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Archiv der Kategorie communities
kopflose Männer
21.2.2010 von Wolf.
In vielen Internetforen geben Schwule bereitwillig Auskunft über Penisgrößen und stellen Bilder von ihren dicksten Dildos hin und lassen sich auch hemmungslos bei den seltsamsten Auswüchsen des menschlichen Trieblebens fotografieren und das ganze auch gerne ohne Passwort einsehbar – aber immer fehlt der Kopf … oder das Gesicht. Vermuten die am anderen Ende der Leitung ihren gegenwärtigen Schwarm, oder den Chef, oder den Nachbarn? Die Ehefrau womöglich?
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Mal wieder Datenschutz: Facebook
14.2.2010 von Wolf.
In einem Artikel bei Stern.de (Link: http://www.stern.de/digital/online/datenschutz-warum-will-facebook-die-e-mail-adresse-meiner-tante-1540492.html#utm_source=standard&utm_medium=rss-feed&utm_campaign=alle) vom 04.02.2010 wird in Bezug auf ein neues Facebook-App für das iPhone darauf hingewiesen, wie Facebook mitunter an Adreßdaten von Personen kommt, die mit Facebook gar nichts zu tun haben: eine bestimmte kleine Einstellung, die der Nutzer vornimmt - und schon bekommt Tante Frieda Werbung. D.h. hier wird mit Daten gehandelt, die einem nicht gehören: arglose Endverbraucher sind teils dafür verantwortlich, daß Ihre Nachbarn, Freunde und Verwandten mit Werbung zugemüllt werden. Die Betreiber sozialer Netzwerke stehen mittlerweile zumindest meinerseits unter dem Generalverdacht des Adreßhandels.
Wir werden also bald zu einer neuen Einstellung kommen: Don’t Facebook me!
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Datenschutz? - Dü gübt’s hür nüch …
25.10.2009 von Wolf.
Nun also SchülerVZ … eine Datenschutzlücke nach der anderen tut sich auf. Warum? Weil Unternehmen mitunter daran verdienen, Adreßdaten zu verkaufen. Ihr glaubt doch nicht etwa, daß der Milliardengewinn bei Google auf koschere Art und Weise zustande kam? Mitunter haben die sicherlich auch kräftig am Datenhandel verdient. Wenn man alle am Markt tätigen Unternehmen durchleuchtete, käme man sicherlich sehr schnell auf viele mitunter auch mehr oder minder bekannte Unternehmen, die da auf dreckige Art und Weise Geschäfte machen. Geld regiert die Welt.
Datenschutz ist oftmals reine Makulatur. Man kann fast davon ausgehen, daß jene, von denen nix bekannt geworden ist, bisher einfach alles ganz gut und sauber verheimlicht haben.
So, wie unser Bundesinnenminister alle Bürger unter Generalverdacht bzgl. Geldwäsche, Kinderpornographie oder Terrorismus stellt, so dürfen wir die komplette Wirtschaft unter den Generalverdacht des Adreßhandels stellen. Ich frage mich nur - wer kauft solch wertlose Daten noch? Auch dieses ist doch mittlerweile nur noch pure Geldentwertung. Die ganzen Daten, die da gehandelt werden, sind doch im Prinzip absolut wertlos. Wer reagiert noch auf Werbung?
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Das Internet ist nicht privat
23.8.2009 von Wolf.
Sozusagen als Zusatz zum vorherigen blog-Eintrag, kann man nochmal dazu setzen: Das Internet ist nicht privat. Was wir ins Internet stellen und setzen, dort ablegen, hinschreiben, wie auch immer, ist publik, ist öffentlich. Es gibt zwar auch im Internet geschützte Räume, die nur durch die Eingabe von entsprechenden Identifikationseingaben erreichbar sind (Logins), doch prinzipiell ist das nicht privat. Je nach Sicherheitsstandards des entsprechenden Instituts, können auch Bankdaten öffentlich werden. Es liegt aber nicht immer an den anderen, wenn unsere Privatsphäre flöten geht. Wir tragen auch selbst Verantwortung dafür. Allerdings ist es auch so, daß perfider Weise Personen existieren, die keine Scham kennen und keine Skrupel, wenn wir nachlässig sind. Mißtrauen ist unser bester Schutz in dieser Angelegenheit. Wer das vergisst, ist selber Schuld.
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Frau Aigner und der mündige Bürger
23.8.2009 von Wolf.
Frau Aigner (CSU, Bundeslandwirtschafts- und -verbraucherministerin) gab dieses Wochenende der Berliner Zeitung im Kontext der jüngst veröffentlichten Studie Ihres Ministeriums zur Internetrecherche seitens Personalabteilungsleiter bzgl. ihrer Bewerber ein Interview.
In diesem Interview verwies Frau Aigner auf den mündigen Bürger. Guter Ansatz.
Das Problem, das ich damit habe, ist folgendes: die Unionsparteien und die FDP verhindern an einigen anderen Stellen, daß der Bürger überhaupt mündig wird. Es gibt Punkte im Verbaucherschutzgesetz bzw. anderen Gesetzen zum Schutz der Verbraucher, die es de facto verunmöglichen, daß der Verbraucher ein mündiger Verbraucher wird. Ein mündiger Verbraucher hat freien Zugang zu allen Informationen bzgl. der Produkte und Dienstleistungen aller am deutschen Markt tätigen Wirtschaftsunternehmen (Idealfall). Fakt aber ist, daß Firmen bspw. im Bereich Lebensmittelindustrie keine vollständigen Angaben machen müssen oder aber Erkundigungen viel zu komplex und teuer sind, d.h. nicht einfach und teils mangels Kapital beim Verbraucher unerschwinglich.
Frau Aigner hat die Firmen, welche soziale Netzwerke via Internetplattform ermöglichen, angewiesen, die Verbraucher stärker vor sich selbst zu schützen bzw. es Ihnen zu ermöglichen, Ihre eigenen eingestellten Daten besser zu verwalten - auch mit Hinblick auf Eigentumsrechte an Bildern etc. Dieses sagte sie eben auch in Hinblick auf die ausufernde Recherche von Pesonalabteilungen.
Wieso werden die Personalabteilungen nicht dazu aufgerufen, für die ausgeschriebene Stelle irrelevante Daten zu ignorieren? Wieso wird es Personalabteilungen nicht verboten, private Daten zu nutzen? Wieso wird Personalchefs de facto also erlaubt, den gläsernen Bewerber oder Angestellten zu kreieren?
Frau Aigner, wir danken Ihnen für dieses Gespräch, m.E. sind sie damit die falsche auf dem Posten.
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