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Archiv der Kategorie Sprache
Vor circa einer Stunde …
17.11.2007 von Wolf.
stolperte ich mal wieder über ein Zitat, das mir schon früher begegnet ist:
“An die dumme Stirne gehört als Argument von Rechts wegen die geballte Faust”
Vorsichtig ausgedrückt wird dieses Zitat gemeinhin Friedrich Nietzsche zugeordnet. Es soll aus dem Werk “Menschliches, Allzumenschliches – Ein Buch für freie Geister” stammen. Dem Wikipediaartikel, den ich hier verlinkte, sind keine Zitate angefügt, so daß es auf diese Art nicht verifizierbar ist. Sei’s drum.
Ob es nun von Nietzsche stammt oder nicht, kann mir vielleicht jemand anderes bestätigen oder eben nicht. Worum es mir eigentlich geht, ist die Aussage dieses Satzes:
- M. E. ist eine geballte Faust kein Argument, auch wenn es hier und da heißt: lasst die Fäuste sprechen … oder die Waffen. Vielmehr ist das immer das klare Zeichen des Versagens von Argumenten …
- Ich kann den Drang, bei geballter Dummheit manchmal geballte andere Dinge (eben auch Fäuste) dem entgegen zu setzen, durchaus nachvollziehen. Was nicht heißt, daß ich es gut heiße, da ich ja auch nicht weiß, ob ich nicht Ziel der Attacke sein soll und ich mir nicht schon wieder eine neue Brille leisten kann …
- Prinzipiell ist es mit Zitaten, wie ich schon an anderer Stelle in diesem blog erklärte nicht selten nicht weit her: durch das Herausziehen aus dem Kontext wird die Botschaft oft verfälscht. Nicht selten stellte sich heraus, daß die zitierte Person, so sie denn erstmal korrekt ermittelt wurde, das genaue Gegenteil behauptete.
Davon abgesehen, kann man auch durchaus als Normalsterblicher mal einem Philosophen widersprechen. Auch wenn es ein wenig unfair ist, da sich Nietzsche nicht mehr wehren kann ….
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Leben oder Sterben?
8.9.2007 von Wolf.
Im Fernsehen lief gerade eine Wiederholung von Quarks & Co. zum Thema Koma, Sterben und Patientenverfügungen.
Ich weiß bis heute nicht, wie ich dazu stehe, d.h. mir soll es nur Recht sein, wenn andere über ihr eigenes Leben und Sterben verfügen, aber ich habe keine Entscheidung bisher dazu getroffen, ob ich in einem bestimmten Fall lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen will.
Da ich eine ungeheure Angst vor einem qualvollen Sterben habe, kann ich mir nicht vorstellen, daß das Einstellen der künstlichen Ernährung gerade ein humaner Tod wäre. Bedenkt, derjenige, dessen künstliche Ernährung eingestellt wird, bei dem aber sonst alles funktioniert, muß dann eben elendig verhungern. Ist das human?
Es ist höchstens insofern human, als daß es eine menschliche Entscheidung in jenem Sinne ist, daß sie eben von einem Menschen getroffen wurde. Aber ist es im Sinne von Liebe und Fürsorge menschlich?
Was genau bedeutet das Wort “menschlich”? Für mich bedeutet es zu aller erst “von menschlicher Hand” bzw. “von Menschen erdacht”. Das heißt dann aber nicht, daß es eine gute oder schlechte, eine fürsorgliche oder egoistische Handlungsweise ist. Das Wort “menschlich” trägt keinen bewerteten Sinn bzw. wertenden Sinn, auch wenn viele es so verstehen. Auch Folter und Krieg sind menschliche Dinge: sie sind von Menschen initiiert, um andere Menschen zu quälen.
Soviel zur Menschlichkeit …
Man sieht: auch hier finden sich Verweise auf Sprache und ihre Bedeutung(en).
Will ich einer solchen Menschlichkeit ausgesetzt sein, die nach Gutdünken mit mir in einer für mich hilflosen Situation verfährt, wie es ihnen gerade in den Kram passt?
Was bringt eine Patientenverfügung? Sie bringt juristische Klarheit, wenn sie ordentlich, klar und deutlich verfasst ist. Schriftlich ist immer besser, obwohl laut Gerichtsurteilen (bitte selbst recherchieren) auch mündliche Verfügungen in Ordnung sind. D.h. wie Testamente auch, brauchen Patientenverfügung ein stabiles juristisches Umfeld, damit kein Schabernack damit getrieben werden kann. Und am sichersten sind immer noch mehrfache Ausführungen: eine beim Notar, eine in den eigenen Unterlagen, mindestens eine bei der Verwandtschaft.
Ich denke ein Verweis auf das Thema Euthanasie etc. erscheint mir hier auch angebracht. Die Themen sind in gewisser Weise miteinander verwandt.
Nur wie stehe ich dazu? Was will ich? Das erfordert noch sehr genaue Überlegungen. Ich hoffe nur, ich habe Zeit dafür ….
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Just wanna be smart …
4.9.2007 von Wolf.
… so I thought I just link here the famous jabberwocky-files. The Jabberwocky-poem is part of the worldwide well known (?) stories of “Alice and her adventures in Wonderland” and “Through the looking glass” (you know you should have read these until last friday?). Therefor and not only because of this it’s just nicely fitting here - while we’re talking of Babylon and non-sense.
Did you already visited my poems’ pages on my web site (www.en-shandra.net)?
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Zitate
2.11.2006 von Wolf.
Ich hatte kürzlich (binnen der letzten vierzehn Tage) in der Berliner Zeitung in einem Kommentar von Christian Bommarius das “Franklin”-Zitat („Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“) einem gewissen George Washington zugeordnet gelesen (Aussage klar?). Im Übrigen ist natürlich für keinen, der die Meinungsfreiheit sehr hoch schätzt eine Gesinnungsschnüffelei in irgendeiner Form akzeptabel. Aber inwiefern muß man Meinungen oder etwas, das als “Meinung” oder “Äußerung der Meinung” getarnt ist, erdulden, wenn dieses in Menschenverachtung mündet oder im Aufruf zu Gewalttaten? Ist die Leugnung von Genoziden durch die Meinungsfreiheit gedeckt? Bei der Leugnung von Fakten handelt es sich eigentlich um den Straftatbestand der uneidlichen Falschaussage, wenn ich nicht irre. Wenn man wider besseres Wissen oder wider die Fakten spricht, dann nennt man das Lügen. Sind Lügen von der Meinungsfreiheit gedeckt? Es geht mir nicht um political correctness, es geht um Leben und Tod!
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Sprache und Sprachen
2.11.2006 von Wolf.
Sprache schafft Kultur. Soviel haben wir schon erarbeitet. Sprache ist für die meisten Menschen das Hauptwerkzeug zur Verständigung untereinander. Nun haben sich im Laufe der Jahrtausende unter den Menschen verschiedene Sprachen entwickelt. Und eine davon gewinnt immer mehr an Dominanz: das Englische. Ich habe ja nun seit Erscheinen der Ausgabe Nr. 40/2006 des SPIEGELs mich daran gemacht, Anglizismen auf diesen Seiten zumindest zu reduzieren und als solche zu kennzeichnen (durch Kursivstellung).
Zuvor arbeitete ich in den letzten Wochen konzentriert an der Übersetzung nahezu aller Unterseiten. Mit der heutigen Restrukturierung habe ich diese Arbeit um einiges zurückgeworfen, da ich neue Unterseiten geschaffen habe. Ich bin mir nun aber auch nicht mehr sicher, ob ich diese Arbeit fortsetzen soll. Nicht nur, daß ich in Bezug auf bestimmte Themen schlichtweg an die Grenzen meiner Englischkenntnisse stoße, sondern ich frage mich auch, wie lohnenswert - vom eigenen Lerneffekt mal abgesehen, die Übersetzung der Seiten überhaupt ist. Zumindest habe ich bisher kaum Reaktionen auf meine Präsenz im WWW aus dem anglophonen Raum bekommen. Da fragt man sich dann schon manches Mal: “Wofür mache ich das?”
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