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Archiv der Kategorie Politik un' so'n Kram
Es ist Sonntag
24.1.2010 von Wolf.
Draußen ist es arschkalt, die Minusgrade sind gefühlt fast 40, tatsächlich liegen sie aber nur bei 12.
Drinnen sitze ich vorm PC und schreibe diesen Eintrag, getrieben von Langeweile und Langeweile. Das TV-Programm gibt wie üblich nicht viel her. Die Internetforen öden auch nur noch an, (wenige Gesprächspartner und diese wenigen wissen meist auch nicht viel zu berichten …). Totenstille breitet sich aus.
Die Bücher sind gelesen (zuletzt Harper Lee: Wer die Nachtigall stört – wer es noch nicht kennt, ein sehr empfehlenswerter Roman über Rassismus.)
Das einzig Sinnvolle, was man noch tun kann an diesem späten Nachmittag: sich ins Bett zurückziehen und einkuscheln. Nur zuvor müssen noch die wirbelnden Gedanken geordnet und gebannt werden ….
Die Politik lohnt keiner Kommentierung mehr. Ich bin es Leid, diesen Mist noch kommentieren zu wollen. Man kann sich so oder so nur noch an den Kopf fassen und hoffen, daß irgendwann der ganze Scheiß zur Hölle fährt.
Als denn: heute Abend dürfte wieder Inspector Barnaby laufen. Ein kleiner Trost im Fernsehapparat. Dazu gefälligst ein paar Mettbrötchen? Wohl bekommt’s!
Geschrieben in Literatur, Politik un' so'n Kram, Das Leben, das Universum und der ganze Rest | Drucken | Keine Kommentare »
Kopenhagen II …
21.12.2009 von Wolf.
wie von mir erwartet, ist der Weltklimagipfel gescheitert. Der Schuldige steht auch fest: Europa und die USA. Sie sind zwar anderen Ländern in Technologie und Anspruch weit voraus, torpedieren sich aber ständig selbst durch ihre Besitzansprüche: man kann keinen Planeten vor der Katastrophe retten, wenn man zunächst immer nur an die heimische Wirtschaft denkt. Die Politik der westlichen Welt ist hoffnungslos der Habgier und Selbstsucht erlegen … und den Milliarden scheffelden Großkonzernen, die durch ihre Lobbyisten alles zerreden lassen.
Wenn der Unterhändler von Tuvalu das Wort ergreift und von 30 Silberlingen spricht, hat er Recht. Wenn der sudanenische Unterhändler den Klimagipfel und vor allem sein Resultat als einen erneuten Holocaust an den Afrikanern bezeichnet, hat er Recht. Bei allem Respekt vor den Überlebenden des Terrorregimes des Dritten Reiches - es ist schon arg, wie die Industriestaaten von den Entwicklungs- und Schwellenländern Opferbereitschaft verlangen und selbst nicht bereit sind, auch nur ein klein wenig auf eigenes Wirtschaftswachstum und eigene Bequemlichkeit zu verzichten - zumal man das Wirtschaftswachstum durch gezielte Investitionen in klima- und umweltfreundliche Technologien locker aufrecht erhalten könnte. Um das zu finanzieren könnte man ja wieder lustige Wertpapiere an den Markt bringen, die ein wenig mehr Kapital abwerfen, als gesund ist.
Die Welt ist im Wandel … und wird auf den Menschen keine Rücksicht nehmen.
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Kopenhagen …
14.12.2009 von Wolf.
… wird scheitern.
Wer sich ernsthaft vom Weltklimagipfel in Kopenhagen irgendetwas versprochen hat, wird bitter enttäuscht werden. Es bringt nichts, sich in endlosen Debatten und Verhandlungen zu verstricken. Sinnvoller ist es, wenn einzelne vorpreschen und den anderen zeigen, daß Wirtschaftlichkeit und Klima- und Umweltschutz miteinander vereinbar sind. Diese Weltklimakonferenzen sind mitunter nur weitere Schritte in Richtung Luftverschmutzung etc.: Das Geld, das in die Ausrichtung dieser Konferenz geflossen ist, wäre besser angelegt in Projekten zur Energieeffizienz und Umweltschutz. Aus Stockholm kommt ein Vorzeigeprojekt (das hoffentlich nicht wie der Transrapid im Emsland im ewigen Entwicklungs- und Pilotprojektstadium stecken bleibt), wo ein ganzes Stadtquartier umweltfreundlich und energieeffizient errichtet / umgebaut wurde. So muß es laufen.
Und m.E. gehören alle Klimaskeptiker einmal in die Jauchegrube getunkt! Idioten diese!
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Die Welt ist im Wandel …
20.11.2009 von Wolf.
… und nicht unbedingt zum Guten hin.
Zwar wird an fast allen Ecken und Enden auch Gutes getan und gewirkt oder zumindest versucht, doch selten ist dafür Geld da.
Hingegen ist immer Geld da, um das wirtschaftliche Leben am selbigen zu erhalten. Vergleicht man die Bemühungen zur Bankenrettung mit jenen zur Bekämpfung der Unterernährung, des Analphabetismus, der Zerstörung der Natur und Ihrer Ressourcen und unserer Existenzgrundlage, dann wird klar, daß diese Welt nicht mehr zu retten ist.
Amerikanische Hochschulabsolventen wechseln - egal was sie studiert haben - nicht selten in den Banken- und Finanzsektor und nutzen ihre Intelligenz zur Kreation neuer Finanzprodukte, damit einige wenige noch mehr Geld scheffeln können, statt in Ihren angestammten bzw. studierten Fächern Ihr Wissen und Ihren Intellekt einzubringen, um neue Therapien für Krebs, AIDS oder auch andere Krankheiten, oder um neue effiziente Energieträger und -erzeuger zu entwickeln, oder um im juristischen oder politischen Bereich für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen. Wieso? Im Finanzsektor verdient man besser und schneller.
Beim BGH ist eine Klage zur Revision eines Urteils des Bundespatentgerichts anhängig. Es geht dabei verkürzt um die Verwendung von menschlichen Embryonen, was nach deutschem Recht verboten ist. Mit Verweis auf den amerikanischen Markt und die dortige legale Nutzung der von ihm entwickelten Methode, will der Kläger die Anerkennung und den Schutz seines geistigen Eigentums erreichen. Es geht auch hier wieder ums Geld. Der Mann will Bares sehen, wenn das, was er entwickelt hat, von anderen genutzt wird. Wieso steckt er die seinige Intelligenz und Zeit und Mühe in Dinge, die nach deutschem Recht, verboten sind?
Habgier und Egoismus werden unsere Welt in den Abgrund stürzen. Das Streben nach Reichtum auf Kosten anderer zerstört die Gesellschaften (auch Kapitalgesellschaften wie man am Beispiel Karstadt sieht).
Man kann Kapitalist sein und trotzdem Fehlentwicklungen im Wirtschafts- und Finanzbereich erkennen und benennen. Wer auf die Nachhaltigkeit nicht achtet, reitet das falsche Pferd.
Das wäre an sich keine Katastrophe, beträfe diese kapitale Falscheinschätzung nur den, der auf das falsche Pferd gesetzt hat. Aber in aller Regel, reißen solche Egoisten mit Ihrer Rücksichtslosigkeit mehr Menschen mit in den Abgrund, als Ihnen lieb sein dürfte.
Das Grausigste an diesen Fehlentwicklungen ist immer noch, wenn die Verursacher von Katastrophen ungeschoren davon kommen.
Doch was wären geeignete Strafen? M.E. vor allem erst einmal der Entzug aller Freiheitsrechte auf Zeit, darüber hinaus die Limitierung des Eigentums und der Verdienstmöglichkeiten auf HartzIV-Niveau, also de facto eine Enteignung bis unter das Existenzminimum (Das gesetzliche Existenzminimum liegt oberhalb der HartzIV-Sätze – soweit ich korrekt informiert bin).
Wenn das durchsetzbar wäre, würde ich gerne das Gesicht vom Middelhoff sehen.
Geschrieben in Tod, Politik un' so'n Kram, Das Leben, das Universum und der ganze Rest | Drucken | Keine Kommentare »
Ich war’s nicht …
2.11.2009 von Wolf.
für all jene, die jetzt schon, noch ehe sie richtig losgelegt hat, über die neugewählte Regierung lamentieren: ich habe meine Stimme denen NICHT gegeben. Ich bin doch nicht bekloppt!
… mehr braucht man dazu eigentlich auch nicht sagen.
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