Archive für November 2009

Die Welt ist im Wandel …

… und nicht unbedingt zum Guten hin.

Zwar wird an fast allen  Ecken und Enden auch Gutes getan und gewirkt oder zumindest versucht, doch selten ist dafür Geld da.

Hingegen ist immer Geld da, um das wirtschaftliche Leben am selbigen zu erhalten. Vergleicht man die Bemühungen zur Bankenrettung mit jenen zur Bekämpfung der Unterernährung, des Analphabetismus, der Zerstörung der Natur und Ihrer Ressourcen und unserer Existenzgrundlage, dann wird klar, daß diese Welt nicht mehr zu retten ist.

Amerikanische Hochschulabsolventen wechseln - egal was sie studiert haben - nicht selten in den Banken- und Finanzsektor und nutzen ihre Intelligenz zur Kreation neuer Finanzprodukte, damit einige wenige noch mehr Geld scheffeln können, statt in Ihren angestammten bzw. studierten Fächern Ihr Wissen und Ihren Intellekt einzubringen, um neue Therapien für Krebs, AIDS oder auch andere Krankheiten, oder um neue effiziente Energieträger und -erzeuger zu entwickeln, oder um im juristischen oder politischen Bereich für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen. Wieso? Im Finanzsektor verdient man besser und schneller.

Beim BGH ist eine Klage zur Revision eines Urteils des Bundespatentgerichts anhängig. Es geht dabei verkürzt um die Verwendung von menschlichen Embryonen, was nach deutschem Recht verboten ist. Mit Verweis auf den amerikanischen Markt und die dortige legale Nutzung der von ihm  entwickelten Methode, will der Kläger die Anerkennung und den Schutz seines geistigen Eigentums erreichen. Es geht auch hier wieder ums Geld. Der Mann will Bares sehen, wenn das, was er entwickelt hat, von anderen genutzt wird. Wieso steckt er die seinige Intelligenz und Zeit und Mühe in Dinge, die nach deutschem Recht, verboten sind?

Habgier und Egoismus werden unsere Welt in den Abgrund stürzen. Das Streben nach Reichtum auf Kosten anderer zerstört die Gesellschaften (auch Kapitalgesellschaften wie man am Beispiel Karstadt sieht).

Man kann Kapitalist sein und trotzdem Fehlentwicklungen im Wirtschafts- und Finanzbereich erkennen und benennen. Wer auf die Nachhaltigkeit nicht achtet, reitet das falsche Pferd.

Das wäre an sich keine Katastrophe, beträfe diese kapitale Falscheinschätzung nur den, der auf das falsche Pferd gesetzt hat. Aber in aller Regel, reißen solche Egoisten mit Ihrer Rücksichtslosigkeit mehr Menschen mit in den Abgrund, als Ihnen lieb sein dürfte.

Das Grausigste an diesen Fehlentwicklungen ist immer noch, wenn die Verursacher von Katastrophen ungeschoren davon kommen.

Doch was wären geeignete Strafen? M.E. vor allem erst einmal der Entzug aller Freiheitsrechte auf Zeit, darüber hinaus die Limitierung des Eigentums und der Verdienstmöglichkeiten auf HartzIV-Niveau, also de facto eine Enteignung bis unter das Existenzminimum (Das gesetzliche Existenzminimum liegt oberhalb der HartzIV-Sätze – soweit ich korrekt informiert bin).

Wenn das durchsetzbar wäre, würde ich gerne das Gesicht vom Middelhoff sehen.

Briefe und Postkarten …

… schreibe ich für mein Leben gerne. Ich muß gestehen, das liegt auch ein wenig daran, daß ich überhaupt gerne diese Kulturtechnik des Schreibens anwende … ich meine mit der Hand - auf Papier, eigenhändig … falls Ihr wißt was ich meine … oder nachvollziehen könnt …

Briefe schreiben oder Postkarten (mit schönen oder lustigen Motiven) sind die älteren Kulturformen abseits von eMail und SMS. Je nach Kunstfertigkeit bekommt man auf einer Postkarte mehr oder weniger als 160 Zeichen unter. Post-/Grußkarten sind stilvolle und persönlichere Ausdrucksarten der Kommunikation - sicherlich langsamer, denn die elektronischen Medien, aber sie sind persönlicher m.E., stilvoller - und außerdem erhalten sie Arbeitsplätze! Insofern kommen dem Brief und der Postkarte sozialpolitische Bedeutung zu!

Denn bis es Briefträgerrobots gibt, werden noch einige Jahre ins Land ziehen - bis dahin sind Mauritius und die Kanaren unter NN.

Der Name des Windes …

Gute Fantasy-Literatur erkennt man nicht selten daran, daß die deutsche Übersetzung bei Klett-Cotta in der Hobbitpresse erscheint.

So erschien auch dieses Frühjahr dort der Name des Windes von Patrick Rothfuss.

Die Geschichte hat alles, was gute Fantasy braucht: eine Welt voller Magie und verschiedener Völker, einen Helden, der mich in einigen Punkten sehr an Aragorn (HdR) erinnert, Intrigen und Ränke à la Tad Williams oder Markus Heitz (Ulldart) und das Böse und verderbte in Form von Untoten besonderer Art - hier sind es die Chandrian - sie erinnern ein wenig an Lord Voldemort / Sauron und die Todesser / Nazgûl.

Und das ganze gepackt in eine süffige spannende Erzählung, die es schafft, zu vermitteln, diese andere Welt habe ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Mythen, ihren eigenen Charakter …

Ich war’s nicht …

für all jene, die jetzt schon, noch ehe sie richtig losgelegt hat, über die neugewählte Regierung lamentieren: ich habe meine Stimme denen NICHT gegeben. Ich bin doch nicht bekloppt!

… mehr braucht man dazu eigentlich auch nicht sagen.

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