesetzbuch). Es spielt keine Rolle, ob ein Mann oder eine Frau der Täter ist, ob der Täter selbst sexuelle Handlungen vornimmt, ob er sie von dem Kind oder Jugendlichen vornehmen lässt oder ob ein anderer Erwachsener dies an seiner Stelle tut. In allen Fällen sind Mädchen wie Jungen geschützt.

© 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG

Leider ist das oftmals nur die Theorie! Wenn man sich im Netz umschaut, gibt es reichlich Angebote für diese und andere sexuelle “Spielarten” (Ich nutze dieses Wort, wohlweislich das es zu harmlos bzw. verharmlosend ist, deshalb habe ich es auch in Anführungzeichen gesetzt, doch da ich mich hier nun nicht mehr nur auf die Vergewaltigung von Kindern und Jugendlichen beziehe, sondern auch auf Dinge bzw. Spielarten, die nicht kriminell sind sondern allenfalls anderen (u.a. mir) pervers und abartig erscheinen bzw. nicht anregend, kann ich nicht generell von Verbrechen sprechen.) Es gibt zu viele (also mind. eins) Angebote, wo Kinderschänder und andere Leute ihre Triebe befriedigen können, und an denen nicht selten auch große Firmen mitverdienen - und sei es nur, daß sie bei der Kreditkartenabzocke mitmachen.

Was hat das jetzt mit Schwul-sein zu tun? Nun, wenn man es aufmerksam gelesen hat, dann nicht sehr viel, aber doch ausreichend, als daß man sich bisweilen mit derartigen (grundlosen) Anschuldigungen konfrontiert sieht. Schwul bedeutet für nicht wenige = Kinderschänder.

Was mich dabei auch erschreckt, daß viele Kindersexseiten auch in große Suchmaschinen wie Google oder Yahoo eingetragen sind und so für jede/-n Interresierte/-n aufzufinden sind. (⇒ sh. auch)

Nachtrag vom 06.10.’06: Was auch sehr schwer ist, ist die Grenze zu ziehen zwischen dem, was als krankhaft gelten kann und was nicht. Ich weiß nicht, ob man Pädophilie als Krankheit behandeln soll oder nicht. Denn wer sagt einem, daß man nicht auch Schwulsein dann als Krankheit betrachten muß? Ich will damit nicht sagen, daß Pädophilie straffrei sein soll - nur ist es eine Krankheit? Oder ist es eine echte sexuelle Neigung, die von der (vermeintlichen) Unschuld der Kinder geweckt wird? Ist es vielleicht auch basierend auf natürlichen Schutz- bzw. Beschützerinstinkten beruhend?

So oder so: man beeinflußt mit dem Ausleben seiner Pädophilie Menschen, die noch in der Entwicklung sind, und eventuell noch keine klare Vorstellung von ihrem eigenen sexuellen Ego haben. Man nutzt den Vorteil schamlos aus, den man als Erwachsener hat - nämlich eine größere Lebenserfahrung. Selbst wenn das Kind zustimmen sollte - wieso tut es dieses? Womit wurde es gelockt? Womit hat man gedroht? Gibt es eine Beziehung dieser Art ohne Abhängigkeiten? Kann ein Kind wahrhaftig einschätzen, worauf es sich einlässt?

Zwar werden Kinder auch oft unterschätzt - aber ich denke, man sollte in Sachen Pädophilie und all ihren Spielarten Kinder beschützen (auch vor sich selbst!).