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1&1
Blogroll
Empfehlung
persönlich
His Dark Materials … die 2te
Mittlerweile habe ich die Lektüre der Trilogie Pullmans abgeschlossen.
a) Sie ist doch noch eine runde Sache geworden: Mr Pullman scheint eventuell dazu zu neigen, nicht unbedingt zu früh sein Pulver zu verschießen. Die Rollen der Mulefa, des Lords Asriel und Mrs Coulters sind alle noch aufgeklärt worden:
1. Lord Asriel, der m. E. niemals der strahlende Held werden konnte, nachdem er am Ende des ersten Bandes (Der Goldene Kompass) die Schuld am Tode Rogers, Lyras ehemaligem Spielkameraden aus Oxford, auf sich geladen hatte, starb im Ringkampf mit dem himmlischen Chefinquisitor am Abgrund.
2. Mrs Coulter, Lyras Mutter, unterstützte Lord Asriel nach ihrem schier undurchsichtigen Intrigenspiel im Kampf gegen das Himmelreich und starb mit ihrem Geliebten zusammen.
3. Die Mulefa, deren Rolle in der ganzen Handlung mir recht unklar war, bekamen am Ende noch ihre “Sprechrolle”. Zumindest wurde klar, wieso es wichtig war, daß Mary Malone ihre Staubbeobachtung dort machte. Allerdings passt der Titel des dritten Bandes nicht wirklich: das Bernstein-Teleskop war zwar eine wichtige Hilfe für Dr. Malone bei ihren Beobachtungen zum Staub, aber es war m. E. ein weniger wichtiges Instrument als das Magische Messer oder der “Goldene Kompass”, also das Alethiometer.
b) Ganz klar wurde mir jedoch nicht, wie das mit den Dæmonen bei Menschen aus Wills Welt funktionierte, wenn sie in Lyras Welt waren (wo Mary Malone nie war, aber Will und sein Vater). Wie entdeckten diese zwei Ihre Dæmonen bzw. wie geschah es bei Wills Vater und wieso konnte niemand Wills Dæmon sehen, als dieser in Lyras Welt war? Dort scheint mir noch eine kleine Ungereimtheit verborgen zu sein.
c) Ansonsten denke ich, man sollte Pullmans Meinung zu Tolkien leer im Raum stehen lassen. Er hat sich geäußert und hätte nach Meinung manch anderer Personen besser schweigen sollen in diesem Punkt. Sei’s wie’s ist, man muß seine Meinung ja nicht teilen.
Ideenreich ist die Trilogie definitiv. Aber ich denke, hier und da wäre manches noch interessant gewesen, es näher auszuführen.
Irgendwie ist ja auch seine “Gottes”-Version recht irritierend. Seine Trennung zwischen “Gott” und Schöpfer ist nicht so ohne weiteres leicht zu verdauen. Macht den Atheismus seines Werkes aber andererseits auch wiederum erträglicher. Er äußert sich in Bezug auf den Schöpfer im Laufe der Bücher nur insofern, als daß niemand sagen könne, wer verantwortlich für die Schöpfung zeichne, ob es überhaupt eine Person oder dergl. gäbe, die alle Welten erschaffen habe. Man wußte nur, daß das Wesen, daß in jener Trilogie “Gott” genannt wurde, es nicht gewesen sei.
Wer immer sich uns gegenüber als “Gott” offenbart: wir sollten vielleicht skeptisch sein. Vor allem, wenn er / sie ein Raumschiff fordert (vergl. STAR TREK V) oder senil vor sich brabbelt.
Der echte GOTT sollte nicht senil werden können oder Raumschiffe brauchen, oder aber wir sollten uns warm anziehen!
Vergl. ⇒ HDM; Kirche vs. Fantasy?; Shadowmarch
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