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Archiv der Kategorie Internet
Kommunismus = Diebstahl?
9.3.2008 von Wolf.
Beim Aufräumen meiner Festplatte fand ich das hier eingefügte Bild: kann mir vielleicht mal einer sage, was der Diebstahl geistigen Eigentums mit Kommunismus zu tun hat?
Ich bin selbst kein Kommunist und halte den Kommunismus für eine Utopie, die nicht umsetzbar ist. Dennoch denke ich, daß der reine (nur theoretisch existente) Kommunismus es nicht verdient hat, so verteufelt zu werden, wie mitunter in diesem Plakat. Davon abgesehen, daß das Plakat mit Hammer und Sichel ein gezielter Angriff auf alle Nachfolgerstaaten der Sowjetunion ist.
Das, was in Experimenten als Kommunismus bezeichnet wurde/wird, sind gemeinhin simple Militärdiktaturen, die vorgeben oder vorgaben, alle im kommunistischen Sinne gleich zu stellen und zu behandeln. Es gibt kein einziges wirklich kommunistisches Regime auf dieser Welt. Alles sind machtgeile Emporkömmlinge, die vermutlich nicht mal im Ansatz die kommunistische Idee verstanden haben.
Ich frage mich nun, bei allem berechtigten Rechtsansprüchen zur Wahrung des geistigen Eigentums und der Verwertungskette von intellektuellen Gütern, ob diese Kampagnenanzeige nicht zu weit geht … ? Hier werden dümmste Vorurteile geschürt. Und die Plattenindustrie entblödet sich nicht ….
Geschrieben in Satire, Konsum & Wirtschaft, Internet, Politik, Kultur&Bildung | Drucken | Keine Kommentare »
Neues Layout und Schwerpunktsetzung …
1.3.2008 von Wolf.
Der Mai ist noch nicht da, es ist erst März, aber das hindert niemanden daran, nicht mal wieder etwas neues auszuprobieren.
Beim durchstöbern der Einstellungen fand ich heraus, daß offenbar seit einiger Zeit neue Gestaltungsmotive für die Weblogs von ⇒ 1 & 1 bereitgestellt wurden. Da ich seit einiger Zeit mich Schwerpunktmäßig (auch berufsbedingt) mit Literatur und dort vor allem mit meinem Schwerpunktthema Fantasy und Phantastik (Oberbegriff) auseinandersetzte, habe ich ein entsprechendes Layout nun gewählt. Ich werde aber auch zukünftig zu anderen Themen nicht schweigen.
Da in letzter Zeit ja politisch und gesellschaftlich überhaupt sehr viel passiert (Wahlen, Rauchverbot, wieder Wahlen, Steueraffäre inkl. BND-Schelte, Streiks und Tarifauseinandersetzungen in verschiedenen Branchen [ein Thema, das eventuell bei mir eine eigene Rubrik erhält]), kann es immer wieder sein, daß Ihr auf Themen stoßen werdet, die nur durch das Lesen als literarisch betrachtet werden können. Aber man muß eben auch immer wieder über den eigenen Tellerrand hinaus blicken: nicht nur um mitreden zu können oder sich mitteilen zu können, sondern auch, um überhaupt etwas zu erfahren, den Kontakt mit dem Rest der Menschheit zu erhalten und nicht zu vereinsamen.
Der Akt des Lesens ist nämlich ein eher einsamer Vorgang, er isoliert uns obgleich er uns mit anderen Dingen verbindet bzw. uns über sie aufklärt (im Idealfall; manche geschriebene Dinge klären nicht auf, sondern vernebeln, manipulieren, führen in die Irre und informieren bewußt falsch! vergl. ⇒ politische Meinungsbildung etc.)
Zurück zum Layoutwechsel: Außerdem ist es immer schön, wenn man die Ausdrücke und die Sprache mit der optischen Wahrnehmung übereinstimmend zusammenbringen kann: wenn also hier von Seiten und Unterseiten die Rede ist, passt es ganz gut auf dem Bildschirm ein Buch mit aufgeschlagenen Seiten abgebildet zu sehen.
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Vor circa einer Stunde …
17.11.2007 von Wolf.
stolperte ich mal wieder über ein Zitat, das mir schon früher begegnet ist:
“An die dumme Stirne gehört als Argument von Rechts wegen die geballte Faust”
Vorsichtig ausgedrückt wird dieses Zitat gemeinhin Friedrich Nietzsche zugeordnet. Es soll aus dem Werk “Menschliches, Allzumenschliches – Ein Buch für freie Geister” stammen. Dem Wikipediaartikel, den ich hier verlinkte, sind keine Zitate angefügt, so daß es auf diese Art nicht verifizierbar ist. Sei’s drum.
Ob es nun von Nietzsche stammt oder nicht, kann mir vielleicht jemand anderes bestätigen oder eben nicht. Worum es mir eigentlich geht, ist die Aussage dieses Satzes:
- M. E. ist eine geballte Faust kein Argument, auch wenn es hier und da heißt: lasst die Fäuste sprechen … oder die Waffen. Vielmehr ist das immer das klare Zeichen des Versagens von Argumenten …
- Ich kann den Drang, bei geballter Dummheit manchmal geballte andere Dinge (eben auch Fäuste) dem entgegen zu setzen, durchaus nachvollziehen. Was nicht heißt, daß ich es gut heiße, da ich ja auch nicht weiß, ob ich nicht Ziel der Attacke sein soll und ich mir nicht schon wieder eine neue Brille leisten kann …
- Prinzipiell ist es mit Zitaten, wie ich schon an anderer Stelle in diesem blog erklärte nicht selten nicht weit her: durch das Herausziehen aus dem Kontext wird die Botschaft oft verfälscht. Nicht selten stellte sich heraus, daß die zitierte Person, so sie denn erstmal korrekt ermittelt wurde, das genaue Gegenteil behauptete.
Davon abgesehen, kann man auch durchaus als Normalsterblicher mal einem Philosophen widersprechen. Auch wenn es ein wenig unfair ist, da sich Nietzsche nicht mehr wehren kann ….
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kontinuierliche Selbstreflexion
17.11.2007 von Wolf.
… der vorige Beitrag ist auch wieder ein Stück Selbstreflexion: wer sind die anderen, wer bin ich?
Was habe ich bisher erreicht? Muß ich mich an den anderen messen bzw. tue ich es? Was gebe ich von mir wann und wo preis?
Wenn ich mir anschaue, was ich auf diesen Blogseiten über mich erzähle, was ich auf meiner Internetseite berichte, was wo über mich steht … das ist allerhand.
Aber sei’s drum. Ich habe mich dafür entschieden - und werde auch mit den Selbstzweifeln, die dazu gehören, dieses fortsetzen.
Dazu was ich erreicht habe: ich stehe auf eigenen Füßen. Ich habe mein Leben nach der Schule selbst in die Hand genommen, natürlich auch Fehler gemacht, gelernt etc. pp. Wie erfolgreich ich nun war, kommt nicht auch zuletzt auf den angelegten Maßstab an, gell?
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Ich habe heute mal gegooglet …
15.11.2007 von Wolf.
… ich dachte mir, ich könnte ein bis zwei Stunden meines Urlaubs mitunter mal darauf verwenden, wie sich ehemalige Mitschüler im Internet präsentieren … auch so im Vergleich zu mir. Und was musste ich feststellen?
Wenn ich genau gezählt habe, konnte ich gerade mal zwei e-Mail-Adressen ausmachen, von denen nicht mal klar war, ob die aktuell sind. Darüber hinaus fand ich eine Ex-Mitschülerin, die scheinbar an der TU Braunschweig Doctrix für Chemie ist. Nur bin ich nicht sicher. Es gab keinen Lebenslauf und / oder andere Dinge, die eine Identifizierung eindeutig zuließen. Eine Person konnte ich hingegen eindeutig identifizieren als wissenschaftl. Mitarbeiterin an der Uni Hannover im Bereich Bau- und Konstruktionswesen … oder wie das heißen mag. Sie hatte eine eigene Profil-Seite als Mitarbeiterin mit Photo. Von einer anderen erfuhr ich indirekt, daß sie zumindest 2004 als Referendarin an einer Hildesheimer Schule anfing, aber das war nur aus einem Beitrag einer Schüler- oder Elternzeitung, die online verfügbar war, keine eigene Webpage. Was ich darüber hinaus gefunden habe, sind Profilseiten bei StayFriends … immerhin sechs bis acht, wobei ich nicht ganz verstehe, wer unseren ehemaligen Gemeinschaftskunde-Lehrer mit bei den Abiturienten eingetragen hat … ein Scherz?
Ich frage mich jetzt: liegt das an meiner Sucheingabe oder an Google? Oder ist es vielleicht eher so, daß die Tendenz abnimmt, private Webseiten zu erstellen? Ich dachte, es sei zunehmend üblich zumindest an Schulen und Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen eine kleine Profilseite der Mitarbeiter zu erstellen mit Lehr- bzw. Forschungsschwerpunkten und mind. einem CV. Wie es scheint, ist dem nicht so.
Wie auch immer. Im Übrigen stellt dieser Beitrag keine Aufforderung dar, mich nun mit Mails oder dergleichen zu bombadieren. Es hat mich nur überrascht, daß ich von keinem anderen eine Webseite oder einen Blog fand, geschweige denn beides. Und wie gesagt: nur von einer einzigen fand ich eine derartige Mitarbeiter-Seite.
Es mag natürlich auch daran liegen, daß es kein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis bei den anderen gibt. Zeit jedenfalls ist kein Argument aus meiner Sicht: was man für wichtig erachtet, dem widmet man seine Zeit. Sollte einer meiner Ex-Mitschüler Psychologie studiert haben, so sei ihm/ihr gesagt: spar Dir Deine Analyse des hier Geschriebenen.
Andererseits: auch wenn ich in meinem sonstigen Bekanntenkreis herumschaue, haben nur wenige eine eigene Webseite, auch von den (ehemaligen) Studenten. Meist findet man “nur” Profilseiten bei Kontaktbörsen, wenn überhaupt … und dort sind nicht selten die entsprechenden Loginnamen so kryptisch, daß man erst durch ansehen der Bilder darauf kommt, wer dahintersteckt - wenn denn Bilder hinterlegt sind.
Das hängt natürlich auch mit der Entwicklung des Internet an sich zusammen. Selbst wenn man heutzutage fast gängigerweise einen Anschluß und zumindest eine Emailadresse hat, so heißt das noch lange nicht, daß man sich auch eine Webseite erstellt.
Einige private Webseiten verschwinden natürlich auch wieder nach einiger Zeit. Hier ist dann auch wieder die Sinnfrage nach privaten websites und blogs angebracht.
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