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Lullaby
12.5.2008 von Wolf.
…. Chuck Palahniuk hat ein hübsches fieses kleines Buch geschrieben (er hat natürlich mehr als eines geschrieben): Lullaby - in deutscher Übersetzung bei Goldmann erschienen (EAN/ISBN: 97839442542197; Preis: € 7,95).
Dieses hübsche fiese Machwerk erzählt von einem Reporter, der auf Grund von Recherchearbeiten zu einer Serie zum plötzlichen Kindstod auf ein altes Wiegenlied stößt, das den Tod bringt. Der Adressat schläft ein und wacht nie mehr auf! Das dumme nur: wer das Wiegenlied einmal gelesen hat, dem setzt es sich im Kopf fest und bei jeder Rezitation - selbst nur in Gedanken - geht wieder jemand hops. Der Held des Buches will es anfangs nicht wahr haben und probiert es am ihm vorgesetzten Redakteur aus … am nächsten Morgen erscheint der nicht zur Arbeit, Tage später wird er tot in seiner Wohnung aufgefunden. Mittlerweile hat sich aber der Prozess verselbständigt und Leichen ohne erkennbare Todesursache pflastern den Weg des Reporters: die zu lauten Nachbarn, Leute die ihn in der U-Bahn anrempeln … urkomisch.
Doch der Reporter ist nicht allein und zusammen mit einer schrillen Immobilienmaklerin, die Spukhäuser verkauft und ebenfalls das Wiegenlied kennt (sie hat tatsächlich ihren Sohn versehentlich damit getötet und später ihren Mann, um ihre Theorie zu überprüfen), reist der Reporter durch die Staaten um alle Bücher aufzutreiben, in denen das Wiegenlied abgedruckt ist.
Einfach herrlich, amüsant und bitterböse ![]()
Geschrieben in Tod, Literatur, Kulturelles und so | Drucken | Keine Kommentare »