ein neues Geschreibsel von Bohlen

… Herr Bohlen ließ erneut Bäume sterben für Mitteilungen, die die Welt nicht braucht. Und Heyne hat wieder mitgemacht.

Ich bin mittlerweile - auch angesichts der jährlichen Titelflut bei den Verlagen - mehr denn je für eine echte Zensur. Das auch im Hinblick auf die Klimakatastrophe, die uns noch bevorsteht (damit meine ich jenen vorläufigen Kollaps des Ökosystems, bis sich die Erde von homo sapiens erholt hat).

Vielleicht reicht auch schon eine Strafgebühr von nur einem Cent für jedes Gramm Papier, das mit Schwachsinn bedruckt wird (dann kann Herr Döpfner einpacken).

Wow, was für ein wahnsinniger Gedanke: eine Zensurbehörde, die alle Publikationen auf ihren intellektuellen Wert hin überprüft … das müßte ein gigantischer Apparat sein, der garantiert Vollbeschäftigung verspricht … gleichzeitig dürfte sich die Freiheit des gesprochenen wie des geschriebenen Wortes verflüchtigen. Das ist der Haken an der Sache.

… das geschriebene Wort, die Errungenschaft, daß nahezu jeder lesen und schreiben kann, daß alles mögliche publik werden kann - dafür ist Blut vergossen worden, dafür sind Menschen von anderen hingerichtet worden, dennoch wurde es Realität.

Dennoch gibt es immer wieder auch Publikationen, die einen riesigen Brechreiz hervorrufen. Wenigstens das muß gesagt werden. Dazu gehören auch Bücher, Zeitungen und Zeitschriften jenseits des Boulevards, jene Erzeugnisse von radikalen Gruppierungen, die gezielt Unfrieden, Zwietracht, Neid und Haß säen. Dagegen ist Herr Bohlen nur lästig und nervtötend - aber ansonsten vollkommen harmlos.

Antwort schreiben

Sie müssen als angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.