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Der Nichtraucherschutz
12.3.2008 von Wolf.
Ich habe mich ja bereits als Raucher geoutet.
Seit Beginn des Jahres gilt ja in Deutschland das Nichtraucherschutzgesetz (in den jeweiligen Länderfassungen).
In Berlin gilt eine “Übergangsregelung”, derzufolge erst ab dem 01.07.2008 Verstöße gegen dieses Gesetz beim Rauchen in gastronomischen Betrieben geahndet wird, sollte dieses außerhalb der gekennzeichneten Raucherbereiche geschehen (ich hoffe, das so korrekt wiedergegeben zu haben). Wenn ich richtig informiert bin, werden schon jetzt Verstöße registriert und ggf. bei einer Häufung ab dem 01.07. geahndet. D.h. im Klartext, man kann jetzt sozusagen schon Strafpunkte für ein Knöllchen sammeln.
Durch die Medien und Diskussionen in Internetforen weiß ich aber um die zwiespältige Betrachtung des Gesetzes und schließe aus den Diskussionen, daß das Gesetz mit heißer Nadel gestrickt wurde. Die nicht abreißenden Diskussionen zeigen ganz klar, daß es eigentlich einen Nachbesserungsbedarf gibt bzgl. des Rauchens in Kneipen, Diskotheken und Biergärten. Vermutlich wird man aber vergeblich darauf warten. Es gibt Hinweise darauf, daß ein etwaiger Versuch am Gesetz allgemein zu rütteln, zu Verschärfungen führen dürfte.
Ich denke mal, man wird kaum Schlupflöcher in diesem Gesetz finden, ersten Erhebungen zu Folge gibt es auch keinen generellen Umsatzeinbruch in der Branche: in Restaurants steigen seit Inkraftreten des Gesetzes lt. einiger Betreiber die Umsätze, während sie in Kneipen und Bars allmählich zurückgehen, teils auch regelrecht einbrechen.
Klar ist, daß die Diskussion noch lange anhalten wird und auch Arbeitsplätze kosten wird. Die Frage ist allerdings, ob auch nur ein Hahn nach diesen Arbeitsplätzen in der Politik krähen wird. Es sind keine der sogenannten qualifizierten Arbeitsplätze, sondern eher kleine Aushilfsjobs von Studenten und Zweitjobbern, teils auch HartzIV-Aufstockern. Aber es sind viele Arbeitsplätze … Ich bin gespannt auf das Echo.
Ich frage mich ganz ernsthaft auch, wie weit die Politik in Bezug auf den Nichtraucherschutz noch gehen wird. Wird irgendwann das Rauchen in der Öffentlichkeit (unter freiem Himmel) verboten sein? Werden sich irgendwann Personen vor Gericht darüber streiten, ob ein Raucher auf dem Balkon seiner Wohnung sich in öffentlichem Raum oder eben innerhalb der eigenen vier Wände (bzw. auf Grund und Boden des ihm zugestandenen privaten Rückzugsbereiches) befindet?
Der Nichtraucherschutz ist - per Gesetz alle mal - auch ein Eingriff in die Privatsphäre (nicht nur der Raucher). Der Staat bevormundet hier (sicherlich nur mit besten Interessen und Wohlwollen) seinen Bürger: den Raucher in seiner Bewegungsfreiheit, den Nichtraucher aber auch - mitunter dahingehend, daß der Nichtraucher, den Job in der Gastronomie, den er wohlwissentlich annahm, daß er dort mitunter Tabakrauch ausgeresetzt ist, ohne sein zutun verliert. Ich bin auch in dieser Hinsicht gespannt, ob Nichtraucher irgendwann die Länder verklagen, weil sie auf Grund eines Gesetzes daran gehindert wurden, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ich kann mir vorstellen, daß solche Klagen eingereicht werden - aber vermutlich nie verhandelt.
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Kommunismus = Diebstahl?
9.3.2008 von Wolf.
Beim Aufräumen meiner Festplatte fand ich das hier eingefügte Bild: kann mir vielleicht mal einer sage, was der Diebstahl geistigen Eigentums mit Kommunismus zu tun hat?
Ich bin selbst kein Kommunist und halte den Kommunismus für eine Utopie, die nicht umsetzbar ist. Dennoch denke ich, daß der reine (nur theoretisch existente) Kommunismus es nicht verdient hat, so verteufelt zu werden, wie mitunter in diesem Plakat. Davon abgesehen, daß das Plakat mit Hammer und Sichel ein gezielter Angriff auf alle Nachfolgerstaaten der Sowjetunion ist.
Das, was in Experimenten als Kommunismus bezeichnet wurde/wird, sind gemeinhin simple Militärdiktaturen, die vorgeben oder vorgaben, alle im kommunistischen Sinne gleich zu stellen und zu behandeln. Es gibt kein einziges wirklich kommunistisches Regime auf dieser Welt. Alles sind machtgeile Emporkömmlinge, die vermutlich nicht mal im Ansatz die kommunistische Idee verstanden haben.
Ich frage mich nun, bei allem berechtigten Rechtsansprüchen zur Wahrung des geistigen Eigentums und der Verwertungskette von intellektuellen Gütern, ob diese Kampagnenanzeige nicht zu weit geht … ? Hier werden dümmste Vorurteile geschürt. Und die Plattenindustrie entblödet sich nicht ….
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Mindestlohn, Kombilohn …
5.3.2008 von Wolf.
Zum Thema Mindestlohn/Kombilohn hatte die ARD-Sendung plusminus in ihrer Ausgabe vom 04.03.08 einen höchst interessanten Beitrag. Darin wurden verschiedene Personen in unterschiedlichen Berufsgruppen vorgestellt. Natürlich durften die Wach- und Objektschützer nicht fehlen, aber es gab bspw. auch Krankentransporter (im Beitrag einer von den Johannitern) oder Dachdeckergesellen. Viele aus Berufen mit Fachausbildung und Vollzeitstellen sind bei den Ämtern vorstellig, um ihre Löhne im Kombilohnmodell aufzustocken.
Die von ver.di vor allem, aber auch vom DGB allgemein propagierten Mindestlöhne, die an sich eher das Ziel verfolgen, daß der Steuerzahler - also im Endeffekt fast wir alle - die Gehälter der Arbeitnehmer nicht aufstocken müssen, sondern daß der Arbeitgeber voll für seine Personalkosten aufkommt, sind meiner Ansicht nach auf dem richtigeren Weg, nur greifen ihre Bemühungen zu kurz. Plusminus hat errechnet, daß in Deutschland ein Bruttostundenlohn von 13,00 € nötig wäre, damit Arbeitnehmer von ihrer Arbeit Leben können - also daß, was die Politik so gerne verspricht und fordert. 7,50 € pro Stunde sind nur ein erster Schritt, aber zu wenig.
Problem hierbei sind mitunter ab dem nächsten Jahr auch die fallenden Beschränkungen bezüglich des Schutzes des deutschen Arbeitsmarktes gegenüber osteuropäischer Billigarbeiter.
Die Politik könnte angesichts der jüngsten Steueraffäre aber auch noch andere Ziele verfolgen: eine echte Steuervereinfachung. Wenn ich bedenke, daß ich gestern Abend drei Stunden für meine Steuererklärung brauchte ….
Wenn die Politiker dafür sorgten, daß wirklich der breiten Masse nicht mehr soviele Abzüge das ohnehin magere Gehalt noch schmälern, dann könnten auch diese einen Beitrag dazu leisten, daß ihre eigene Propaganda Realität wird: daß Arbeitnehmer vom Lohn ihrer Arbeit wirklich leben können.
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Kabel-TV
3.3.2008 von Wolf.
In gut einer Stunde kommt der Techniker vom KabelTV. Ich bin schon sehr gespannt.
Bis zum Jahresende hatten wir einen KabelTV-Vertrag mit der Firma A. Ihr wurde der sogenannte Gestattungsvertrag vom Vermieter zum Jahreswechsel gekündigt. Dummerweise wurde diese Information nicht an die Mieter weitergeleitet. An einem schönen Tag im Januar kam dann ein Vertreter/Techniker der Firma B, die zum Jahreswechsel die Versorgung unseres Hauses übernommen hatte. Dummerweise mußte der Herr unverichteter Dinge nach Hause traben, da die Kommunikation nicht geklappt hatte.
Am vergangegen Samstag (”nur” 2 Monate nach dem Anbieterwechsel) erhielt ich die schriftliche Kündigung von Firma A.
Heute vormittag rief ich den Herrn von Firma B an, um einen Termin zum Vertragsabschluß auszumachen. Bei Firma A rief ich an, um mich zu erkundigen, wann ich mit der Gutschrift der Monatsgebühren für Januar und Februar, die noch munter abgebucht worden waren, rechnen darf (es bedurfte insgesamt 5 verschiedener Anrufe, bis ich an der richtigen Stelle war).
Firma B hat einen Tarif der dummerweise knapp doppelt so teuer ist, wie der von Firma A. Dafür bietet Firma B 100 Kanäle (Schwachsinn?) mehr. Außerdem hat Firma B merkwürdige Klauseln in ihren Tarifen, wonach man einen Teil des Tarifes bei nicht haben wollen, sechs Wochen vor Ablauf des ersten Quartals kündigen muß.
Ich bin ganz gespannt auf den Besuch des Herrn von Firma B. Zur Not existiert noch Plan C: Saturn am Alex hat bis 20:00 Uhr offen, im Alexa bis 21:00 Uhr der MediaMarkt, wo wir Zimmerantenne, Decoder etc. kaufen können.
Toll!
Ich glaube der Kabelfernsehmarkt bedarf noch einer gewissen Regulierung und vor allem mehr Wahlfreiheit für den Verbraucher.
Ich habe heute schon eine entsprechende Mail an die Bundesnetzagentur geschickt, mit der Frage, wer denn dort ggf. regulierend eingreift.
Ich denke aber, die Bundesnetzagentur darf von niemandem mit einer Verbraucherschutzstelle verwechselt werden, auch wenn sie in einigen Fragen als Schlichtungsstelle für die Märkte eingerichtet ist, die sie beobachtet und reguliert.
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Neues Layout und Schwerpunktsetzung …
1.3.2008 von Wolf.
Der Mai ist noch nicht da, es ist erst März, aber das hindert niemanden daran, nicht mal wieder etwas neues auszuprobieren.
Beim durchstöbern der Einstellungen fand ich heraus, daß offenbar seit einiger Zeit neue Gestaltungsmotive für die Weblogs von ⇒ 1 & 1 bereitgestellt wurden. Da ich seit einiger Zeit mich Schwerpunktmäßig (auch berufsbedingt) mit Literatur und dort vor allem mit meinem Schwerpunktthema Fantasy und Phantastik (Oberbegriff) auseinandersetzte, habe ich ein entsprechendes Layout nun gewählt. Ich werde aber auch zukünftig zu anderen Themen nicht schweigen.
Da in letzter Zeit ja politisch und gesellschaftlich überhaupt sehr viel passiert (Wahlen, Rauchverbot, wieder Wahlen, Steueraffäre inkl. BND-Schelte, Streiks und Tarifauseinandersetzungen in verschiedenen Branchen [ein Thema, das eventuell bei mir eine eigene Rubrik erhält]), kann es immer wieder sein, daß Ihr auf Themen stoßen werdet, die nur durch das Lesen als literarisch betrachtet werden können. Aber man muß eben auch immer wieder über den eigenen Tellerrand hinaus blicken: nicht nur um mitreden zu können oder sich mitteilen zu können, sondern auch, um überhaupt etwas zu erfahren, den Kontakt mit dem Rest der Menschheit zu erhalten und nicht zu vereinsamen.
Der Akt des Lesens ist nämlich ein eher einsamer Vorgang, er isoliert uns obgleich er uns mit anderen Dingen verbindet bzw. uns über sie aufklärt (im Idealfall; manche geschriebene Dinge klären nicht auf, sondern vernebeln, manipulieren, führen in die Irre und informieren bewußt falsch! vergl. ⇒ politische Meinungsbildung etc.)
Zurück zum Layoutwechsel: Außerdem ist es immer schön, wenn man die Ausdrücke und die Sprache mit der optischen Wahrnehmung übereinstimmend zusammenbringen kann: wenn also hier von Seiten und Unterseiten die Rede ist, passt es ganz gut auf dem Bildschirm ein Buch mit aufgeschlagenen Seiten abgebildet zu sehen.
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