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Empfehlung
persönlich
Archiv der Kategorie Allgemein
Der 10. Mai …
9.5.2008 von Wolf.
… kehrt immer wieder. Wären vor 75 Jahren an jenem Tage auf dem Berliner Bebelplatz keine Bücher verbrannt worden, wäre dieser 10. Mai ein Maitag wie jeder andere auch: hoffentlich sonnig, schön und nicht allzu tödlich …
Tödlich ist leider das ganze Leben - es hat immer zum krönenden Abschluß den Tod. Aber nicht alles was lebt, stirbt friedlich und freiwillig (sofern man letzteres überhaupt erreichen kann, da es ja einen natürlicher Zwang zum Tode gibt). Und so war’s schon früher und ich fürchte es wird noch eine Weile dauern, bis das forcierte Sterben endet.
In meinen Augen sind die Ereignisse vom 10. Mai 1933 - wenn gleich sie eigentlich nur einen inszenierten Auftakt bildeten - gleichbedeutend mit dem ihm nachfolgenden Horror. Heine klingt einem immer im Ohr - Heine sprach zum Anlaß des Wartburgfestes 1817 von den verbrannten Büchern, als Studenten (sic!) im Taumel “undeutsche” Bücher wie den Code Napoleon aber auch Kotzebues “Geschichte des deutschen Reiches” und “Germanomanie” von Saul Ascher, einem jüdischen Schriftsteller verbrannten. Auch wenn sie nur makulierte Bücher seinerzeit verbrannten: es gilt die Signalwirkung, zumal Kotzebue zwei Jahre später von einem Studenten ermordet wurde; die Liste der verbrannten Bücher der SA-/SS-Aktion vom 10. Mai 1933 ist bedeutend länger und wurde in zwei Verlagen mittlerweile zum traurigen Jubiläum veröffentlicht, näheres findet man bspw. beim ZDF in der Titelliste zur letzten lesen!-Sendung (Elke Heidenreich, Gast: Claus Peymann).
Als vor einiger Zeit in einem mitteldeutschen Dörflein eine Sonnenwendfeier zum Skandalakt geriet, weil ein Idiot meinte, ein Exemplar des Anne-Frank-Tagebuchs zu verbrennen, war hinterher die gesamte Bevölkerung dieses Örtchens dem Pilatus-Syndrom anheim gefallen. Wieso hat dieses Arschloch nicht seine Kopie von “Mein Kampf” ins Feuer geworfen? Zumal hinterher behauptet wurde, daß die Initiatoren Aussteiger seien, wäre das eine geglückte Zäsur gewesen. Der Dreck der deutschen Geschichte klebt uns hartnäckig an den Fersen!
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Die Summe der Ereignisse …
8.4.2008 von Wolf.
… macht die Ereignisse an sich bedeutungslos - das ist zumindest eine Beobachtung, die ich schon machte, als ich früher noch einige Brieffreundschaften pflegte und diesen nach einer kleinen Schreibpause von dem zwischenzeitlich erlebten berichten wollte. Ich erfahre, daß dieses sich beim bloggen nicht anders verhält.
Komische (respektieve seltsame) Menschen, die man in der Ausübung des Berufs trifft, Episoden aus dem Kollegenalltag, die ganz allgemeine Politik etc.pp.
Etwas, was sehr frisch ist und eher alltäglicher Natur: unser Telefon hat in Teilen seinen Dienst versagt … das seltsame daran: die Technik ist soweit in Ordnung, nur eine kleine Vorrichtung an den Kabeln, die verhindern soll, daß diese permanent aus dem Apparat herausrutschen, ist abgebrochen. Ein neues Telefonkabel ist sicher billig und schnell besorgt, das dumme ist nur, daß der Netzstecker auch betroffen ist … naja. Jetzt müssen wir mal sehen, daß wir was neues finden ….
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Kabel-TV
3.3.2008 von Wolf.
In gut einer Stunde kommt der Techniker vom KabelTV. Ich bin schon sehr gespannt.
Bis zum Jahresende hatten wir einen KabelTV-Vertrag mit der Firma A. Ihr wurde der sogenannte Gestattungsvertrag vom Vermieter zum Jahreswechsel gekündigt. Dummerweise wurde diese Information nicht an die Mieter weitergeleitet. An einem schönen Tag im Januar kam dann ein Vertreter/Techniker der Firma B, die zum Jahreswechsel die Versorgung unseres Hauses übernommen hatte. Dummerweise mußte der Herr unverichteter Dinge nach Hause traben, da die Kommunikation nicht geklappt hatte.
Am vergangegen Samstag (”nur” 2 Monate nach dem Anbieterwechsel) erhielt ich die schriftliche Kündigung von Firma A.
Heute vormittag rief ich den Herrn von Firma B an, um einen Termin zum Vertragsabschluß auszumachen. Bei Firma A rief ich an, um mich zu erkundigen, wann ich mit der Gutschrift der Monatsgebühren für Januar und Februar, die noch munter abgebucht worden waren, rechnen darf (es bedurfte insgesamt 5 verschiedener Anrufe, bis ich an der richtigen Stelle war).
Firma B hat einen Tarif der dummerweise knapp doppelt so teuer ist, wie der von Firma A. Dafür bietet Firma B 100 Kanäle (Schwachsinn?) mehr. Außerdem hat Firma B merkwürdige Klauseln in ihren Tarifen, wonach man einen Teil des Tarifes bei nicht haben wollen, sechs Wochen vor Ablauf des ersten Quartals kündigen muß.
Ich bin ganz gespannt auf den Besuch des Herrn von Firma B. Zur Not existiert noch Plan C: Saturn am Alex hat bis 20:00 Uhr offen, im Alexa bis 21:00 Uhr der MediaMarkt, wo wir Zimmerantenne, Decoder etc. kaufen können.
Toll!
Ich glaube der Kabelfernsehmarkt bedarf noch einer gewissen Regulierung und vor allem mehr Wahlfreiheit für den Verbraucher.
Ich habe heute schon eine entsprechende Mail an die Bundesnetzagentur geschickt, mit der Frage, wer denn dort ggf. regulierend eingreift.
Ich denke aber, die Bundesnetzagentur darf von niemandem mit einer Verbraucherschutzstelle verwechselt werden, auch wenn sie in einigen Fragen als Schlichtungsstelle für die Märkte eingerichtet ist, die sie beobachtet und reguliert.
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Guess what …
25.11.2007 von Wolf.
… heute lernte ich erst die Faustregel, wie man sich ohne Kalender die Länge der Monate ermittelt (also 31 Tage oder nicht). Wieso muß ich erst fast 31 (sic!) Jahre alt werden, eh mir mal ein gütiger Mensch erklärt, wie diese Regel funktioniert?
Fasziniert habe ich immer wieder beobachtet, wie Menschen in meiner Umgebung dieses lustige Abzählspielchen mit den Fingerknöcheln auf dem Handrücken ausübten, aber glaubt Ihr, ich wußte wie sie es tun?
Im übrigen gibt es 7 Monate à 31 Tage, 4 à 30 und 1 à 28 bzw. im Schaltjahr 29. Und davon folgen 2mal 31er Monate direkt aufeinander (Dezember/Januar und Juli/August).
Ich muß ehrlich sagen, der Auenlandkalender ist weniger knifflig: jeder Monat hat 30 Tage und die überzähligen 5 Tage (12 mal 30 sind 360 + 5 = 365) sind außerhalb der Monate angesiedelt und markieren das Jahresendfest (Jul) und die Jahresmitte. Und dann wird in Schaltjahren in die Jahresmitte noch ein Tag eingefügt. Fertig!
Vielleicht bekommen wir ja nochmal eine Tolkiensche Kalenderreform. Ggf. wenn die EU über die Abschaffung der Sommerzeit entscheidet …
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kontinuierliche Selbstreflexion
17.11.2007 von Wolf.
… der vorige Beitrag ist auch wieder ein Stück Selbstreflexion: wer sind die anderen, wer bin ich?
Was habe ich bisher erreicht? Muß ich mich an den anderen messen bzw. tue ich es? Was gebe ich von mir wann und wo preis?
Wenn ich mir anschaue, was ich auf diesen Blogseiten über mich erzähle, was ich auf meiner Internetseite berichte, was wo über mich steht … das ist allerhand.
Aber sei’s drum. Ich habe mich dafür entschieden - und werde auch mit den Selbstzweifeln, die dazu gehören, dieses fortsetzen.
Dazu was ich erreicht habe: ich stehe auf eigenen Füßen. Ich habe mein Leben nach der Schule selbst in die Hand genommen, natürlich auch Fehler gemacht, gelernt etc. pp. Wie erfolgreich ich nun war, kommt nicht auch zuletzt auf den angelegten Maßstab an, gell?
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