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Archive für Oktober 2009
Datenschutz? - Dü gübt’s hür nüch …
25.10.2009 von Wolf.
Nun also SchülerVZ … eine Datenschutzlücke nach der anderen tut sich auf. Warum? Weil Unternehmen mitunter daran verdienen, Adreßdaten zu verkaufen. Ihr glaubt doch nicht etwa, daß der Milliardengewinn bei Google auf koschere Art und Weise zustande kam? Mitunter haben die sicherlich auch kräftig am Datenhandel verdient. Wenn man alle am Markt tätigen Unternehmen durchleuchtete, käme man sicherlich sehr schnell auf viele mitunter auch mehr oder minder bekannte Unternehmen, die da auf dreckige Art und Weise Geschäfte machen. Geld regiert die Welt.
Datenschutz ist oftmals reine Makulatur. Man kann fast davon ausgehen, daß jene, von denen nix bekannt geworden ist, bisher einfach alles ganz gut und sauber verheimlicht haben.
So, wie unser Bundesinnenminister alle Bürger unter Generalverdacht bzgl. Geldwäsche, Kinderpornographie oder Terrorismus stellt, so dürfen wir die komplette Wirtschaft unter den Generalverdacht des Adreßhandels stellen. Ich frage mich nur - wer kauft solch wertlose Daten noch? Auch dieses ist doch mittlerweile nur noch pure Geldentwertung. Die ganzen Daten, die da gehandelt werden, sind doch im Prinzip absolut wertlos. Wer reagiert noch auf Werbung?
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Gesetzgeber …
18.10.2009 von Wolf.
Zuletzt erschien ja bei Rowohlt von Ralf König der Archetyp, die Ralf-König-Version von Noahs Bau der Arche und der Sintflut …
Anbei habe ich Euch einen Link für eine Geschichte gelegt, die so offenbar nur auf seiner Webseite existiert bzw. in einer Anthologie mehrerer Comic-Künstler: der Gesetzgeber. Ralf König adaptiert in letzter Zeit häufiger biblische Geschichten … in jener vom “Gesetzgeber” ist es die Geschichte Moses’ auf dem Berg Sinai. Jene Episode, wie die jüdisch-christliche “Wertegemeinschaft” zu Ihren zehn Geboten kam.
GOTT ist bei Ralf König allein der von seiner menschlichen Schöpfung angenervte. ER findet Gefallen an SEINER Arbeit. Das hat GOTT manchem Menschen offenbar voraus. ![]()
Das Gottesbild bei Ralf König ist ein ganz anderes, aufgeklärteres, abgeklärt vermutlich auch … und da ist kein GOTT, den man fürchten muß, in seiner Rachsucht, seiner Dominanz und seinem Herrschaftsanspruch. Letztlich karikiert König auch hier wieder nur den Menschen in seiner Engstirnigkeit, seiner Hilflosigkeit, das Leben ohne eingemeißelte Leitplanken zu meistern. Gesetze und Vorschriften statt Freiheit und Einsicht … typisch deutsch? Ist es wirklich nur deutsch? Oder ist es nicht typisch menschlich … Wir fallen wieder auf Kant zurück, Rousseau, Descartes und damit auf andere, ältere Philosophen ….
Der Mensch als Neidhammel, der Mensch als Miesepeter, der Mensch als Herrschaftssüchtiger - der Mensch kurzum in seiner vollständigen Unvollkommenheit und Ignoranz. Wieso treiben Mißgunst und Neid uns soweit?
… und weil Ralf König so schön ist, noch einer: Hommage an Loriot und Shakespeare.
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… mail.ru
16.10.2009 von Wolf.
nur mal so zur Info: ich lösche kategorisch registrierte Nutzer, deren Mailadressen mir “spanisch” vorkommen und gerne für Spamversand genutzt werden. Ich kenne da kein Pardon! Vor allem bunt gemischte Buchstaben-Zahlen-Kombinationen, die ganz offensichtlich nicht aus menschlicher Hand stammen, werden eiskalt gelöscht. … mail.ru ist eine unter Spammern beliebte Domain. Solche Nutzer haben keine Chance bei mir. Gmail (Google) geht im übrigen auch kategorisch über den Jordan … Wenn Ihr Euch hier registrieren wollt, schafft Euch vernünftige Mailadressen an!
Ich weiß, daß das hart klingt, aber leider ist es eben Fakt, das mail.ru und mittlerweile auch gmail.com nicht nur bei Privatanwendern sondern eben auch bei Spammern sehr beliebt sind.
Was mich ja ehrlicher Weise schon interessiert: dieser Blog ist ja ausschließlich auf Deutsch geschrieben … Wieviele Nutzer gibt es, die des Deutschen halbwegs mächtig sind und eine russische Mailadresse haben?
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Hitlers Kampf
10.10.2009 von Wolf.
… es gibt Dinge im Leben, von denen man bei genauerer Betrachtung sich nur kopfschüttelnd abwenden kann: so wird gegenwärtig in manch einem Forum diskutiert, was denn wohl sein wird, wenn am 01.01.2016 urheberrechtlich kein Schutz mehr für Adolf Hitlers Elaborat “Mein Kampf” vorliegt. Gegenwärtig liegen ja für den deutschen Markt die alleinigen Verwertungsrechte beim Freistaat Bayern. Dieser vergibt bisher keine Lizenzen (bis auf eine für eine kommentierte und gekürzte Fassung, die wohl beim List-Verlag erschienen ist [ob die wirklich noch lieferbar ist, habe ich nicht überprüft, weil mir das reichlich egal ist]).
Allen Ernstes diskutiert man in den entsprechenden Foren, ob es nicht sinnvoll sei, nach Erlöschen des urheberrechtlichen Schutzes eine kommentierte Komplettausgabe zu publizieren. Wieso erst dann, frage ich mich?
Davon mal abgesehen, daß Raubdrucke ja trotz aller Bemühungen des Freistaates Bayern über illegale Bezugswege zweifelsohne verfügbar sein dürften (ich weiß nicht, ob die Fassung bei GoogleBooks mittlerweile offline ist), halte ich die ganze Diskussion um dieses Machwerk für völlig übertrieben.
Hitler ist tot - zum Glück. Seine geistigen Erben leider noch nicht alle, Idioten muß es scheinbar eben immer geben. Ob nun “Mein Kampf” irgendwann für den interessierten Leser wieder käuflich erwerblich ist (der Handel mit unveränderten Originalausgaben aus der Zeit vor 1945 ist übrigens bedingt legal), oder in China der berühmt-berüchtigte Sack Reis umfällt, ist doch vollkommen wurscht. Glaubt denn tatsächlich einer, daß dieses grottenschlechte Konstrukt deutscher Sprache je wieder eine Bestsellerliste erstürmen wird? Wohl nicht. Als es für den Durchschnittsdeutschen noch kein must-have war (sprich Pflichtbesitz /-lektüre für Nachwuchskader der NSDAP), hatte das Buch an sich auf dem deutschen Markt keine großen Absätze erzielt. Zumindest wird das so kolportiert.
Wer sich an den entsprechenden Inhalten aufgeilen will, findet heute schon Mittel und Wege des Bezugs, da habe ich keine Zweifel. Vernünftige Leute bleiben ohnehin irgendwo in der Lektüre stecken, weil das Buch so grauslich geschrieben ist und so verworren und verquast, daß es de facto gar nicht lesbar ist. Dagegen ist Frau Jelinek ein Kinderspiel.
Der geneigte Leser möge sich doch bitte an intelligent geschriebenen Bücher festhalten, “Mein Kampf” ist verzichtbar und gehört in die Kategorie Bohlen und Konsorten: man sollte um die Bäume trauern, die für den Druck dieses Textes sterben mussten. Damit verweise ich erneut auf meine Idee einer Ökoabgabe für Verlage verzichtbarer Inhalte …
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… der neue Rechner und Win2K
6.10.2009 von Wolf.
scheinen sich in dieser Konstellation nur bedingt zu mögen. Vor allem die Konfiguration der Graphikkarte beschert mehr Ärger als es wert ist. Immer deutlicher zeichnet sich für mich die potenzielle Investition in ein ganz neues Windows ab. Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich Windows 7 so schnell wie möglich kaufen soll, oder ob ich auf das SP1 warten soll *wrysmile*.
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