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Archive für November 2007
Guess what …
25.11.2007 von Wolf.
… heute lernte ich erst die Faustregel, wie man sich ohne Kalender die Länge der Monate ermittelt (also 31 Tage oder nicht). Wieso muß ich erst fast 31 (sic!) Jahre alt werden, eh mir mal ein gütiger Mensch erklärt, wie diese Regel funktioniert?
Fasziniert habe ich immer wieder beobachtet, wie Menschen in meiner Umgebung dieses lustige Abzählspielchen mit den Fingerknöcheln auf dem Handrücken ausübten, aber glaubt Ihr, ich wußte wie sie es tun?
Im übrigen gibt es 7 Monate à 31 Tage, 4 à 30 und 1 à 28 bzw. im Schaltjahr 29. Und davon folgen 2mal 31er Monate direkt aufeinander (Dezember/Januar und Juli/August).
Ich muß ehrlich sagen, der Auenlandkalender ist weniger knifflig: jeder Monat hat 30 Tage und die überzähligen 5 Tage (12 mal 30 sind 360 + 5 = 365) sind außerhalb der Monate angesiedelt und markieren das Jahresendfest (Jul) und die Jahresmitte. Und dann wird in Schaltjahren in die Jahresmitte noch ein Tag eingefügt. Fertig!
Vielleicht bekommen wir ja nochmal eine Tolkiensche Kalenderreform. Ggf. wenn die EU über die Abschaffung der Sommerzeit entscheidet …
Geschrieben in Literatur, Kulturelles und so | Drucken | Keine Kommentare »
Mindestlohn?!
18.11.2007 von Wolf.
Kürzlich verloren wir unseren Arbeits- und Sozialminister mitunter auch (entgegen seiner persönlichen Angaben), weil sein Herzensanliegen, der gesetzliche Mindestlohn, ohne Chance in dieser Koalition zu sein scheint.
M. E. hatte er durchaus mindestens ein gutes Argument für einen gesetzlichen Mindestlohn: es ist nicht einzusehen, wieso Arbeitgeber zu Lasten des Steuerzahlers ihre Lohnkosten niedrig halten dürfen sollen, und ihre Angestellten teils quasi dazu zwingen, staatliche Hilfen in Anspruch zunehmen - zusätzlich zu ihrem Arbeitsentgelt.
Eine Person, die vollzeitbeschäftigt ist, sollte meines Erachtens weder dazu gezwungen sein, zusätzlich staatliche Unterstützung beantragen zu müssen, noch sich eine Nebentätigkeit zu suchen, um über die Runden zu kommen.
Es kann nicht Aufgabe des Sozialstaates sein, verdeckte Lohnsubventionen zu zahlen - oder überhaupt welche. Lohnsubventionen sind meines Erachtens das schlimmste, was ein Staat leisten kann. Wenn ein Unternehmen sich keine Angestellten leisten kann, dann kann es das eben nicht. Fertig aus! Dann ist in diesem Unternehmen eben nur der Unternehmer selbst beschäftigt. Ein Unternehmer trägt eben das Risiko Personalkosten. Es darf ihm nicht erlaubt werden, dieses Risiko zu verstaatlichen, ohne die Allgemeinheit entsprechend am Gewinn des Unternehmens zu beteiligen.
Diesem Prinzip folgend, fände ich es extrem spannend, was der Staat an Einnahmen gewinnen könnte, stellte er den Unternehmen unmittelbare und mittelbare Lohnsubventionen entsprechend in Rechnung.
Wenn Unternehmen hingegen behaupten (eigentlich sind es ja meist die Lobbyverbände, die nicht immer im Sinne der Vertretenen handeln), wenn der Gesetzgeber einen Mindestlohn vorschreibe, müssten sie Leute entlassen, dann sollten sie das ruhig tun
Vielleicht kann man aber auch im Gegenzug zur Einführung eines Mindestlohns mal schauen, ob nicht wirklich an anderer Stelle die Wirtschaft entlastet werden kann: die Politik ist dann auch gefordert, einen echten Interessenausgleich herbei zu führen. Denn nicht nur die Interessen der Wirtschaft sind legitim: Wirtschaftsunternehmen haben kein Stimmrecht. Sondern alle Arbeitnehmer haben m.E. das Recht, von den Einnahmen aus ihrer Erwerbstätigkeit leben zu können - d.h. sich auch über das Einfachste (Wohnung, Kleidung, Nahrung) hinaus ein wenig Luxus zu leisten (d.h. nicht unbedingt jährlich einen Diamantring, sondern eben Urlaub, Teilhabe am Kulturleben, sportliche Betätigung im Verein, Kinderkrippen, VHS-Kurse etc. pp.). Leben heißt mehr als nur das blanke Überleben zu sichern. Wieso gibt es Leute, die anderen die simpelsten Vergnügungen versagen wollen?
Wer behauptet, unter den gegebenen Umständen sei ein Mindestlohn nicht finanzierbar, sollte vielleicht auch mal darüber nachdenken, wie er ihn finanzierbar machen könnte.
Zumal andere europäische Staaten es vorgemacht haben, kann es eigentlich nicht wahr sein, daß dieses unmöglich wäre.
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Vor circa einer Stunde …
17.11.2007 von Wolf.
stolperte ich mal wieder über ein Zitat, das mir schon früher begegnet ist:
“An die dumme Stirne gehört als Argument von Rechts wegen die geballte Faust”
Vorsichtig ausgedrückt wird dieses Zitat gemeinhin Friedrich Nietzsche zugeordnet. Es soll aus dem Werk “Menschliches, Allzumenschliches – Ein Buch für freie Geister” stammen. Dem Wikipediaartikel, den ich hier verlinkte, sind keine Zitate angefügt, so daß es auf diese Art nicht verifizierbar ist. Sei’s drum.
Ob es nun von Nietzsche stammt oder nicht, kann mir vielleicht jemand anderes bestätigen oder eben nicht. Worum es mir eigentlich geht, ist die Aussage dieses Satzes:
- M. E. ist eine geballte Faust kein Argument, auch wenn es hier und da heißt: lasst die Fäuste sprechen … oder die Waffen. Vielmehr ist das immer das klare Zeichen des Versagens von Argumenten …
- Ich kann den Drang, bei geballter Dummheit manchmal geballte andere Dinge (eben auch Fäuste) dem entgegen zu setzen, durchaus nachvollziehen. Was nicht heißt, daß ich es gut heiße, da ich ja auch nicht weiß, ob ich nicht Ziel der Attacke sein soll und ich mir nicht schon wieder eine neue Brille leisten kann …
- Prinzipiell ist es mit Zitaten, wie ich schon an anderer Stelle in diesem blog erklärte nicht selten nicht weit her: durch das Herausziehen aus dem Kontext wird die Botschaft oft verfälscht. Nicht selten stellte sich heraus, daß die zitierte Person, so sie denn erstmal korrekt ermittelt wurde, das genaue Gegenteil behauptete.
Davon abgesehen, kann man auch durchaus als Normalsterblicher mal einem Philosophen widersprechen. Auch wenn es ein wenig unfair ist, da sich Nietzsche nicht mehr wehren kann ….
Geschrieben in Literatur, Internet, Politik un' so'n Kram, Sprache | Drucken | Keine Kommentare »
kontinuierliche Selbstreflexion
17.11.2007 von Wolf.
… der vorige Beitrag ist auch wieder ein Stück Selbstreflexion: wer sind die anderen, wer bin ich?
Was habe ich bisher erreicht? Muß ich mich an den anderen messen bzw. tue ich es? Was gebe ich von mir wann und wo preis?
Wenn ich mir anschaue, was ich auf diesen Blogseiten über mich erzähle, was ich auf meiner Internetseite berichte, was wo über mich steht … das ist allerhand.
Aber sei’s drum. Ich habe mich dafür entschieden - und werde auch mit den Selbstzweifeln, die dazu gehören, dieses fortsetzen.
Dazu was ich erreicht habe: ich stehe auf eigenen Füßen. Ich habe mein Leben nach der Schule selbst in die Hand genommen, natürlich auch Fehler gemacht, gelernt etc. pp. Wie erfolgreich ich nun war, kommt nicht auch zuletzt auf den angelegten Maßstab an, gell?
Geschrieben in Internet, Politik un' so'n Kram, Das Leben, das Universum und der ganze Rest | Drucken | Keine Kommentare »
Ich habe heute mal gegooglet …
15.11.2007 von Wolf.
… ich dachte mir, ich könnte ein bis zwei Stunden meines Urlaubs mitunter mal darauf verwenden, wie sich ehemalige Mitschüler im Internet präsentieren … auch so im Vergleich zu mir. Und was musste ich feststellen?
Wenn ich genau gezählt habe, konnte ich gerade mal zwei e-Mail-Adressen ausmachen, von denen nicht mal klar war, ob die aktuell sind. Darüber hinaus fand ich eine Ex-Mitschülerin, die scheinbar an der TU Braunschweig Doctrix für Chemie ist. Nur bin ich nicht sicher. Es gab keinen Lebenslauf und / oder andere Dinge, die eine Identifizierung eindeutig zuließen. Eine Person konnte ich hingegen eindeutig identifizieren als wissenschaftl. Mitarbeiterin an der Uni Hannover im Bereich Bau- und Konstruktionswesen … oder wie das heißen mag. Sie hatte eine eigene Profil-Seite als Mitarbeiterin mit Photo. Von einer anderen erfuhr ich indirekt, daß sie zumindest 2004 als Referendarin an einer Hildesheimer Schule anfing, aber das war nur aus einem Beitrag einer Schüler- oder Elternzeitung, die online verfügbar war, keine eigene Webpage. Was ich darüber hinaus gefunden habe, sind Profilseiten bei StayFriends … immerhin sechs bis acht, wobei ich nicht ganz verstehe, wer unseren ehemaligen Gemeinschaftskunde-Lehrer mit bei den Abiturienten eingetragen hat … ein Scherz?
Ich frage mich jetzt: liegt das an meiner Sucheingabe oder an Google? Oder ist es vielleicht eher so, daß die Tendenz abnimmt, private Webseiten zu erstellen? Ich dachte, es sei zunehmend üblich zumindest an Schulen und Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen eine kleine Profilseite der Mitarbeiter zu erstellen mit Lehr- bzw. Forschungsschwerpunkten und mind. einem CV. Wie es scheint, ist dem nicht so.
Wie auch immer. Im Übrigen stellt dieser Beitrag keine Aufforderung dar, mich nun mit Mails oder dergleichen zu bombadieren. Es hat mich nur überrascht, daß ich von keinem anderen eine Webseite oder einen Blog fand, geschweige denn beides. Und wie gesagt: nur von einer einzigen fand ich eine derartige Mitarbeiter-Seite.
Es mag natürlich auch daran liegen, daß es kein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis bei den anderen gibt. Zeit jedenfalls ist kein Argument aus meiner Sicht: was man für wichtig erachtet, dem widmet man seine Zeit. Sollte einer meiner Ex-Mitschüler Psychologie studiert haben, so sei ihm/ihr gesagt: spar Dir Deine Analyse des hier Geschriebenen.
Andererseits: auch wenn ich in meinem sonstigen Bekanntenkreis herumschaue, haben nur wenige eine eigene Webseite, auch von den (ehemaligen) Studenten. Meist findet man “nur” Profilseiten bei Kontaktbörsen, wenn überhaupt … und dort sind nicht selten die entsprechenden Loginnamen so kryptisch, daß man erst durch ansehen der Bilder darauf kommt, wer dahintersteckt - wenn denn Bilder hinterlegt sind.
Das hängt natürlich auch mit der Entwicklung des Internet an sich zusammen. Selbst wenn man heutzutage fast gängigerweise einen Anschluß und zumindest eine Emailadresse hat, so heißt das noch lange nicht, daß man sich auch eine Webseite erstellt.
Einige private Webseiten verschwinden natürlich auch wieder nach einiger Zeit. Hier ist dann auch wieder die Sinnfrage nach privaten websites und blogs angebracht.
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