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Shadowmarch
Wie soll ich nur anfangen?
In den letzten drei Wochen habe ich die bisher zwei erschienenen Romane der Shadowmarch-Trilogie gelesen. Und ich muß sagen: ich bin hin und weg.
Das Werk ist von einer Tiefe und Breite und Vielschichtigkeit, die man bei Tad Williams schon im Drachenbeinthron-Zyklus erlebt hat. Doch in Shadowmarch wird richtig klar, daß - wenn es Elfen oder ähnliche Wesen gibt - so gibt es nichts, was uns dazu verleiten sollte nach ihnen zu suchen und ihre Nähe herbeizusehnen. Sie müssen schrecklich sein.
Die Sithi aus der Drachenbeinthron-Reihe waren nur sonderbar und unmenschlich auf eine sehr sinnenreiche Art und Weise. Die Qar der Shadowmarch-Reihe sind schrecklich.
Und schlimmer noch: die in jener Reihe beschriebenen Götter wirken in den Tempeln jener Welt noch olympisch-menschlich, mächtig aber menschlich, aber in ihrer angerissenen Realität, in der sie schlafen, verbannt aus der Wachen Welt wirken sie schrecklich und man kann sich nur wünschen, daß man ihr Augenmerk nicht auf sich selbst lenkt. Wieviel potenter muß ein einziger Gott sein, der alles geschaffen hat, ob er schläft?
Er muß schrecklich sein, und ich kann mir kaum vorstellen, daß er der Irre ist, den Anne Rice in ihrem Roman “Memnoch der Teufel” skizziert - in einem ewigen Streit mit jenem, der ihm widersprach, ob es denn gut sei, Menschen zu schaffen und ihnen Einlaß ins Himmelreich zu gewähren.
Klingt alttestametarisch, nicht wahr? Diese Furcht vor Gott - in welcher Empfindung man sich nur ducken möchte, verkriechen.
Reden wir uns Gott schön, nett und harmlos?
Zurück zu Shadowmarch: der dritte Band soll Shadowfall heißen. Ich warte schon drauf. Wenn es gut geht, kommt er in ein bis zwei Jahren auf den Markt….
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