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Finanzkrise
Wie alles in den vergangenen 20 Jahren, erhält auch der Zusammenbruch des amerikanischen Hypothekenmarktes eine euphemistische Bezeichnung: Finanzkrise, Krise der Finanzmärkte. Daß diese Krise hausgemacht ist, wird immer wieder verschwiegen. Daß die Finanzmärkte pervertiert sind, indem man auf alles spekuliert wie bei einem Pferderennen, erwähnen die wenigsten. Die Finanzmärkte haben die Bodenhaftung verloren. Alles wird zum Spekulationsgegenstand: eine Brezel, Öl, Getreide, die Gewinne von Unternehmen oder die Unternehmen selbst. Die Bezüge zu Produkten und wirklich geschaffener Werte sind vollkommen verloren.
Marxisten werden natürlich sagen: und wir hatten doch Recht! Stimmt!
Das macht den Marxismus dennoch nicht zur echten Alternative.
Die Abkopplung der Finanzflüsse von Produktion und echter Wertschöpfung hat zum Kollaps geführt, da alle Spekulationen in virtuellen Welten stattfanden. Es wird leider garantiert wieder dazu führen, daß Menschen arbeitslos werden, obwohl sie ehrliche Arbeit leisteten, während jene Finanzjongleure ggf. nur mit einem blauen Auge davon kommen.
Einige Spekulationsarten müssen einfach verboten werden! Sie sind zu riskant für die Volkswirtschaften - zumal die Risiken in jeder Krise sozialisiert werden, während die Gewinne privat bleiben. Der Nutzen (Steuern auf Gewinne) einer Spekulation muß für den Staat im Finanzsäckel spürbar sein - oder die Spekulation verboten werden. Das Prinzip der Verstaatlichung der Risiken darf nicht beibehalten werden, wenn der Staat nicht auch an den Gewinnen beteiligt wird.
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