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Mindestlohn, Kombilohn …
Zum Thema Mindestlohn/Kombilohn hatte die ARD-Sendung plusminus in ihrer Ausgabe vom 04.03.08 einen höchst interessanten Beitrag. Darin wurden verschiedene Personen in unterschiedlichen Berufsgruppen vorgestellt. Natürlich durften die Wach- und Objektschützer nicht fehlen, aber es gab bspw. auch Krankentransporter (im Beitrag einer von den Johannitern) oder Dachdeckergesellen. Viele aus Berufen mit Fachausbildung und Vollzeitstellen sind bei den Ämtern vorstellig, um ihre Löhne im Kombilohnmodell aufzustocken.
Die von ver.di vor allem, aber auch vom DGB allgemein propagierten Mindestlöhne, die an sich eher das Ziel verfolgen, daß der Steuerzahler - also im Endeffekt fast wir alle - die Gehälter der Arbeitnehmer nicht aufstocken müssen, sondern daß der Arbeitgeber voll für seine Personalkosten aufkommt, sind meiner Ansicht nach auf dem richtigeren Weg, nur greifen ihre Bemühungen zu kurz. Plusminus hat errechnet, daß in Deutschland ein Bruttostundenlohn von 13,00 € nötig wäre, damit Arbeitnehmer von ihrer Arbeit Leben können - also daß, was die Politik so gerne verspricht und fordert. 7,50 € pro Stunde sind nur ein erster Schritt, aber zu wenig.
Problem hierbei sind mitunter ab dem nächsten Jahr auch die fallenden Beschränkungen bezüglich des Schutzes des deutschen Arbeitsmarktes gegenüber osteuropäischer Billigarbeiter.
Die Politik könnte angesichts der jüngsten Steueraffäre aber auch noch andere Ziele verfolgen: eine echte Steuervereinfachung. Wenn ich bedenke, daß ich gestern Abend drei Stunden für meine Steuererklärung brauchte ….
Wenn die Politiker dafür sorgten, daß wirklich der breiten Masse nicht mehr soviele Abzüge das ohnehin magere Gehalt noch schmälern, dann könnten auch diese einen Beitrag dazu leisten, daß ihre eigene Propaganda Realität wird: daß Arbeitnehmer vom Lohn ihrer Arbeit wirklich leben können.
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