Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Tod.
- Das Leben, das Universum und der ganze Rest (21)
- Internet (17)
- Kulturelles und so (32)
- Literatur (23)
- Politik un' so'n Kram (43)
- Schwul (17)
- Sprache (8)
- Tod (6)
- 11.7.2008: Computer sind so günstig ...
- 10.7.2008: Ergebnisse 1 - x von ungefähr 147.000 für Wolfram Schneider. (0,38 Sekunden)
- 10.7.2008: Atomstrom wieder beliebter?
- 5.7.2008: Großer Gott ...
- 30.6.2008: wat neues ...
- 12.5.2008: Lullaby
- 11.5.2008: Phänomen Jugendsprache
- 11.5.2008: 10. Mai - Nachtrag
- 9.5.2008: Der 10. Mai ...
- 8.4.2008: Die Summe der Ereignisse ...
1&1
Blogroll
blogs
persönlich
Websites
Archiv der Kategorie Tod
Lullaby
12.5.2008 von Wolf.
…. Chuck Palahniuk hat ein hübsches fieses kleines Buch geschrieben (er hat natürlich mehr als eines geschrieben): Lullaby - in deutscher Übersetzung bei Goldmann erschienen (EAN/ISBN: 97839442542197; Preis: € 7,95).
Dieses hübsche fiese Machwerk erzählt von einem Reporter, der auf Grund von Recherchearbeiten zu einer Serie zum plötzlichen Kindstod auf ein altes Wiegenlied stößt, das den Tod bringt. Der Adressat schläft ein und wacht nie mehr auf! Das dumme nur: wer das Wiegenlied einmal gelesen hat, dem setzt es sich im Kopf fest und bei jeder Rezitation - selbst nur in Gedanken - geht wieder jemand hops. Der Held des Buches will es anfangs nicht wahr haben und probiert es am ihm vorgesetzten Redakteur aus … am nächsten Morgen erscheint der nicht zur Arbeit, Tage später wird er tot in seiner Wohnung aufgefunden. Mittlerweile hat sich aber der Prozess verselbständigt und Leichen ohne erkennbare Todesursache pflastern den Weg des Reporters: die zu lauten Nachbarn, Leute die ihn in der U-Bahn anrempeln … urkomisch.
Doch der Reporter ist nicht allein und zusammen mit einer schrillen Immobilienmaklerin, die Spukhäuser verkauft und ebenfalls das Wiegenlied kennt (sie hat tatsächlich ihren Sohn versehentlich damit getötet und später ihren Mann, um ihre Theorie zu überprüfen), reist der Reporter durch die Staaten um alle Bücher aufzutreiben, in denen das Wiegenlied abgedruckt ist.
Einfach herrlich, amüsant und bitterböse ![]()
Geschrieben in Tod, Literatur, Kulturelles und so | Drucken | Keine Kommentare »
Leben oder Sterben?
8.9.2007 von Wolf.
Im Fernsehen lief gerade eine Wiederholung von Quarks & Co. zum Thema Koma, Sterben und Patientenverfügungen.
Ich weiß bis heute nicht, wie ich dazu stehe, d.h. mir soll es nur Recht sein, wenn andere über ihr eigenes Leben und Sterben verfügen, aber ich habe keine Entscheidung bisher dazu getroffen, ob ich in einem bestimmten Fall lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen will.
Da ich eine ungeheure Angst vor einem qualvollen Sterben habe, kann ich mir nicht vorstellen, daß das Einstellen der künstlichen Ernährung gerade ein humaner Tod wäre. Bedenkt, derjenige, dessen künstliche Ernährung eingestellt wird, bei dem aber sonst alles funktioniert, muß dann eben elendig verhungern. Ist das human?
Es ist höchstens insofern human, als daß es eine menschliche Entscheidung in jenem Sinne ist, daß sie eben von einem Menschen getroffen wurde. Aber ist es im Sinne von Liebe und Fürsorge menschlich?
Was genau bedeutet das Wort “menschlich”? Für mich bedeutet es zu aller erst “von menschlicher Hand” bzw. “von Menschen erdacht”. Das heißt dann aber nicht, daß es eine gute oder schlechte, eine fürsorgliche oder egoistische Handlungsweise ist. Das Wort “menschlich” trägt keinen bewerteten Sinn bzw. wertenden Sinn, auch wenn viele es so verstehen. Auch Folter und Krieg sind menschliche Dinge: sie sind von Menschen initiiert, um andere Menschen zu quälen.
Soviel zur Menschlichkeit …
Man sieht: auch hier finden sich Verweise auf Sprache und ihre Bedeutung(en).
Will ich einer solchen Menschlichkeit ausgesetzt sein, die nach Gutdünken mit mir in einer für mich hilflosen Situation verfährt, wie es ihnen gerade in den Kram passt?
Was bringt eine Patientenverfügung? Sie bringt juristische Klarheit, wenn sie ordentlich, klar und deutlich verfasst ist. Schriftlich ist immer besser, obwohl laut Gerichtsurteilen (bitte selbst recherchieren) auch mündliche Verfügungen in Ordnung sind. D.h. wie Testamente auch, brauchen Patientenverfügung ein stabiles juristisches Umfeld, damit kein Schabernack damit getrieben werden kann. Und am sichersten sind immer noch mehrfache Ausführungen: eine beim Notar, eine in den eigenen Unterlagen, mindestens eine bei der Verwandtschaft.
Ich denke ein Verweis auf das Thema Euthanasie etc. erscheint mir hier auch angebracht. Die Themen sind in gewisser Weise miteinander verwandt.
Nur wie stehe ich dazu? Was will ich? Das erfordert noch sehr genaue Überlegungen. Ich hoffe nur, ich habe Zeit dafür ….
Geschrieben in Tod, Politik un' so'n Kram, Sprache | Drucken | Keine Kommentare »
Euthanasie, Todestrafe, Abtreibung, ….
12.11.2006 von Wolf.
… in der aktuellen Ausgabe des Magazins DER SPIEGEL (46/2006) findet sich auf Seite 167 im Wissenschaftsteil ein Artikel zum Thema Euthanasie: ein britischer Gynäkologen-Verband hat sich für das aktive Töten Neugeborener ausgesprochen, sollten die Kinder schwerstbehindert zur Welt kommen. Man äußerte sich nicht näher zur Schwere der Behinderung, meinte aber, man wolle damit die betroffenen Familien emotional und finanziell entlasten.
Ich frage mich in solchen Fällen, wo das menschliche Leben auf den Faktor Kosten reduziert wird, ob die Personen, die sich äußern nicht vielleicht den Beruf verfehlt haben.
Vor allem: wie kann man europäischen Mitgliedsanwärtern einerseits die Todesstrafe ausreden wollen (Türkei) und zeitgleich Euthanasie zulassen? Wie kann man das aktive Töten von Menschen von rechtswegen zulassen?
Auch die pränatale Tötung menschlichen Lebens (vulgo: Abtreibung) wird immer wieder heiß diskutiert und führte absurderweise in den USA mitunter zu Morden an Gynäkologen (postnatale Abtreibung).
Ich halte es für widersinnig und widersprüchlich, sich pro Todesstrafe aber contra Abtreibung oder umgekehrt zu positionieren. Auch Euthanasie (aktive Sterbehilfe; ich halte auch dieses Wort für einen Euphemismus) ist letztlich nichts anderes als Mord. Man kann Mord nicht einerseits zulassen, andererseits verbieten. Mord bleibt Mord.
Oder was glaubt Ihr?
Vor allem: woher will man mit Sicherheit wissen, ob man nicht dem nächsten Stephen Hawking dort die finale Spritze setzen will?
Geschrieben in Tod, Politik un' so'n Kram, Kulturelles und so | Drucken | Keine Kommentare »
Zitate
2.11.2006 von Wolf.
Ich hatte kürzlich (binnen der letzten vierzehn Tage) in der Berliner Zeitung in einem Kommentar von Christian Bommarius das “Franklin”-Zitat („Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“) einem gewissen George Washington zugeordnet gelesen (Aussage klar?). Im Übrigen ist natürlich für keinen, der die Meinungsfreiheit sehr hoch schätzt eine Gesinnungsschnüffelei in irgendeiner Form akzeptabel. Aber inwiefern muß man Meinungen oder etwas, das als “Meinung” oder “Äußerung der Meinung” getarnt ist, erdulden, wenn dieses in Menschenverachtung mündet oder im Aufruf zu Gewalttaten? Ist die Leugnung von Genoziden durch die Meinungsfreiheit gedeckt? Bei der Leugnung von Fakten handelt es sich eigentlich um den Straftatbestand der uneidlichen Falschaussage, wenn ich nicht irre. Wenn man wider besseres Wissen oder wider die Fakten spricht, dann nennt man das Lügen. Sind Lügen von der Meinungsfreiheit gedeckt? Es geht mir nicht um political correctness, es geht um Leben und Tod!
Geschrieben in Tod, Sprache | Drucken | Keine Kommentare »
HIV / AIDS und andere Geschlechtskrankheiten
2.11.2006 von Wolf.
“Bist Du gesund?” Eine Frage, die wieder häufiger auftaucht in diversen cruising-areas.
Andere sieht man offen in Foren und Anzeigen nach bare-back-Sex-Partnern suchen.
Das Risiko, sich bei solchen Aktionen mit HIV oder Erregern anderer Krankheiten zu infizieren, scheint dabei billigend in Kauf genommen zu werden. Dabei entsteht bei mir der Eindruck, daß die Leute nicht wirklich wissen, was sie tun; auch sollte klar sein, das dieses kein Ding ist, das man auf die leichte Schulter nehmen sollte.
HIV-Positive mögen sich denken, was sie schon noch zu verlieren hätten. Sicher, infiziert sind sie schon, und ggf. könnten sie noch eine breitgestreute und vielartige Virenkollektion eröffnen. Doch jene die bisher negativ-getestet worden sind, haben noch etwas zu verlieren: Lebensqualität.
Nein, nicht das Leben selbst. Das können wir nicht verlieren, das werden wir auf jeden Fall verlieren. Das Leben endet so oder so. Das ist die Garantie, die wir mit Zertifikat bei unserer Zeugung in die Hand gedrückt bekommen haben. Diese Garantie ist die einzige, im wahrsten Sinne des Wortes todsichere im Leben. Das Leben endet immer tödlich!
Was wir verlieren können ist Lebensqualität.
Ich habe aber als ⇒ Raucher nicht das Recht, die Leute auf Grund ihrer Lebensart zu verurteilen. Ich kann nur zum Nachdenken anregen.
Unter jenen, die den Safer-Sex kategorisch zurückweisen oder ihm gleichgültig gegenüber stehen, sind meines Erachtens viele, die sich nicht dem Fatalismus der HIV-Positiven hingeben oder anschließen müssten. Bei vielen scheint es vielmehr, daß sie es lästig finden ⇑ Verantwortung zu übernehmen oder Kondome als störend empfinden. Viele sind sich der Reichweite ihres Handelns nicht wirklich bewußt, glaube ich.
Sicher: wir verringern auf viele verschiedene Arten unsere Lebensqualität und damit auch die Lebensdauer: zuviel Hektik und Stress, falsche Ernährung, Rauchen, Saufen, Rasen auf der Autobahn oder anderswo etc. Aber tut es Not, daß wir unsere Lebensqualität so wegwerfen? Sicher, man hat mehr Spaß dabei, als vielleicht beim Rauchen. Sex macht wahnsinnig viel Spaß. Aber muß man sich den Spaß ggf. dadurch vermiesen, irgendwann auf Grund dieser Nachlässigekeit einen unfeinen, sehr qualvollen Tod zu sterben?
Da ich das Rauchen erwähnte, und ich ja an anderer Stelle auf dieser Seite bekannte, daß ich zu den Blaudunstmenschen gehöre, habt Ihr vollkommen Recht, wenn Ihr sagt, ich solle besser vor meiner eigenen Türe kehren
Wer sich informieren will, schaue sich bitte ⇒ hier um.
Geschrieben in Tod, Schwul | Drucken | 1 Kommentar »