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Kopenhagen II …

wie von mir erwartet, ist der Weltklimagipfel gescheitert. Der Schuldige steht auch fest: Europa und die USA. Sie sind zwar anderen Ländern in Technologie und Anspruch weit voraus, torpedieren sich aber ständig selbst durch ihre Besitzansprüche: man kann keinen Planeten vor der Katastrophe retten, wenn man zunächst immer nur an die heimische Wirtschaft denkt. Die Politik der westlichen Welt ist hoffnungslos der Habgier und Selbstsucht erlegen … und den Milliarden scheffelden Großkonzernen, die durch ihre Lobbyisten alles zerreden lassen.

Wenn der Unterhändler von Tuvalu das Wort ergreift und von 30 Silberlingen spricht, hat er Recht. Wenn der sudanenische Unterhändler den Klimagipfel und vor allem sein Resultat als einen erneuten Holocaust an den Afrikanern bezeichnet, hat er Recht. Bei allem Respekt vor den Überlebenden des Terrorregimes des Dritten Reiches - es ist schon arg, wie die Industriestaaten von den Entwicklungs- und Schwellenländern Opferbereitschaft verlangen und selbst nicht bereit sind, auch nur ein klein wenig auf eigenes Wirtschaftswachstum und eigene Bequemlichkeit zu verzichten - zumal man das Wirtschaftswachstum durch gezielte Investitionen in klima- und umweltfreundliche Technologien locker aufrecht erhalten könnte. Um das zu finanzieren könnte man ja wieder lustige Wertpapiere an den Markt bringen, die ein wenig mehr Kapital abwerfen, als gesund ist.

Die Welt ist im Wandel … und wird auf den Menschen keine Rücksicht nehmen.

Kopenhagen …

… wird scheitern.

Wer sich ernsthaft vom Weltklimagipfel in Kopenhagen irgendetwas versprochen hat, wird bitter enttäuscht werden. Es bringt nichts, sich in endlosen Debatten und Verhandlungen zu verstricken. Sinnvoller ist es, wenn einzelne vorpreschen und den anderen zeigen, daß Wirtschaftlichkeit und Klima- und Umweltschutz miteinander vereinbar sind. Diese Weltklimakonferenzen sind mitunter nur weitere Schritte in Richtung Luftverschmutzung etc.: Das Geld, das in die Ausrichtung dieser Konferenz geflossen ist, wäre besser angelegt in Projekten zur Energieeffizienz und Umweltschutz. Aus Stockholm kommt ein Vorzeigeprojekt (das hoffentlich nicht wie der Transrapid im Emsland im ewigen Entwicklungs- und Pilotprojektstadium stecken bleibt), wo ein ganzes Stadtquartier umweltfreundlich und energieeffizient errichtet / umgebaut wurde. So muß es laufen.

Und m.E. gehören alle Klimaskeptiker einmal in die Jauchegrube getunkt! Idioten diese!

… jetzt geht’s los!

Es weihnachtet sehr … oder auch nicht. Zumindest bricht jetzt wieder der Jahresendkonsumrausch los.

Gestern hieb im Laden eine Weibsperson mittleren Alters (Dame kann man sie nicht nennen) wild auf die Glocke am Abholfach ein. Ich rief zu Ihr hinüber: “Einmal reicht! Danke!” Woraufhin sie erwiderte: “Ich hab’s eilig!” Womit?

Sie war sicherlich nicht im Rentenalter, so daß sie ggf. hätte befürchten müssen, jede Minute ins Grab zu sinken. Damit muß man es sowieso nicht eilig haben, passiert früh genug …

Wieso verbreitet man Hektik?

Wieso stehen die Leute am Sonntag 5 Minuten vor der Ladenöffnung nervös mit dem Fuß tappend vor der Türe und schauen mit grimmigen Mienen in den Laden, wir mögen doch bitte schon aufmachen? Wieso sitzen die um 13 Uhr nicht zu Hause bei Kaffee und Kuchen oder Keksen? Wer ist wirklich so bescheuert und geht Sonntags (!!!!!!!) einkaufen? Diese Leute gehören ehrlich gesagt meines Erachtens eingewiesen! Das ist doch Konsumsucht auf die Spitze getrieben!

Weihnachten existiert in der westlichen Hemisphäre nur noch dort, wo am Adventssonntag Ruhe herrscht und bestenfalls Chöre und Orchester arbeiten um im Dom oder der Philharmonie Konzerte zur Einstimmung geben, oder wo bestenfalls der Plattenspieler dudelt und auf dem Tisch Kekse und Kaffee und Kerzen stehen. Da ist Weihnacht! WEIH-NACHT! Die geWEIHte NACHT. Und da das sowieso keiner so schnell rafft, noch einmal: WEIHNACHT heißt Ruhe, Besinnung, Durchatmen, sich auf uns und das Heilsversprechen des CHRISTUS besinnen … wenn man denn dran glaubt. Aber auch ungläubige Atheistenlümmel dürfen einfach mal zur Ruhe kommen.

Wir brauchen definitiv keinen Konsumrausch bis zum Umfallen. Viele haben das rechte Maß verloren. Auf diese wartet nur noch ein leerer sinnloser Tod - so wie auch ihr Leben leer und sinnlos ist.

Theoretisch könnte man diese Leute auch umnieten. Ein Verlust wäre es nicht. Wieso tut man es nicht? Weil es unhöflich ist! Aber vielleicht darf man hoffen, daß solche Typen sich noch ändern … oder selbst Hand anlegen …. (als letzten Trost).

Die Welt ist im Wandel …

… und nicht unbedingt zum Guten hin.

Zwar wird an fast allen  Ecken und Enden auch Gutes getan und gewirkt oder zumindest versucht, doch selten ist dafür Geld da.

Hingegen ist immer Geld da, um das wirtschaftliche Leben am selbigen zu erhalten. Vergleicht man die Bemühungen zur Bankenrettung mit jenen zur Bekämpfung der Unterernährung, des Analphabetismus, der Zerstörung der Natur und Ihrer Ressourcen und unserer Existenzgrundlage, dann wird klar, daß diese Welt nicht mehr zu retten ist.

Amerikanische Hochschulabsolventen wechseln - egal was sie studiert haben - nicht selten in den Banken- und Finanzsektor und nutzen ihre Intelligenz zur Kreation neuer Finanzprodukte, damit einige wenige noch mehr Geld scheffeln können, statt in Ihren angestammten bzw. studierten Fächern Ihr Wissen und Ihren Intellekt einzubringen, um neue Therapien für Krebs, AIDS oder auch andere Krankheiten, oder um neue effiziente Energieträger und -erzeuger zu entwickeln, oder um im juristischen oder politischen Bereich für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen. Wieso? Im Finanzsektor verdient man besser und schneller.

Beim BGH ist eine Klage zur Revision eines Urteils des Bundespatentgerichts anhängig. Es geht dabei verkürzt um die Verwendung von menschlichen Embryonen, was nach deutschem Recht verboten ist. Mit Verweis auf den amerikanischen Markt und die dortige legale Nutzung der von ihm  entwickelten Methode, will der Kläger die Anerkennung und den Schutz seines geistigen Eigentums erreichen. Es geht auch hier wieder ums Geld. Der Mann will Bares sehen, wenn das, was er entwickelt hat, von anderen genutzt wird. Wieso steckt er die seinige Intelligenz und Zeit und Mühe in Dinge, die nach deutschem Recht, verboten sind?

Habgier und Egoismus werden unsere Welt in den Abgrund stürzen. Das Streben nach Reichtum auf Kosten anderer zerstört die Gesellschaften (auch Kapitalgesellschaften wie man am Beispiel Karstadt sieht).

Man kann Kapitalist sein und trotzdem Fehlentwicklungen im Wirtschafts- und Finanzbereich erkennen und benennen. Wer auf die Nachhaltigkeit nicht achtet, reitet das falsche Pferd.

Das wäre an sich keine Katastrophe, beträfe diese kapitale Falscheinschätzung nur den, der auf das falsche Pferd gesetzt hat. Aber in aller Regel, reißen solche Egoisten mit Ihrer Rücksichtslosigkeit mehr Menschen mit in den Abgrund, als Ihnen lieb sein dürfte.

Das Grausigste an diesen Fehlentwicklungen ist immer noch, wenn die Verursacher von Katastrophen ungeschoren davon kommen.

Doch was wären geeignete Strafen? M.E. vor allem erst einmal der Entzug aller Freiheitsrechte auf Zeit, darüber hinaus die Limitierung des Eigentums und der Verdienstmöglichkeiten auf HartzIV-Niveau, also de facto eine Enteignung bis unter das Existenzminimum (Das gesetzliche Existenzminimum liegt oberhalb der HartzIV-Sätze – soweit ich korrekt informiert bin).

Wenn das durchsetzbar wäre, würde ich gerne das Gesicht vom Middelhoff sehen.

Hitlers Kampf

… es gibt Dinge im Leben, von denen man bei genauerer Betrachtung sich nur kopfschüttelnd abwenden kann: so wird gegenwärtig in manch einem Forum diskutiert, was denn wohl sein wird, wenn am 01.01.2016 urheberrechtlich kein Schutz mehr für Adolf Hitlers Elaborat “Mein Kampf” vorliegt. Gegenwärtig liegen ja für den deutschen Markt die alleinigen Verwertungsrechte beim Freistaat Bayern. Dieser vergibt bisher keine Lizenzen (bis auf eine für eine kommentierte und gekürzte Fassung, die wohl beim List-Verlag erschienen ist [ob die wirklich noch lieferbar ist, habe ich nicht überprüft, weil mir das reichlich egal ist]).

Allen Ernstes diskutiert man in den entsprechenden Foren, ob es nicht sinnvoll sei, nach Erlöschen des urheberrechtlichen Schutzes eine kommentierte Komplettausgabe zu publizieren. Wieso erst dann, frage ich mich?

Davon mal abgesehen, daß Raubdrucke ja trotz aller Bemühungen des Freistaates Bayern über illegale Bezugswege zweifelsohne verfügbar sein dürften (ich weiß nicht, ob die Fassung bei GoogleBooks mittlerweile offline ist), halte ich die ganze Diskussion um dieses Machwerk für völlig übertrieben.

Hitler ist tot - zum Glück. Seine geistigen Erben leider noch nicht alle, Idioten muß es scheinbar eben immer geben. Ob nun “Mein Kampf” irgendwann für den interessierten Leser wieder käuflich erwerblich ist (der Handel mit unveränderten Originalausgaben aus der Zeit vor 1945 ist übrigens bedingt legal), oder in China der berühmt-berüchtigte Sack Reis umfällt, ist doch vollkommen wurscht. Glaubt denn tatsächlich einer, daß dieses grottenschlechte Konstrukt deutscher Sprache je wieder eine Bestsellerliste erstürmen wird? Wohl nicht. Als es für den Durchschnittsdeutschen noch kein must-have war (sprich Pflichtbesitz /-lektüre für Nachwuchskader der NSDAP), hatte das Buch an sich auf dem deutschen Markt keine großen Absätze erzielt. Zumindest wird das so kolportiert.

Wer sich an den entsprechenden Inhalten aufgeilen will, findet heute schon Mittel und Wege des Bezugs, da habe ich keine Zweifel. Vernünftige Leute bleiben ohnehin irgendwo in der Lektüre stecken, weil das Buch so grauslich geschrieben ist und so verworren und verquast, daß es de facto gar nicht lesbar ist. Dagegen ist Frau Jelinek ein Kinderspiel.

Der geneigte Leser möge sich doch bitte an intelligent geschriebenen Bücher festhalten, “Mein Kampf” ist verzichtbar und gehört in die Kategorie Bohlen und Konsorten: man sollte um die Bäume trauern, die für den Druck dieses Textes sterben mussten. Damit verweise ich erneut auf meine Idee einer Ökoabgabe für Verlage verzichtbarer Inhalte …