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Was sind Aktien eigentlich wert?
Wenn man sich derzeitig am Deutschen Aktienmarkt umschaut, kriegen einige das Gruseln, andere jauchzen noch in der Krise der Finanzmärkte und machen einen großen Reibach. Für billiges Geld kann man sich heutzutage in die größte Privatbank einkaufen, deren kleineren börsennotierten Mitbewerber bekommt man fast nachgeschmissen. Milliardenschwere Banken werden an der Börse nicht gemäß ihres eigenen Handels- und Einlagevolumens gemessen, sondern daran ob und wieviel Rendite die Aktien bringen, die momentan fast keiner kaufen will.
Was sind börsennotierte Unternehmen eigentlich wirklich wert?
Vor allem aber erkennt man in dem starren Starren auf die Indizes keinen Stimmungs- und schon gar keinen Gesinnungswechsel der handelnden Personen. Während die Finanzmärkte zusammenbrechen, bringen Broker ihre Schäfchen ins trockene und zocken mit den Kapitalruinen weiter - andere verlieren Haus, Hof, Altersvorsorge und sonst nicht was, dritte werfen sich vor die Züge (die armen Lokführer!).
Die Tarifverhandlungen in verschiedenen Branchen und Arbeitsbereichen geraten mit Verweis auf die Finanzkrise unter Druck. Hier wird Druck gemacht und da und dort und überall. Verlierer sind wie immer die kleinen Angestellten, Leiharbeiter (VW kündigt angeblich allen), Tagelöhner etc. HartzIV-Empfänger geraten noch weiter unter Druck, Politiker (bspw. Herr Mißfelder und Konsorten) schüren den Sozialneid in den unteren Schichten und reden das Wort vom unnützen Stützeempfänger.
Sehr schön bzw. informativ war eine im gestrigen 3sat-Programm ausgestrahlte Sendung von und mit Herrn Scobel über die Gerechtigkeit in der Gesellschaft und die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in Deutschland. Diese Gerechtigkeit existiert schlichtweg nicht!
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