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Phänomen Jugendsprache
… seit einigen Jahren verucht der Ernst Klett Verlag in seiner Reihe PONS-Wörterbücher die Jugendsprache zu fixieren. Bei einer sehr lustigen Blättergelegenheit in diesem “Werk” in jüngerer Vergangenheit stellten Kollegen und ich fest, daß einige enthaltene Begriffe eigentlich seit Jahr(zehnt)en als umgangssprachliche Begriffe im DUDEN fehlen - sie sind eigentlich nicht (mehr) explizite Jugendsprache. Andere Begriffe haben die Zeit durch die Fixirung im Jugendsprachewörterbuch scheinbar überdauert, dritte wiederum waren allen beteiligten Kollegen fremd (auch der Azubine) und hätten daher m. E. einen redaktionellen Zusatz verdient, in welcher Bevölkerungsgruppe (soziologisch, herkunftsabhängig oder auch regionale Beschränkungen) sie vorwiegend Anwendung finden.
Es schien auch teilweise, daß Begriffe nicht wirklich im Umlauf waren, sondern eher Konstrukte sind, mit denen die Redaktion gelinkt wurde …
Vor allem fehlten diesen Begriffen Erklärungen zur Entstehung. Auch nur ansatzweise Versuche wären diesbezüglich ja schon interessant. Ich bin teils mit Begriffen konfrontiert worden, als ich nach Berlin kam, die mir zuvor vollkommen fremd waren. Bestes Bsp. ist der Begriff “dissen”, ein Verb, das in der Bedeutung ein wenig in Richtung “mobbing” geht.
Vielleicht kann mich ja mal einer in Bezug auf dieses und jenes aufklären …
So interessant das Unterfangen auch sein mag, den Sprachschatz einer Generation fixieren zu wollen, sowohl um damit Geld zu machen als auch um eine echt Hilfe bei der Verständigung zu bieten, so finde ich das ganze doch irgendwie auch reichlich überflüssig. Schließlich ist die Sprache der Jugend genauso vergänglich wie die Jugend selbst. Nur geglückte Wortschöpfungen gehen schließlich in die Umgangssprache ein.
Was mich in diesem Zusammenhang manchmal wesentlich eher interessierte: Wieso reden sich Teenager mit “Alter” an?
1 Antwort auf “Phänomen Jugendsprache”
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15.5.2008 bei 15:24
‘Wieso reden sich Teenager mit “Alter” an?’
Reines Wunschdenken, trotz des Verhaltens nicht mehr als Kind eingestuft zu werden