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Für Fans von Intrigen
empfehle ich die Gormeghast-Trilogie von Mervyn Peake. Exzellente Fantasy-Literatur, auf deutsch natürlich bei Klett-Cotta in der Hobbitpresse erschienen. (Und seit kurzem bei mir in der Abteilung unserer Filiale wieder vorrätig).
Zum Inhalt ganz kurz: dem alten Lord Groan wird ein Sohn geboren, der junge Titus.
Im Zuge der Trilogie wächst Titus heran, während durch zahlreiche Intrigen um ihn herum seine Familie nahezu komplett ausgelöscht wird.
Dabei zeichnet Peake die Figuren so lebendig, daß man meint, daneben zu stehen und sie anfassen zu können. Das jagt einem mitunter wohlige Schauer über den Rücken, denn diese Charaktere sind sehr speziell. Es ist wieder eines jener Fantasywerke, die so exzellent geschrieben sind, daß es beim Lesen zum Leben erwacht.
Die Fantasy-Literatur ist ja voll solcher Geschichten über die Abgründe menschlicher (?) Seelen. Ob es nun Saruman im “Herrn der Ringe” ist, bei Walter Moers “Der Schrecksenmeister”, Tad Williams oder R. Scott Bakker oder die zahlreichen Fallstricke der Todesser in den Harry-Potter-Romanen. Alle stehen sie den klassischen Literaten Schiller, Shakespeare und Aristoteles in nichts nach. Und somit haben wir wieder einmal bewiesen, daß Fantasy nicht platt und trivial sein muß. Sie kann es sein (meist sword & sorcery), muß aber nicht.
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