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Axolotl Roadkill – Nachtrag

Wenn der Titel des Buches einen Zusammenhang mit dem Inhalt haben sollte, dann könnte eine mögliche Interpretation folgende sein: Münchhausen 2010.

Erklärung gefällig?

Mittlerweile dürfte jeder wissen, was ein Axolotl ist. Das Wort roadkill bezeichnet im (US-)Amerikanischen tierische Verkehrsopfer – Tiere, die im Straßenverkehr ums Leben gebracht werden. Zieht man die beiden Wörter zusammen zu einem Titel (oder meinetwegen auch erst einmal einer Schlagzeile), so ergeben sie einen Zusammenhang, dessen Realitätsnähe kaum ferner sein könnte. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Axolotl im US-amerikanischen Straßenverkehr ums Leben kommt ist nahezu 0. Wenn der Titel also bezeichnend und sprechend sein soll – und nicht nur irgendwie hip klingen – dann müßte der Roman von Dingen handeln, die genauso wahrscheinlich sind, wie der tödliche Verkehrsunfall eines Axolotl auf US-Straßen.

So weit ich aber über den Inhalt informiert bin, ist das ein Adoleszenzroman – eine zusammengestokelte Geschichte um pubertierende Gören, die wir – erlebten wir sie unmittelbar – unweigerlich in die nächste Anstalt einweisen ließen, wenn wir nicht unserem Instinkt nachgingen, und die “Kackbratzen” einfach an die Wand klatschten. So weit ich rein gelesen habe, ist der Roman sehr ordinär, die handelnden Personen abstoßend und unreif (wie Larven eben), und um den Bezug zum roadkill herzustellen: einige bleiben auf der Strecke. So kann auch ein Inhaltsbezug zum Titel hergestellt werden. Frau Hegemann gab ja wohl offen zu, daß sie nahezu nichts von dem Beschriebenen selbst erlebt habe (so entnahm ich es zumindest der Berichterstattung). Sie habe halt recherchiert und es zusammengetragen. Manche sagen, sie habe andere Tatsachen(?)berichte abgeschrieben und neu zusammen gestellt.

Ob das ganze dann wirklich lesenswert ist oder nicht, muß und soll jeder selbst entscheiden. Es ist fraglich aus meiner Sicht, ob Frau Hegemann dadurch belohnt werden sollte, daß ausgerechnet ihr Buch sich dann so gut verkauft. Leiht es Euch lieber irgendwo, wenn Ihr Euch ein eigenes Urteil darüber bilden wollt.

Piraterie halte ich aber für unangebracht. Damit sänke man auf das gleiche Niveau hinab.

3 Mäuse

Die 3 Mäuse sind schon vor geraumer Zeit umgezogen bzw. gegenwärtig offline. Sie werden aber in einem Forum zitiert: 3 Mäuse. Der Originaltext ist:

3 Mäuse zogen mal gen Osten
wo sie für geringe Kosten
sich ein Zimmer mieteten
und Theater bieteten

Dabei ging es drunt’ und drüber
und die Mäus’ war’n bald hinüber

Dieser non-sense Vers stand mal auf meiner Netzseite unter dem Pfad /literature/poems
/poems01.html

Ich habe noch mehr solcher Dinge verzapft:

  1. Christkind
  2. Känguruh und Haselmaus
  3. Auf der Klappe (nicht unbedingt jugendfrei)
  4. Enten - eine lustige Sprachsammlung an Geflügel
  5. Todesarten & Letzte Worte - von mir teils nur zusammengetragen, Ursprung ist u.a. ein Pfarrbrief (sic!) meiner Heimatgemeinde gewesen
  6. Das Pudding-Lied - mit eigenen hinzugefügten Zeilen

Mitunter nennt man dieses, was ich da fabrizierte originär! Vielleicht auch originell – aber das Urteil maße ich mir selbst nicht an.

Axolotl Roadkill

Die Feuilletons sind voll.

… voll des Lobes anfangs, voll der Berichterstattung nach Bekanntwerden von Plagiatsvorwürfen etc. hinterher.

Die Autorin blamiert sich bei Harald Schmidt total als gar nicht schlagfertig und unfähig, eigene Antworten zu geben. Sie scheint eine typische wiederkäuende Gymnasiastin zu sein. Reproduktion pur! Kein eigener Gedanke, keine Originalität. Nix!

Frau Hegemann scheint, ein paar Wörterbücher gefressen zu haben, das ist alles. Und der gesamte bundesdeutsche Literaturbetrieb steht de facto blamiert da. Die Jury des Leipziger Buchpreises will sich nicht die Blöße geben und die Nominierung zurückziehen; der Ullstein Verlag holt nach, was die Autorin versäumt hat.

Das einzig Originelle an dem Buch scheint mir der Einband bzw. das Titelbild – und dafür, denke ich, hat nicht Frau Hegemann das Lob verdient.

Ich frage mich außerdem, wieso bei “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche alle Feuilletons noch schrien “wie kann man nur” und “ieh”, und nun soll diese Fäkalsprache besonders originell sein? Wer hat denn den Feuilletonisten jetzt schon wieder ins Hirn gesch…?

Hauptverantwortlich für den ganzen Trubel um dieses Buch soll ja angeblich Herr Schirrmacher sein … na toll!

Interessant fände ich jetzt die Äußerungen von MRR. Was würde er wohl sagen?

Der Standpunkt Frau Hegemanns ist ja im Prinzip der, daß es sowieso nichts neues mehr gibt. Bezieht sie sich womöglich mitunter auf eine Nummer aus dem Musical “Elisabeth”? Da heißt es in der Hochzeitsszene:

“Alle Fragen sind gestellt und alle Phrasen eingeübt
Wir sind die letzten einer Welt aus der es keinen Ausweg gibt
Denn alle Sünden sind gewagt
Die Tugenden sind einstudiert
und alle Flüche sind gesagt, und alle Segen revidiert
Die Häßlichkeit empört uns nicht
Die Schönheit scheint uns längst banal
Die gute Tat belehrt uns nicht
Die böse Tat ist uns egal
Denn alle Wunder sind gescheh’n
und alle Grenzen sind zerstört
Wir haben jedes Bild geseh’n
uns alle Klänge totgehört
Alle Fragen sind gestellt und alle Chancen sind verschenkt
Wir sind die letzten einer Welt
die stets an ihren Selbstmord denkt.
Und alles, alles was passiert
hilft uns, die Zeit zu bersteh’n
Weil jedes Leid uns delektiert
sehn wir dich gerne untergeh’n”

Text: Michael Kunze,  Sylvester Levay

Ich habe keine Ahnung, wie lange dieser Gedanke schon durch die Kulturszene irrt, aber er ist tatsächlich nicht neu. Manche machen eine Philosophie daraus und nehmen es eben als Rechtfertigung für eigene Unkreativität. Es ist eine Frage von Chuzpe, mit einem Werk, daß nicht originär aus eigener Verstandesleistung entstanden ist (außer, daß man halt zusammenträgt und neu kombiniert), die Öffentlichkeit zu suchen und sich Federn in den Arsch zu stecken, die nicht die eigenen sind.

Ich finde Harald Schmidt hat in seiner Sendung Frau Hegemann ausreichend vorgeführt, und wir dürften nun eigentlich das ganze Thema inkl. Autorin und Buch einmotten.

In Bezug auf diesen Roman möchte ich gerne privat noch etwas anderes loswerden, was ich beruflich nicht so ohne weiteres darf. Ein Apotheker in Marburg hatte eine Zeit lang in seinem Schaufester ja den “Scheiß des Monats” “beworben”, bis er von der Pharmalobby verklagt wurde. Ich weiß nicht mehr, wie das Verfahren ausging, es dürfte sich vermutlich online recherchieren lassen.

Ich finde aber, Frau Hegemann sollte einen Reinfall erleben dürfen, leider Gottes steht das Buch auf der SPIEGEL-Bestseller-Liste.

Ich frage mich gleichzeitig, ob Anti-Werbung, das Buch in diesem Fall nicht sogar noch besser verkäuflich machte *lol*.

Aber es gibt eine logische und logisch nachvollziehbare Erklärung, warum man ein Produkt – und ein Buch ist nichts anderes als ein Produkt (nämlich das eines Verlages, welcher wiederum auch letztlich ein Wirtschaftsunternehmen ist) – wenn in aller Regel auch mit einigen Besonderheiten im Gegensatz zu, sagen wir, einem T-Shirt, nicht schlecht machen soll: die Rechtsprechung und auch die Händler erwarten vom Konsumenten eine gewisse Mündigkeit. D.h. jeder Konsument ist rein theoretisch selbst in der Lage, sich vom Produkt eine Meinung zu bilden. Das ist ja in jeder Buchhandlung in Bezug auf die vorrätige Ware auch der Fall: man kann sich hinsetzen und reinlesen. Die eigene Meinung (des Verkäufers/Buchhändlers) soll nur dazu dienen, ein Produkt zu empfehlen, zu verkaufen, nicht aber um davon abzuraten. Das ist nicht leicht und will gekonnt und gelernt sein. Das kann man lernen. Man muß sich nur im Griff haben.

Hitlers Kampf

… es gibt Dinge im Leben, von denen man bei genauerer Betrachtung sich nur kopfschüttelnd abwenden kann: so wird gegenwärtig in manch einem Forum diskutiert, was denn wohl sein wird, wenn am 01.01.2016 urheberrechtlich kein Schutz mehr für Adolf Hitlers Elaborat “Mein Kampf” vorliegt. Gegenwärtig liegen ja für den deutschen Markt die alleinigen Verwertungsrechte beim Freistaat Bayern. Dieser vergibt bisher keine Lizenzen (bis auf eine für eine kommentierte und gekürzte Fassung, die wohl beim List-Verlag erschienen ist [ob die wirklich noch lieferbar ist, habe ich nicht überprüft, weil mir das reichlich egal ist]).

Allen Ernstes diskutiert man in den entsprechenden Foren, ob es nicht sinnvoll sei, nach Erlöschen des urheberrechtlichen Schutzes eine kommentierte Komplettausgabe zu publizieren. Wieso erst dann, frage ich mich?

Davon mal abgesehen, daß Raubdrucke ja trotz aller Bemühungen des Freistaates Bayern über illegale Bezugswege zweifelsohne verfügbar sein dürften (ich weiß nicht, ob die Fassung bei GoogleBooks mittlerweile offline ist), halte ich die ganze Diskussion um dieses Machwerk für völlig übertrieben.

Hitler ist tot - zum Glück. Seine geistigen Erben leider noch nicht alle, Idioten muß es scheinbar eben immer geben. Ob nun “Mein Kampf” irgendwann für den interessierten Leser wieder käuflich erwerblich ist (der Handel mit unveränderten Originalausgaben aus der Zeit vor 1945 ist übrigens bedingt legal), oder in China der berühmt-berüchtigte Sack Reis umfällt, ist doch vollkommen wurscht. Glaubt denn tatsächlich einer, daß dieses grottenschlechte Konstrukt deutscher Sprache je wieder eine Bestsellerliste erstürmen wird? Wohl nicht. Als es für den Durchschnittsdeutschen noch kein must-have war (sprich Pflichtbesitz /-lektüre für Nachwuchskader der NSDAP), hatte das Buch an sich auf dem deutschen Markt keine großen Absätze erzielt. Zumindest wird das so kolportiert.

Wer sich an den entsprechenden Inhalten aufgeilen will, findet heute schon Mittel und Wege des Bezugs, da habe ich keine Zweifel. Vernünftige Leute bleiben ohnehin irgendwo in der Lektüre stecken, weil das Buch so grauslich geschrieben ist und so verworren und verquast, daß es de facto gar nicht lesbar ist. Dagegen ist Frau Jelinek ein Kinderspiel.

Der geneigte Leser möge sich doch bitte an intelligent geschriebenen Bücher festhalten, “Mein Kampf” ist verzichtbar und gehört in die Kategorie Bohlen und Konsorten: man sollte um die Bäume trauern, die für den Druck dieses Textes sterben mussten. Damit verweise ich erneut auf meine Idee einer Ökoabgabe für Verlage verzichtbarer Inhalte …

Atombombenabwürfe in Japan 1945 - nichts gelernt?

Dieser Tage jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima (6.8.1945) und Nagasaki (9.8.1945), die die fast bedingungslose Kapitulation Japans zur Folge hatten und den Zweiten Weltkrieg in Asien und dem Pazifischen Raum beendeten.

Heute - rund 65 Jahre später - scheint die Menschheit immer noch nicht viel weiter denken zu können. Täglich bewahrheitet sich die Aussage, daß die Massen doof sind. Im Pulk agiert der Mensch entgegen jedweder Vernunft und überläßt einigen wenigen Agitatoren das Wort und das Entscheidungsrecht. Israel (d.h. dessen Premier) überlegt laut, ob es nicht an der Zeit wäre, im Falle eines Falles, Teheran zu bombardieren. Teheran selbst ist im Umbruch bzw. herrscht Irritation in der islamischen Republik - keiner weiß so recht, wohin die Reise gehen soll und die Metropolenbevölkerung geht auf die Straße (diese wissen scheinbar, wovon ich rede bzw. reden werde). Afghanistan will nicht so recht von den Taliban lassen bzw. umgekehrt (das ist nicht so ganz klar, wer da wen nicht in Ruhe lassen will).

DEMOKRATIE heißt das Wort, daß die meisten Menschen letztlich nicht begriffen haben, auch jene nicht, die es besonders häufig im Munde führen (denen sollte man sowieso nicht trauen).

Es scheint fast, daß die DEMOKRATIE im ureigentlichen Wortsinne ein theoretisches Gebilde ist, welches vom Prinzip her gut ist, in der Umsetzung aber stets irgendwie nicht so richtig funktionieren will (wie es auch im Kommunismus ist etc.).  Im Prinzip adaptieren alle Gesellschaften irgendwie immer eine Art Führermodell. Dabei muss das nicht immer so ausarten wie beim GRÖTAZ (ursprünglich GRÖFAZ, aber es erwies sich ja eher, daß erdessenNamenichtsoschönist ein GRÖTAZ = GRÖßter Trottel/Teufel Aller Zeiten war). Das Führermodell ist: einer steht vorne und sagt, wo es lang geht, und der Rest trottet mehr oder minder murrend oder jubelnd hinterher. Manchmal steht auch eine Gruppe vorn - das Ganze artet dann nur unwesentlich zum besseren aus. Irgendwie bilden sich in den verschiedenen Gesellschaften immer wieder selbsternannte Eliten heraus (das meist einzig elitäre an Ihnen: sie haben das meiste Geld oder die stärksten Ellenbogen), die die Führung übernehmen und der breiten Masse Ihren Willen aufzwingen.

Es ist doch kein Naturgesetz, daß die Reichen reicher werden und die breite Bevölkerung herumkrebst (wenn im Falle der BRD auch auf sehr hohem Niveau - vor allem im Vergleich zu den Schwellenländern und erst recht zu den Entwicklungsländern).

Nordkorea - das ist das Land, wo Herr Clinton neulich war, um auf komische Art und Weise zwei US-Bürgerinnen freizubekommen - ist doch ein ganz guter Beweis dafür, daß gleichgültig welches System von der selbsternannten Elite als ideal für das jeweilige Volk erachtet wird, die breite Masse immer darben muß, zumindest aber so irgendwie herumkrebsen muß, um über die Runden zu kommen.

Man muß aber nicht auf den "kommunistisch" geführten Norden Koreas schauen, um Elend finden zu können: Südkorea bietet das auch, und auch dort gibt es Mängel im politischen System. Und um aus dem asiatischen Raum zurückzukommen, schauen wir uns doch unser System an: die Bundesrepublik hat auch ihre Macken und Fehler. Wir haben noch das Glück (?), uns diesen Dreck selber antun zu dürfen. Am 27. September ist es wieder so weit. Wißt Ihr schon, welches kleinere Übel Ihr wählt? -Ich nicht!

Was das alles mit den Atombombenabwürfen vor rund 65 Jahren zu tun hat? Könnt Ihr lesen?

Im übrigen bin ich der Meinung, daß die Deutsche Bahn AG zerschlagen werden sollte. (Kann mir das einer ins Lateinische übersetzen?)