| S | M | D | M | D | F | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Jan | Mrz » | |||||
| 1 | 2 | |||||
| 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
| 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 |
| 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 |
| 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | |
- Berlin (6)
- blogs (11)
- Buchhandel & Arbeit (8)
- communities (8)
- Das Leben, das Universum und der ganze Rest (62)
- Datenschutz (6)
- Glaube, Religion und Kirche (8)
- Internet-PC (33)
- Keine Panik! (4)
- Kulturelles und so (48)
- Literatur (40)
- persönlich (1)
- Politik un' so'n Kram (54)
- Schwul (9)
- Software (1)
- Sprache (19)
- Tod (9)
- Websites (7)
- wolframs (1)
blogs
persönlich
Websites
- August 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- September 2007
- April 2007
- Februar 2007
- Dezember 2006
- November 2006
Religion(en), Kirche(n) und Phantastik …
Beim Übertragen der letzten drei Beiträge, die einst auf meiner normalen Webseite (⇒ en-shandra.de) platziert waren, fiel mir auf, daß man in vielen phantastischen Werken Bezüge zu Religion und Kirche findet: ganz offensichtlich in “The Chronicles of Narnia” (C. S. Lewis) , “His Dark Materials” (Philip Pullman) und “The Prince of Nothing” (R. Scott Bakker) sowie “The Vampyre Chronicles” (Anne Rice). Etwas versteckter oder indirekter findet man die Bezüge bei Tad Williams (”Shadowmarch”, “Dragonbone Chair”, “Burning Man”), bis man sie schließlich schnell überliest (Joanne K. Rowling mit “Harry Potter” und John Ronald Reuel Tolkien mit “The Silmarillion” und “Lord of the Rings” [letzterer sucht nur nach einem alternativen Enstehungsmythos und einer Welterklärung außerhalb nach England importierter Mythen]).
Dennoch sind überall Bezüge zur Religion oder Kirche und sie sind nicht immer so krass atheistisch wie in “His Dark Materials” oder so offensichtlich messianisch wie in “The Chronicles of Narnia”. Anne Rice läßt ihre Leser hingegen allein am Verstand und der Ernsthaftigkeit Gottes (und des Teufels) zweifeln, der in einem harmlos anmutenden Streit mit einem seiner Engel ein alter Rechthaber ist (sie schlägt hier im übrigen eher der jüdischen Tradition nach, worin Satan zwar Gott widerspricht, aber ihm dennoch dient und irgendwie auch freundschaftlich zugeneigt scheint). Tad Williams hingegen lässt Misstrauen gegenüber jenen aufkommen, die die alten Göttergeschichten weitertragen und weitererzählen, sie ausschmücken, abändern und schließlich zu Lügen verkommen lassen, während die Götter selbst sich darum nicht scheren und man froh sein kann, daß sie einen nicht beachten … nicht so sehr …
GOTT … und Religion an sich, sind immer wieder - teils auch nur indirekt, Gegenstand der phantastischen Literatur … wieso?
Wird von jenen, die phantastische Literatur verfassen, GOTT so innig verehrt … oder gefürchtet? … was bewegt einen, sich wieder und wieder mit GOTT, der GOTTwerdung von Menschen, der Menschwerdung GOTTes etc. zu befassen? Was treibt diese Leute um? Und wieso geschieht das so häufig in jener Literaturgattung, die gemeinhin als trivial betrachtet wird? Ist GOTT trivial?
Ich muß zugeben: nicht selten sind in der phantastischen Literatur alte Mythen nicht nur aufgegriffen, sondern teils total verquast wiedergegeben oder komplett umgeschrieben. Einige Autoren nutzen sie als Versatzstücke, biegen sie zurecht, bis sie unkenntlich werden und passen sie ihren Bedürfnissen an.
Nicht selten existieren von alten Mythen mehrere Fassungen: eines der bekanntesten Beispiele findet sich in der Genesis: dort liegen zwei verschiedene Schöpfungsberichte vor. Außerhalb der Bibel existieren weitere Fassungen anderer Geschichten, die wir ansonsten durchaus aus der Bibel kennen.
Aber nicht nur die Bibel wird in modernen phantastischen Werken verwendet, auch antike nicht-christliche Mythen werden immer wieder aufgegriffen, teils neuinterpretiert oder komplett neu geschrieben (vergl. “Die Nebel von Avalon” von Marion Zimmer Bradley u. a.) .
Antwort schreiben
Sie müssen als angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.